
„Das Internet ist mittlerweile der größte Tatort der Welt“ so Klaus Jansen, Vorsitzender des Bundes deutscher Kriminalbeamter, in einem Interview mit der Osnabrücker Zeitung. Jansen bemängelt, dass die Polizei an diesem Tatort in einem zu geringen Maße agieren würde, da ihr dazu die Rechte und die Kompetenz fehlen würden. Denn nur 1 Prozent der 260.000 Polizisten in Deutschland wären dazu ausgebildet, Internetermittlungen zu führen. Um diesem Problem entgegenzuwirken, wäre es notwendig, Schwerpunkt-Staatsanwaltschaften, ein nationales Internet-Zentrum beim BKA sowie speziell ausgebildete Computerkriminalisten zu schaffen. Zudem fordert er bei der Bundesregierung in einem 15-Punkte-Programm das Recht, dass der BDK verseuchte oder „gekaperte“ Privat-Rechner von Schadsoftware wie Viren und Trojanern befreien darf, um so als „digitaler Kammerjäger“ zu fungieren.
BDK (Logo)
Jansen hat allerdings noch weitere Ideen auf Lager. Da eine Attacke auf die digitale Infrastruktur Deutschlands mit einem atomaren Angriff gleichzusetzen wäre, müsste man dringend einen Resetknopf für das gesamte deutsche Internet anlegen. Dies würde konkret so aussehen, dass es einen Knopf im Kanzleramt gäbe, durch dessen Betätigung das gesamte deutsche Internet deaktiviert würde.
Weiter soll dem BDK die Möglichkeit gegeben werden, soziale Netzwerke wie SchülerVZ oder Facebook nach privaten Daten durchsuchen zu dürfen. Dieses sogenannte digitale Hausdurchsuchungsrecht würde es den Behörden also ermöglichen, auch private Nachrichten und andere persönliche Informationen auszulesen, ungeachtet etwaiger Datenschutzrechte. Die letzte gravierende Eingebung des BDK wäre die „Ausweispflicht“. Da man einen verlässlichen Identitätsnachweis im Netz bräuchte, um Betrügern und anderen Straftätern das Handwerk zu legen, hält Jansen eine staatliche Meldestelle für Internetnutzer für nötig. Das hieße, dass jeder deutsche Bürger, der im Internet Einkäufe, Online-Überweisungen, andere Rechtsgeschäfte oder Behördengänge tätigen will, sich zuvor bei einer staatlichen Stelle registrieren müsse.
Kritik aus allen Ecken
All diese Pläne wurden sehr negativ von der breiten Masse aufgefasst. Das Chaos Computer Club hielt die Idee, einen Resetknopf für das Internet zu installieren, für eine „lächerliche Schnapsidee“ . Durch die Betätigung des Knopfes würden die Menschen vom Informationsfluss abgeschnitten sowie die Wirtschaft generell ausgeschaltet. Ein Szenario, von dem sicherlich niemand profitieren würde. Ausserdem würden Kriminalitätsstatistiken zeigen, dass Verbrechen im Internet häufiger aufgeklärt werden als andere. Constanze Kunz, Sprecherin des ChaosComputerClubs fügte im Statement des CCCs an, dass Jansen seine Science-Fiction-Romane wieder einpacken solle.
Peter Piksa, Mitarbeiter bei einem Anti-Malware-Hersteller, bezeichnet die Vorstellung, auf Privatrechnern aus der Ferne Schadprogramme zu entfernen, als eine Illusion. Für Experten wäre es schon eine Herausforderung, einen Computer, der mit aktueller Malware verseucht ist, zu säubern, wenn man direkten Zugriff darauf hätte.
Und auch Datenschützern dürfte bei der Vorstellung, dass die Polizei das Recht innehat, in privaten Daten von Nutzern sozialer Netzwerke herumzuwühlen, schwindelig werden.
Autor: Julian_ (wegen technischer Probleme unter anderem Namen veröffentlicht)
Annika Kremer am Samstag, 17.07.2010 23:56 Uhr
Die Österreicher und die Deutschen schließen eine Wette ab. Es geht dabei darum, welches Volk dümmer ist. Die Österreicher verlangen von den Deutschen, dass diese eine 200 Meter lange Brücke mitten in die Wüste bauen. Die Deutschen vermuten einen Trick hinter dieser Forderung und beginn ...
Mann ich hoff das kommt! Da muss man jetzt nur mehr einen PC im kanzleramt hacken um das gesamte deutsche internet lahmzulegen!? Selbst ich als österreichisches scribtkiddy werds wohl irgentwie hinbekommen diesen knopf zu betätigen/aktivieren. Und dann atomrofl^^ Edit: Nein wirklich macht das ...
Jupp titus_shg, das trifft es! ... genau auf den Kopf! ...
Vllt. merkt er dann wie unterirdisch seine Vorschläge sind und bittet wegen Inkompetenz um Versetzung. Sowas merken diese Zeitgenossen doch nie. :rolleyes: Was hinter solchen Forderungen steckt, ist doch auch bekannt: Die haben eine wahnsinnige Angst vor dem Informat ...
Welchen denn? Merkel, Westerwelle, DeMisere oder Gottkönig der BKA Finanzen Lord Schäuble? ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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