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NDR-Intendant: Auch Selbstmörder kommen um die GEZ-Gebühr nicht herum!

Der Hamburger Journalist Bernd Höcker konnte den Intendanten des NDR, Lutz Marmor, kurfristig aus seinem Chefsessel locken, um mit ihm bei einer Flasche Wein Marke „GEZ-Abschaffler 2005“ über die Haushaltspauschale im Allgemeinen und neue Methoden zur Eintreibung der Rundfunkgebühren im Speziellen zu sprechen.

GEZ

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Dem Webmaster von GEZ-Abschaffen.de gelang kürzlich ein interessanter Dialog mit der Gegenseite. Anstatt jeweils nur Post der Rechtsabteilung der anderen Seite zu erhalten, traten GEZ-Verteidiger und dessen ärgster Kritiker in einen Dialog, der nicht hätte sarkastischer ausfallen können.

In dem zugegebenermaßen wenig ernst zu nehmenden Gespräch, das tatsächlich stattfand und dessen Veröffentlichung vom NDR-Intendanten abgesegnet wurde, kommt dieser zum Beispiel auf die neue Haushaltsabgabe zu sprechen. Die Einführung der Haushaltsabgabe soll möglichst „unauffällig, schnell und problemlos“ über die Bühne gebracht werden. Es sei auch kein Zufall, dass darüber in Zeiten der Fußball-Hysterie entschieden wurde. „Man kann denen in solchen Situationen Schreibmaschinenpapier zu fressen geben und denen weismachen, das wäre Blattsalat. (...) Die GEZ aber in ihrem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf!“. Herr Marmor glaubt, das neue, grüne Logo der GEZ würde auf die Zuschauer sehr positiv wirken. Von Herrn Höckers Idee, die Daten der Meldeämter für die Erhebung der Gebühren zu benutzen, um die Eintreibung sehr viel effizienter und die Behörde schlanker zu gestalten, hält Herr Marmor nichts. Es sei in ganz Deutschland sehr viel zu kontrollieren. Beispielsweise, ob Gartenlauben oder anders geartete Sommerresidenzen vorhanden wären. Auch dafür würde jeweils eine Haushaltsabgabe anfallen.

Die GEZ aber in ihrem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf!“

Der höchst ironische aber mit Abstand interessanteste Vorschlag war der für die Einführung der sogenannten Taschengeldlösung. „Dabei erhält die GEZ sämtliche Einnahmen der Bürger und vergibt dann auf Antrag ein Taschengeld an die Bürger zurück. Das Ganze könnte durch das System ELENA unterstützt werden, weil damit ja ohnehin bereits sämtliche Einkünfte der gesamten Bevölkerung erfasst werden. Der Verwaltungsaufwand wäre gering und das System effektiv. Die Anträge auf Taschengeld würden dann auch durch die GEZ bearbeitet. Vorausgesetzt, der Bürger kann seinen Bedarf auch mit entsprechenden Belegen beweisen ... Natürlich wird es dabei auch wieder Krakeeler und Querulanten geben, die rummosern: "Warum gibt mir der NDR nur so wenig Taschengeld!??" Solche Stänkerer gibt es aber auch schon jetzt und die wird es immer geben!“ Dieser Lösungsansatz ist nach Aussage von Herrn Lutz Marmor nicht aufgehoben sondern lediglich aufgeschoben worden. Herr Wulff soll die Idee angeblich „sexy“ gefunden haben. Er soll dem Volk diese Variante nun in seiner Funktion als Bundespräsident „schmackhaft machen“.

Auf sein Einkommen angesprochen erklärt Herr Marmor, es sei „exorbitant“, verglichen mit dem, was der Mann von der Straße verdient. Auch sei es so, dass „dieses Geld von Menschen eingetrieben wurde, die entweder gar kein, oder fast kein Einkommen hatten oder unsere Sender gar nicht empfangen konnten oder wollten.

Trauriger Höhepunkt des Gesprächs war die Aussage, dass nicht mal ein Selbstmord eine „Fluchtmöglichkeit“ sei. „Aber nicht vergessen, vorher abzumelden, was allerdings nicht geht, solange man noch lebt.“, ergänzt Herr Marmor seine Ausführungen. Offenbar gibt es selbst in dem kein Fall kein Entkommen vor der Gebühreneinzugszentrale.

Es ist fraglich ob Herr Marmor wusste, worauf er sich bei diesem Gespräch einließ. Vielleicht hat er schlichtweg eine andere Definition von Humor und gutem Geschmack?! Oder aber lag es letztlich am Jahrgang des Weines und des gemeinsam verzehrten, stinkenden Käses?

gez-abschaffen.de

gez-abschaffen.de

Da ein juristischer Widerspruch recht bald zu erwarten ist, hat Herr Höcker den Inhalt des "Fachgesprächs" vorsorglich als Beweis per E-Mail an alle Interessenten verschickt.

Noch ist dieses hier ohne Abstriche einsehbar. Man darf gespannt sein, ob es tatsächlich zu einer Fortsetzung der Unterhaltung "bei schwerem Wein" kommen wird.

Bild-Quellen: OnlineZeitung24.de

Text-Quellen: gez-abschaffen.de

Lars Sobiraj am Samstag, 17.07.2010 18:30 Uhr

tagsTags: gezwungen höcker gez-abschaffen.de marmor

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39 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Ghandy am 19.07.2010 22:50:13

    Wer es wissen will: Superberndchen = Bernd Höcker, kann ich zu 100% bestätigen! ...

  • LindenX am 18.07.2010 18:28:08

    Ich müsste entrüstet sein, aber ganz ehrlich er ist mir sympathisch weil er die Warheit spricht. Verglichen zum Gehalt eines normalen Bürgers, kann man wohl wirklich von Exorbitant reden. Mir hat das Interview gefalllen, denn am Ende hat er recht, die pauschale Gebühr wird kommen, da gibt es kei ...

  • animalizes am 18.07.2010 16:50:28

    Nachdem ich mir den Anfang des "Interviews noch mal durchgelesen hab, kommt mir das ganze noch seltsamer vor. Was soll das ganze jetzt sein? Kunstaktion? Also doch kein echtes Interview sondern rein fiktiv? Falls es doch echt ist warum diese seltsame Einleitung. Falls ...

  • Troll-Account am 18.07.2010 14:27:23

    @fleischwurscht: Bei weiteren Problemen dieser Art: Bitte eine PN. Und "a art" ist in diesem Fall absolut korrekt. ...

  • fleischwurscht am 18.07.2010 14:12:33

    Yhbt. Ja, trotzdem ist "a art" grauenhaft falsches Englisch. Wenn schon trollen, dann auch wollen. ...

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