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ASCAP: Spenden für Kampf gegen Creative Commons

Die ASCAP will Spenden sammeln, um gegen Organisationen vorzugehen, deren Agenda angeblich die Arbeit ihrer Mitglieder gefährde.

Die American Society of Composers, Authors and Publishers(ASCAP) will gegen eine weitere Bedrohung des Copyrights vorgehen. Die seit 1914 existierende Organisation stellt ein amerikanisches Äquivalent zur GEMA in Deutschland dar und bemüht sich um Verwertungsrechte bei öffentlichen Aufführungen von Musik, Musiker wie Louis Armstrong und Jimi Hendrix wurden bereits von ihr vertreten. Die ASCAP hat in den letzten Jahren bereits mehrmals in eher unrühmlicher Weise von sich reden gemacht. So wollte sie pauschale Lizenzgebühren erheben, weil sie Lieder als Handyklingeltöne als öffentliche Aufführungen ansah, und nannte Bruce Springsteen als Kläger in einem Prozess gegen einen Pub in New York, ohne dass der Musiker eingewilligt hatte.

Nun hat die ASCAP einen Spendenaufruf an ihre Mitglieder gestartet. Die Spenden sollen zum aus diesem Grund gegründeten Legislative Fund for the Arts(ALFA) fließen. Ziel des Ganzen ist es, das Vorgehen gegen Organisationen zu ermöglichen, die sich für das sogenannte Copyleft einsetzen. Zu den "Verdächtigen" zählen die Electronic Frontier Foundation(EFF), die Organisation Public Knowledge, die gegen eine Urheberrechtsverschärfung in den USA kämpft, und Creative Commons, eine gemeinnützige Gesellschaft, die dafür bekannt ist, dass sie mehrere Lizenzmodelle für Künstler entwickelt hat. Diese Organisation würden sich, laut Argumentation der ASCAP, unter dem Deckmantel des Einsatzes für Konsumentenrechte einzig und allein dafür stark machen, dass Musik kostenlos verfügbar sein solle. Mit Hilfe der erhofften Spenden soll nun die Finazierung der ALFA gesichert werden, deren Aufgabe es sein soll, in den Legislativorganen wie dem Senat oder dem Kongress die Lobbyarbeit der ASCAP zu unterstützen.

Eine erste Reaktion auf die Vorwürfe der ASCAP kam bereits von Creative Commons. Man habe nicht die Absicht, das Copyright auszuhöhlen, so die Organisation. Sie würde lediglich Alternativen anbieten, die eine höhere Flexibilität aufweisen. Die CC-Lizensierung besäße klare Angaben, was ein Konsument mit dem Werk machen dürfe, außerdem könnten vollständig unter der CC-Lizenz veröffentlichen oder auch nur teilweise freigeben. Wer eine vollkommene Kontrolle über seine Lizenzrechte wünsche, sollte von einer CC-Lizenz absehen, so der Sprecher der Organisation Eric Steuer.

 

Quelle: golem.de

Bild: lumaxart under CC-BY-SA

Christian Maxheimer am Montag, 28.06.2010 18:28 Uhr

tagsTags: ascap creative commons

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18 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • DasFragezeichen am 29.06.2010 10:02:51

    Allerdings wäre der komplette ausschluss solcher organisationen natürlich durchaus erstrebenswert. Solche zecken gehören ausradiert. Meinte ich doch. Sie sollten kein Linux, kein Firefox und auch sonnst nichts in der Art verwenden dürfen. Nur Dinge wofür sie orde ...

  • Knuffbox am 29.06.2010 09:32:38

    deren Aufgabe es sein soll, in den Legislativorganen wie dem Senat oder dem Kongress die Lobbyarbeit der ASCAP zu unterstützen. Heißt im Klartext: "Bitte geben Sie uns Geld, damit wir auf Landesebene Politiker bestechen können, um unsere Interessen unte ...

  • blahblah am 29.06.2010 06:38:20

    So ein weltfremdes, realitätsfernes Gedankengut kann wirklich nur im heutigen Kapitalismus entstehen.. Die Klagebegründung will ich sehen. :p ...

  • Hasron am 29.06.2010 00:13:15

    Sie wollen sämtliche größeren, freien Lizenzen diskreditieren und somit die Etablierung von Werken die unter dieser stehen verhindern. Sprich wenn man schon nicht gegen die Lizenz an sich vorgehen kann, so will man zumindest durch Prozesse die Anbieter die dahinter ste ...

  • alter_Bekannter am 28.06.2010 23:28:01

    Ich sammle ab jetzt spenden gegen die Sonne, wen nervt es nicht das es im Sommer so tierisch heiss ist? Gebt mir Geld und ich unternehme was dagegen. Wenn ich über die nötigen finaziellen Mittel verfüge baue ich riesige ANlagen die einen Ort nach dem anderen vor dem ältesten Feind der Menschlic ...

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