
Auch wir haben bereits zweimal über den Bericht, der vom SABIP in Auftrag gegeben wurde, berichtet. Anfänglich aufgrund seiner fulminante Zahlenspiele.
So sollen 120 Milliarden Britische Pfund an Schaden durch Filesharing entstehen - allein in Großbritannien. Ein Journalist des Guardian prüfte den Bericht sowie dessen Quellen daraufhin in aller Ruhe und kam zu dem Ergebnis, dass die Zahlen, von denen dieser Wert abgeleitet wurde, von der Contentindustrie selbst erhoben wurden. Es bedurfte also keiner weiteren Debatte zur "Neutralität" der Zahlen, aber dennoch schien dies nicht das einzige Mysterium zu sein, welches der Bericht vermitteln konnte.
Es war abermals ein Journalist des Guardian, der den Bericht weiter analysierte und dabei auf einige interessante Ergebnisse stieß, die offensichtlich auch nicht von der Industrie erhoben wurden. Konkret fand er eine Möglichkeit, wieso die Musikverkäufe bis heute so drastisch abgenommen haben. Eine plausible Erklärung, nachfolgende Grafik aus dem Bericht untermauern kann.
Die Ausgaben für Unterhaltung sind in den vergangenen Jahren stark angestiegen, was gezwungenermaßen zu dem Schluss führen kann, dass die Musikverkäufe schlicht und ergreifend nach unten verdrängt wurden. DVDs und Computerspiele erfreuen sich einer immer stärker werdenden Beliebtheit, was zu einem logischen marktwirtschaftlichen Ergebnis führt, das auch Charles Arthur, der Verfasser des Artikels, wiedergibt: "Menschen - sogar Downloader - haben nur begrenzte finanzielle Mittel." Geld ist kein endloser Rohstoff, der plötzlich vom Himmel fällt. Eigentlich handelt es sich hier um absolutes Basiswissen. Wenn Geld nicht für Produkt A ausgegeben wird, dann vielleicht eben für Produkt B. Arthur präsentiert hierbei ein realitätsnahes Szenario. Der Konsument steht vor der Wahl, 40 Britische Pfund für ein Videospiel auszugeben, oder 10 Britische Pfund für das Album eines Interpreten, wo ihn vielleicht nur zwei Tracks interessieren und der Rest nie angehört wird. Als wahrscheinlicher sieht er es an, dass der Konsument die zwei Tracks herunterlädt und das Spiel kauft. Für diese "Tat" wird natürlich ein Sündenbock gesucht, doch es ist nicht Filesharing. Vielmehr ist es eine Frage von Preis und Leistung. Natürlich kann dies den illegalen Bezug der anderen Medien nicht rechtfertigen, aber Filesharing trägt nicht die alleinige Schuld für entgangene Verkäufe. Es ist das Angebot, welches kein passendes Verhältnis bietet. (Firebird77)
(via zeropaid, thx!)
(Bild via zeropaid, thx!)
News Redaktion am Mittwoch, 10.06.2009 17:01 Uhr
Ich habe 5 € Lautsprecher und bin halb taub, aber mir reicht es nicht. ...
youtube reicht zum musik hören Wenn man 5€ "Lautsprecher" hat und halb Taub ist, vlt. ...
DIE werden immer versuchen ihren Schrott an den Mann/ Frau zu bringen und wenn es eben keiner kauft wird geklagt. ??? Was ist denn das Sinnfreies? ...
mein geld lass ich da lieber auf konzerten oder bei live acts in einer bar dies wäre noch ein interessanter Ansatzpunkt in dieser Grafik :T ...
Ich glaub da wird klar wer seine Hausaufgaben gemacht hat, die Contentmafia jedenfalls nicht. Aber leider wird sich auch durch solche Nachforschungen nichts ändern. DIE werden immer versuchen ihren Schrott an den Mann/ Frau zu bringen und wenn es eben keiner kauft wird geklagt. Quantität und ...
Lars Sobiraj am 04.02.2012, 11:32 Uhr
Während Die Linke zur Teilnahme an einem europaweiten Aktionstag gegen ACTA aufruft und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger die Kritik am internationalen Handelsabkommen zurückweist, führte der Jurist Jens Ferner eine ausführliche Analyse jedes einzelnen Artikels durch. Wir fragten ihn, wie gefährlich ACTA tatsächlich ist. In welchem Rahmen bedroht dieses Abkommen unser aller Freiheit?
Lars Sobiraj am 09.02.2012, 11:40 Uhr
In der südenglischen Grafschaft Sussex ereignete sich letzten Monat ein Fauxpas der besonderen Art. Statt einen Einbrecher zu fassen, jagte ein Polizist mit Hilfe von Kameras für etwa 20 Minuten sich selbst. Sein Kollege an den Monitoren hatte ihn nicht erkannt und fand sein Verhalten sehr auffällig. Der beobachtete Mann habe auf heißen Kohlen gesessen, weswegen er dringend tatverdächtig sei.
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