
„Die Werkzeuge zeigen“ war eine der ersten Stufen der „peinlichen Befragung“ christlich-katholischer Inquisitoren – und seit drei Jahren werden den Franzosen die Werkzeuge gezeigt: „Blaue Briefe“, Internetsperren, Gerichtsverfahren, wenn sie beim illegalen Tauschen von urheberrechtlich geschütztem Material im Internet erwischt werden.
Hier kein Einwurf!
Jetzt, da nicht mehr die Erwartungen, sondern die Temperaturen steigen, ist immer noch nichts von einer Anwendung des französischen „Three-Strikes“-Gesetzes zu vernehmen. Und das liegt nicht daran, dass sich die Franzosen von den Werkzeugen hätten abschrecken lassen und der Raubkopie den Rücken zugekehrt hätten. Im Gegenteil, wie die Universität von Rennes in einer Studie ja herausfand: Die filesharende Netzgemeinde zeigte sich völlig unbeeindruckt und steigerte sogar noch den traffic mit illegalem Material.
Aber auch das technologisch unterstütze Konsumenten-Verhalten trägt dazu bei, dass die „lois HADOPI“ wohl nie so richtig in Fahrt kommen wird. Denn nicht mehr „Haben“, sondern „Sein“ ist der neue Trend: weniger das Besitzen und vorherige Herunterladen und Tauschen von Dateien, mehr der Genuss von Bild, Film und Ton als Streaming-Angebot reicht aus, die Nutzer, Hörer wie Seher, zu befriedigen. Wie es sich auch, abgesehen von der technischen Schwierigkeit der Ausforschung, nicht lohnt, einzelne kino.to-Nutzer zu verfolgen (denn der Streitwert in Höhe einer Kopie lohnt den anwaltlichen Aufwand nicht), werden auch die Hörer von illegalen Musik-Streams kaum belangt werden (können). Der Wunsch der Kreativwirtschaft hat sich also erfüllt, Raukopieren ist anscheinend so gut wie „out“, noch während man über wirksame Instrumente im Kampf gegen illegales Filesharing und die damit einhergehende Beschneidung von Bürgerrechten zu Ende debattierte.
Ob nun auch die deutsche Musik- und Filmindustrie sich von einer Verfolgung von Rentnern, Schülern und alleinerziehenden Müttern verabschiedet und sich auf die Quellen konzentriert, die illegal Streaming-Angebote ins Netz schleust (wie es die deutsche GVU zum Teil erfolgreich versucht). Vielleicht aber konzentriert man sich endlich auch darauf, legale Streaming-Angebote wie Spotify zu unterstützen und ähnliche Angebote zu lancieren.
Bild-Quellen: Photogestion (cc-by-sa)
Text-Quellen: New York Times Basicthinking
Joachim Losehand am Mittwoch, 21.07.2010 17:05 Uhr
Vielleicht ist zum Thema Streaming Herunterladen folgender Beitrag auch interessant: "Streaming ist der MP3 überlegen" Wenn es nach den Gründern der Musikdienste Spotify und Simfy geht, soll das Herunterladen einzelner Sound-Dateien bald der Vergangenheit angehör ...
Eine mp3 Datei ist per se nichts anderes als eine Ansammlung von Nullen und Einsen - also INFORMATION. Es unterscheidet sich insofern, was sein Grundgehalt angeht, nicht von einer großen txt-Datei voller Lorem ipsum. . Dazu kommt ja auch noch, dass eine mp3 keine ...
Soso, also schon wieder jemand, der mit "Moral" und "Rechtfertigung" ankommt. Bist du der Zweitaccount von notnecessary? Fast die identische Wortwahl ... Es ist nicht die frage, ob man einen Künstler vergüten will oder nicht. Jeder gönnt den Künstlern eine angemessene vergü ...
Wenn jemand ein Brot backt schafft er einen Wert, welcher sich im Preis manifestiert. In der Regel ist man bereit diesen Preis als Gegenleistung für die, in der Ware vergegenständlichte Arbeitskraft, zu zahlen (Die Rohstoffe mal beiseite). Bei einem Musiktitel ist das doch ...
Das die Preise für Musik nicht dem tatsächlichen Wert entsprechen und die Labels usw. sehr viel gewinn abschöpfen ist zwar richtig, aber das ist doch ein klassisches Merkmal von Kapitalismus und lässt sich auf wirkliche alle Waren übertragen. Das ist so nicht r ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
Kämpfe als Held in diesem einzigartigen Fantasy Game. Viele Gefahren und Abenteuer erwarten dich!
spielen
Erschaffe deine eigene Insel und erobere die Welt. Krieg oder Wachstum - deine Strategie entscheidet!
spielen
Werde Gladiator und kämpfe im antiken Zeitalter um Ruhm und Ehre. Gehe Bündnisse mit anderen Spielern ein und kämpft gemeinsam gegen die schrecklichen Barbaren.
spielen
Ziehe als einsamer Waldläufer oder an der Seite von Kampfgefährten in einem Fantasy-Spiel von Abenteuer zu Abenteuer.
spielen
Tritt gegen legendären Samurai aus Japan des 19. Jahrhundert an und werde der gefürchtetste aller Samurai.
spielen
Tritt in eine epische Schlacht zwischen Werwölfen und Vampiren, in der nur die Stärksten überleben werden, ein.
spielen