
Nach dem Tod von Dominik Brunner in Solln im letzten Jahr war die Aufregung groß. Der Mann war nach einer heftigen Auseinandersetzung mit Jugendlichen gestorben, nachdem er zuvor im Zug einige Kinder vor diesen geschützt hatte. Selbstverständlich wurde eine Verstärkung der Sicherheit und auch der Überwachung von öffentlichen Verkehrsmitteln gefordert. Bayern hat nun einen ersten solchen Schritt unternommen. "Uniformierte Polizeibeamte der Bundes- und Landespolizei können künftig alle öffentlichen Verkehrsmittel in Bayern kostenlos benutzen", so der bayerische Innenminister Joachim Herrmann. Er stellte auch die Forderung, diese Regelung in ganz Deutschland einzuführen: "Wenn noch mehr uniformierte Polizeibeamtinnen und -beamte mit den Zügen der Deutschen Bahn und den Bussen und Bahnen der regionalen Verkehrsverbünde fahren, verbessert sich nachweislich die Sicherheit und das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste und des Begleitpersonals. Unser bayerisches Modell sollte hier Vorbild für alle Bundesländer sein". Neben dem Ausbau der Videoüberwachung von öffentlichen Verkehrsmitteln und dem verstärkten Einsatz von privaten Sicherheitsdiensten und eigenem Kontrollpersonal durch die Unternehmen soll die freie Fahrt für Uniformierte einen weiteren Beitrag zur Sicherheit in Bussen, Bahnen und Zügen darstellen. "Denn uniformierte Polizeibeamte sorgen durch die Festnahme von Straftätern und durch die Unterstützung des Begleitpersonals zum Beispiel durch Platzverweise und Personalienfeststellungen für zusätzliche objektive und auch subjektive Sicherheit der Fahrgäste", so der Innenminister.
Auf den ersten Blick scheint die Idee, durch die freie Fahrt mehr uniformierte Polizisten in den öffentlichen Verkehrsmitteln zu haben und so deren Sicherheit zu erhöhen, nicht schlecht. Zumindest dürfte sie eher für das allseits geforderte Mehr an Verbrechensprävention sorgen als die zunehmende Ausstaffierung von Straßen und Gebäuden mit Sicherheitskameras, deren Sinn wohl eher in der Dokumentation und weniger in der Bekämpfung von Verbrechen liegt. Die bayerische Regelung wirft jedoch die Frage auf, ob man mit aufgrund dieser Argumentation nicht auch anderen Berufsgruppen erlauben müsste, kostenlos in Bussen und Bahnen mitfahren zu dürfen. Als erstes wären hier Ärzte und Rettungssanitäter zu nennen, diese könnten dann im Notfall bereits vor Ort Hilfe leisten. Ähnliches gilt für Feuerwehrleute, deren sofortige Anwesenheit bei Unfällen sicherlich von Vorteil wäre. Insofern scheint die Idee, nur Ordnungshüter derart zu behandeln, wieder einmal dem in der Politik sehr beliebten Primat der Sicherheit zu entspringen. Insofern kann man davon ausgehen, dass derartige Vergünstigungen wohl den Sicherheitskräften vorbehalten bleiben, auch aus Kostengründen.
Neben den genannten Gruppen könnten übrigens auch noch zwei andere als ständige, kostenlose Mitfahrer nützlich sein: Anwälte und Journalisten. Ob dann allerdings überhaupt noch Platz für zahlende Fahrgäste wäre, ist eine andere Geschichte.
Quelle: cop2cop.de
Christian Maxheimer am Montag, 12.07.2010 18:33 Uhr
Polizisten sind Landesbeamte - somit haette der Beamte aus Hamburg keine Befugnisse in Bayern - oder irre ich mich. Andersrum gehoert auch eine Dienstwaffe in den Schrank auf dem Revier. Du irrst dich tatsächlich, denn sonst könnten EHu's aus Bayern gar nichts g ...
Wie wäre es denn damit, wenn du die Entscheidung kritisch hinterfragen würdest? Du nimmst an, weil es jetzt mehr Polizeipräsenz in öffentlichen Verkehrsmitteln geben wird, dass dies wohl nur mit trifftigen Gründen einher gehen kann. Lies dir den Rest mein ...
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Zwar mag das mit den Personen und dem Gewicht stimmen, aber hier ganz klar ein aber: Das fällt nicht ins Gewicht, beim Auto merk ich es deutlich, wenn 4 Leute a 80kg drin hocken, da geht es nicht mehr so gut, das Auto wiegt selbst auch meist nur ne Tonne oder etwas mehr, ein Zug wiegt mehr als das ...
Kostenlos sicherlich, kostenfrei garantiert nicht. Die Bahn hat nämlich Kosten. Und im Übrigen steigen die Kosten, wenn jemand in den leeren Zug einsteigt und sich befördern lässt. Durch das höhere Gewicht muss nämlich mehr Energie aufgebracht werden, um bspw. Reibung ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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