
Was man von den aktuellen Tönen des US-amerikanischen Musikers Prince halten soll, ist beileibe nicht einfach zu erklären. Nach langer Zeit hat er einer britischen Zeitung (Daily Mirror) ein Exklusiv-Interview gegeben. Kurz vor dem Release seines neuen Albums "20Ten". Dieses wird am 10. Juli erscheinen. Das Album wird es jedoch nicht im Plattenladen um die Ecke, oder im Mega-Elektrodiscounter geben. Auch die Online-Musikportale wie iTunes werden leer bleiben.
Wie der Verkauf dann stattfindet? Die CD wird erneut als Beigabe diverser Magazine auf den Markt geworfen. In Deutschland wird die Scheibe dem "Rolling Stone" Magazin beigelegt sein. Während des Interviews erklärt Prince, wieso er iTunes und anderen digitalen Läden den Rücken kehrt: "Das Internet ist vollständig vorbei. Ich sehe keinen Grund, weshalb ich meine neue Musik an iTunes oder sonst wen geben sollte. Sie werden mich nicht im Voraus bezahlen und dann werden sie nur aggressiv, wenn sie [meine Musik] nicht bekommen."
Wieso auch die regulären Plattenläden auf dem Trockenen sitzenbleiben müssen, ergibt sich daraus leider nicht. Doch Prince legt mit einem interessanten Vergleich nach: "Das Internet ist wie MTV. MTV war einmal hip und plötzlich war es nicht mehr gefragt. Egal, diese ganzen Computersachen und digitalen Spielereien sind nicht gut. Die füllen deinen Kopf nur mit Zahlen und das kann dir nicht gut tun."
Das Vorgehen von Prince ist hier in jeder Hinsicht schwierig zu beurteilen. Sich dem digitalen Markt völlig abzuwenden, scheint der falsche Weg zu sein. Den physischen Plattenmarkt vollständig abzusägen jedoch ebenso.
"Ich glaube wirklich daran neue Wege zu finden, um meine Musik zu verbreiten", so der Künstler gegenüber dem Mirror. Eines ist sicher: Seine Fans werden sich um die verbreiteten Exemplare reißen. Durch die Abstinenz von herkömmlichen Vertriebswegen erzeugt er in jedem Fall Aufmerksamkeit.
Quelle: billboard
Bild: flickr by Scott Penner unter CC-BY-SA
Klaus Müller am Mittwoch, 07.07.2010 10:45 Uhr
Warum setzt denn jeder Interpret auf iTunes? Weil es die ZUKUNFT ist, und weil es auch ziemlich viel Geld bringt. Genau :rolleyes: Und die Stalinisten waren auch die Zukunft - schließlich rannte ja jeder mit. iTunes ist gerade für unbekannte Musiker nicht das ge ...
Naja, woher er das Wissen hat, ist fraglich. Seine Argumentation ist brüchig und sein Standpunkt unverständlich - es entgehen ihm sicherlich einige potenzielle Käufer (/Downloader ;D) wenn er das Album nicht im Internet veröffentlicht. Warum setzt denn jeder Interpret auf iTunes? Weil es ...
Immerhin ist er Konsequent. Statt sich lustig zu machen, sollte ma lieber guggen O.O wie dieses Pince Experiment läuft ^^ Immerhin versucht er die ganze Sache mal von einer gaaaanz anderen Seite aufzuziehen. Vertrieb nur über Musik Magazine. Mal sehen was daraus wird *gesp ...
Existenzfragen und insbesondere Leistungsdruck machen die Leute krank, nicht das Internet. Aber früher war ja alles besser .. ;) 1. Habe ich nie behauptet. 2. Habe ich auch nie behauptet, dass das Internet die Menschen krank macht - Aber es trägt eben auch nicht zu ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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