
In skandinavischen Ländern und den Niederlanden ist Offenheit und Transparenz auch im Privatbereich eine Tugend und gehört zum guten Ton: Große Fenster zur Straße hin, in denen Kerzen oder Lampen und auch Blumen stehen, der Blick en passant in die „Gute Stube“ unverhängt und unbehindert offen für jeden Flaneur, ein Schaufenster der Familie: schaut her, wir haben nichts zu verbergen!
Anderswo denkt man darüber naturgemäß anders. Einen Einblick ins private Urlaubsparadies Balkonien oder auf die Rosenzucht im Garten des Pensionisten zu nehmen ist ungehörig, vielleicht, weil Deutsche und Österreicher wirklich neugierig sind, während in Nordeuropa nur die Geste der Offenheit von Bedeutung ist, die niemand wirklich ausnutzen würde. (Denn: Hony soit qui mal y pense.)
In Kolbermoor bei Rosenheim will sich eine ganze Stadt der kalten, interesselosen Fotolinse der auf die Streetview-Karren geschnallten Kameras verweigern, [1] öffentliche Gebäude wie Schulen oder Kindertagesstätten sollen nicht weltweit als Abbildung im Internet aufgerufen werden dürfen. Auch Privateigentümern will die Stadt Hilfestellung beim Einspruch gegen den umstrittenen Internet-Gigant leisten.
Eine der großen Gefahren einer solchen einmaligen Ablichtung einzelner Häuser in ganzen Straßenzügen in ganzen Städten ist für viele Menschen die Gefahr, Haus und Grund könnten anonym und vor allem unbemerkt ausgespäht werden und potentiellen Fassadenkletterern und Einbrechern die Abbildungen frei Haus liefern.
Darum musste sich Google-Cheftechniker Ed Parsons bei einem Aufenthalt in Salzburg mit der Frage konfrontieren lassen, ob es Erkenntnisse gebe, dass mit der Einführung des Google Streetview-Dienstes die Zahl der Einbrüche in den entsprechenden Gegenden gestiegen sei: "Es gibt nirgends in Europa Beweise, dass die Zahl der Einbrüche gestiegen ist, seit es Street View gibt. Einbrüche geschehen meist spontan und wenn es sich um organisierte Kriminalität handelt, kundschaften die Verbrecher lieber die Gegend mit dem Auto aus, um die genauen Bedingungen am Einbruchstag abzuchecken".
Vielleicht erinnert sich noch der ein oder andere an den Diebstahl der Saliera von Benvenuto Cellini aus dem Kunsthistorischen Museum in Wien am 12. Mai 2003. [2] Der Einbrecher war kurz vor vier Uhr Nachts über ein temporär aufgestelltes Baugerüst in die Museumsräume eingestiegen. Hätte Streetview eine Aufnahme einige Jahre früher gemacht, wäre das Baugerüst nicht zu sehen gewesen – und hätte den Dieb nicht auf die Eingebung gebracht; wäre eine Aufnahme zum Zeitpunkt der Tat entstanden, wäre heute ein Möchtegern-Arsène-Lupin bitter entrüstet, wenn er vor der nicht mehr eingerüsteten Fassade des KHM stehen und schließlich unverrichteter Dinge wieder abziehen müsste.
Nicht für künftige Einbrecher, sondern im Normalfall für Touristen und künftige Mieter wird Google Streetview also eine reelle Orientierungshilfe sein, die das „Biedermeier-Schnäppchen“ des Maklers schnell als „Bruchbuden-Schlappe" werden entlarven können, ohne wertvolle Zeit mit Besichtigungen zu vergeuden.
Quelle: salzburg.orf.at
Bildnachweis: Archivalia KG (Dr. Klaus Graf), Merian Streetview anno 1650 in Weimar
Joachim Losehand am Montag, 12.07.2010 16:29 Uhr
Verstößt Google Streetview nicht nur gegen zentraleuropäische Vorstellungen von Privatsphäre und Datenschutz, sondern unterstützt der Dienst auch Einbrecher bei der Suche nach geeigneten Objekten? Einbrecher fahren auch Auto oder essen Brot... wir benötigen dringend ein Gesetz d ...
Wirklich selten soviel Schwachsinn wie zum Beispiel im Zitat gelesen. dito Das einzige, was dum³³³³ ist, sind User, die ihre sinnbefreiten Kommentare einfach zwischendurch reinknallen und somit den Lesefluss stören.. ohne jeglichen Zusammenhang. Von daher Topic ...
Google hätte einfach Anleitungen etc veröffentlichen sollen, dann hätte es genug gegeben welche ihnen die Arbeit abnehmen, dann hätten die User es hochgeladen und google hätte nicht mal die Gesichter zensieren müssen. Der Thread hier ist dum³³³³³³. Wirk ...
erkennt dich wieder am Shirt, wie du vor der Konkurrenz rumhockst. Wie will mein Chef mich anhand eines Shirts erkennen, wenn mein Gesicht unkenntlich gemacht wird? Auf der Arbeit werde ich das Shirt nicht tragen! Und AG haben weder StreetView noch sonst etwas gebra ...
Weil natürlich alle Einbrecher von der Straßenseite kommen :rolleyes: Paranoia 2.0 ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
Kämpfe als Held in diesem einzigartigen Fantasy Game. Viele Gefahren und Abenteuer erwarten dich!
spielen
Erschaffe deine eigene Insel und erobere die Welt. Krieg oder Wachstum - deine Strategie entscheidet!
spielen
Werde Gladiator und kämpfe im antiken Zeitalter um Ruhm und Ehre. Gehe Bündnisse mit anderen Spielern ein und kämpft gemeinsam gegen die schrecklichen Barbaren.
spielen
Ziehe als einsamer Waldläufer oder an der Seite von Kampfgefährten in einem Fantasy-Spiel von Abenteuer zu Abenteuer.
spielen
Tritt gegen legendären Samurai aus Japan des 19. Jahrhundert an und werde der gefürchtetste aller Samurai.
spielen
Tritt in eine epische Schlacht zwischen Werwölfen und Vampiren, in der nur die Stärksten überleben werden, ein.
spielen