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Klima-Aktien-Diebstahl hat Folgen für Bundesumweltamt

Der massenhafte Diebstahl und Weiterverkauf von Emissionsrechten - sogenannten "Klima-Aktien" - Anfang des Jahres wird ein juristisches Nachspiel haben. Die Betroffenen wollen das Bundesumweltamt verklagen - es geht um Millionen von Euro.

Die Angreifer hatten durch Phishing-Taktiken Zugriff auf das Emissionshandelssystem erlangt und eine große Menge der dort gehandelten Emissionsrechte entwendet (gulli:News berichtete). Diese wurden anschließend weiterverkauft. Experten schätzten die entstandenen Schäden bereits damals auf mehrere Millionen Euro. Mittlerweile wird davon ausgegangen, dass die Angreifer rund 3,2 Millionen Euro erbeuteten.

Bald kam es auch zu einer Diskussion über die Sicherheit des Handelssystems. Schon kurz nach dem Vorfall kündigten die Verantwortlichen an, neue Sicherheitsmaßnahmen implementieren zu wollen (gulli:News berichtete). Diese sollen, so der aktuelle Stand, im Herbst fertiggestellt sein. Dabei soll unter anderem die Identifikation der Käufer strenger gehandhabt werden. Dabei will man auf den neuen elektronischen Personalausweis zurückgreifen.  

Von mehreren Seiten wurde nach dem Vorfall sowohl an den technischen Maßnahmen als auch an der Schulung der Mitarbeiter Kritik laut. Diese Kritik veranlasste nun die Betroffenen dazu, Klage gegen das Umweltbundesamt einzureichen. Sie werfen den Verantwortlichen vor, durch mangelhafte Sicherheitsmaßnahmen den massenhaften Diebstahl der Emissionsrechte erst ermöglicht zu haben. Jede Stadtsparkasse nutze bessere Sicherheitstechniken als die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) des Umweltbundesamtes, so der plakative Vorwurf eines der Betroffenen, eines mittelständischen Unternehmers. Mehrere Betroffene wollen Klage einlegen. Zahlreiche juristische Einzelheiten sind aber noch unklar, so dass die Erfolgschancen der Klagen schwer abzuschätzen sind.

 Quelle: onlinekosten.de

Annika Kremer am Samstag, 03.07.2010 21:53 Uhr

tagsTags: klima phishing

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6 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Annika_Kremer am 04.07.2010 14:30:13

    Was ja auch genau unser Job als primär mit IT befasste Seite ist. ;) ...

  • Mordechai am 04.07.2010 02:35:34

    e entstandenen Schäden bereits damals auf mehrere Millionen Euro. Mittlerweile wird davon ausgegangen, dass die Angreifer rund 3,2 Millionen Euro erbeuteten. Peanuts Allein bei den Rechten, mit denen die Deutsche Bank gehandelt hat, soll der Fiskus um 160 Millione ...

  • wolfkid am 04.07.2010 00:11:40

    Ebend... Wird eh nur Schindluder mit getrieben, egal ob geklaut oder nicht. Genau wie die Schönrechnerei beim CO2-Ausstoß der Fahrzeugflotte eines Herstellers. Entweder es wird CO2 eingespart, dann richtig, oder aber gar nicht. Und das alles ohne Tricksereien. Sonst ändert bzw. bessert sich nie ...

  • ottaku am 03.07.2010 23:57:41

    Jede Stadtsparkasse nutze bessere Sicherheitstechniken als die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) des Umweltbundesamtes, so der plakative Vorwurf eines der Betroffenen Liegt vielleicht daran, dass die Stadtsparkasse eine Bank ist und keine Vereinigung die sozial schwache Länder ...

  • Konne am 03.07.2010 23:21:07

    Die Bekundung der Klageabsicht ist doch eine bereits eingetretende Folge, aus der sich sicherlich weitere ergeben werden ^^ ...

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