
Deutschland braucht sich nicht zu verstecken. Schon im Jahr 2001 waren in der Bundesrepublik rund 60% aller Menschen „drin“, während man in Österreich noch zögerlich war: hier hatten erst 47% aller Haushalte einen Zugang zum Netz.[1] Fast eine Dekade später, im Internet-Jubel-Jahr haben die Österreicher ihre Nachbarn prozentual überholt, inzwischen sind 76% aller österreichischen Haushalte [2] mit einem Internetzugang versehen, in Deutschland sind es 72%. [3]
In Österreich sind 84% aller Männer bzw. Burschen (D: 79,5%) und rund 68% aller Frauen oder Mädchen im Netz (D: 64,8%); 97% aller 14-29jährigen (D: 94,5%), 91% aller 30-39jährigen und noch 84% aller 40-49jährigen haben Internetzugang (D: 85% aller 30-49jährigen). [4]
Bildung und Einkommen beeinflussen das Nutzungsverhalten der Menschen: je besser ausgebildet man ist und je mehr man verdient, desto häufiger findet man einen Menschen im Netz: „Während 92 Prozent der Deutschen mit einem monatlichen Haushaltseinkommen von mehr als 3000 Euro ins Netz gehen, sind es nur knapp 50 Prozent derjenigen mit einem Einkommen von weniger als 1000 Euro.“ [5]
Wärend unverändert deutsche wie österreichische Schüler fast vollständig das internet frequentieren, nutzen nur 50% aller Menschen mit abgeschlossener Volksschule (ohne Lehre) und rund 60% mit zusätzlich abgeschlossener Lehre das Internet, während über 88% der Menschen mit Matura oder abgeschlossenem Studium im Netz sind. Auch in Österreich korrelieren „Bildungsferne“ mit „Technikferne“: „Menschen mit Pflichtschulabschluss nutzen das Internet deutlich weniger als Menschen mit Matura oder Hochschulabschluss“ [6].
Gerade der Zusammenhang zwischen (formaler) Bildung und Internetnutzung macht es schwierig, der von Matthias Horx vertretenen Prognose einer „Proletarisierung“ der (sozialen) Netze zu folgen. [7] Auch wenn die „early Adopters“, die technikaffin und gut ausgebildet sind, immer neue Hypes entdecken und ihnen in deren Kielwasser die breite Masse nachsurft, wobei die Langsamen vom neuesten Großen Treck nicht erfaßt werden und als Bodensatz bleiben könnten, wird das Semantic Web (3.0) das Social Web (2.0) nicht ablösen, sondern ergänzen. Aber das sind schon wieder keine Facts, sondern Fiktionen.
Quelle: tagesschau.de, (n)onliner Atlas 2010
Bildmaterial: integral - AIM (Austrian Internet Monitor)
Joachim Losehand am Freitag, 09.07.2010 09:24 Uhr
Wobei es natürlich auch dort Ausnahmen gibt. Aber weil man auch in Diskussionen mitunter was lernen kann und viele lehrreiche Quellen im Internet findet (sogar die Wikipedia), kann man sich dort fast genau so gut wie mit Lehrbüchern bilden. ...
Auf der anderen Seite denke ich, dass viele Leute kein Internet haben wollen und das hat nichts mit Dummheit zu tun. Zudem können viele auch keins bekommen. Wer will schon 50€ für DSL 1000 im Monat zahlen?!? Wenn man sieht was man heute für 50€ bekommt, dann ist ...
Dachte schon die News wäre veraltet. Habe das wohl bei Tagesschau gestern gelesen :D Ich kenne keine Person, die ohne Internet bei seinem Bildungsweg zurecht kommt. (Evtl. bei der Hauptschule, aber da bin ich mir auch nicht so sicher) Man könnte zwar in Bibliotheken gehen oder so, aber Google ist ...
Dagegen steht eine aktuelle Meldung der Tagespresse, dass es keine WM-Feier in Berlin geben... Ach nee, falsche Schlagzeile. :D Laut Tagespresse sind rund 19 Millionen Deutsch nicht im Internet, wobei die größte Gruppe der "Offliner" ältere Frauen sind. Ja..Mutt ...
wobei die größte Gruppe der "Offliner" ältere Frauen sind. die sind sicher auch noch ganz woanders offline :D:beer: ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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