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Irland: Majorlabels verklagen den Provider UPC

Im Kampf gegen Filesharing verklagen die Majorlabels nun einen weiteren irischen Provider. Diesmal ist UPC Communications Ireland Ltd. an der Reihe. Nach Ansicht der Kläger unternimmt der Provider nicht genug im Kampf gegen illegales Filesharing.

Seit vergangenem Donnerstag kämpft der irische Provider UPC Communications Limited gegen fünf der größten Labels auf der Welt. Geklagt hat neben den bekannten vier Majorlabels EMI Records, Sony Music Entertainment, Universal Music und Warner Music auch das Label WEA International. Sie werfen dem Provider vor, nicht genügend Maßnahmen gegen illegales Filesharing zu ergreifen. Der dadurch entstehende Schaden würde jährlich bei 20 Millionen Euro liegen.

Die Argumentation des Providers, dass man lediglich ein Dienstleister sei, der Informationen weiterleitet, sei unzureichend. Mit dieser Argumentation hatte es auch der größte irische Provider Eircom versucht. Dieser knickte jedoch während der Verhandlung ein und kooperiert seither mit den Majorlabels. Seit wenigen Wochen setzt Eircom intern eine Three-Strikes-Regelung gegen die eigene Kundschaft um. Denn genau dies war die Forderung der Labels.

Im Falle von UPC stellt man eine andere Forderung auf. Die Kläger haben festgehalten, dass UPC selbst für die Handlungen seiner Kunden verantwortlich sei, wenn diese den Provider nutzen. Dies beinhalte beispielsweise auch Personen, die auf The Pirate Bay oder eine andere Website zugreifen, auf denen illegale Downloads erleichtert werden. Per Gerichtsurteil will man nun erwirken, dass UPC seinen Kunden den Zugang zu den Seiten verwehren muss. Sie sollen also gesperrt sein. Sollte der Provider diese Anforderung nicht erfüllen können, sei er in jedem Falle an den Urheberrechtsverletzungen mitschuldig.

Wie der Vorsitzende der Irish Recorded Music Association (IRMA), Willie Kavanagh erklärte, sei man auf UPC sowie den Provider BT Communications zugegangen. Man habe beide aufgefordert, die Maßnahmen zu integrieren, die auch mit Eircom vereinbart wurden. Beide Provider weigerten sich. Darüber hinaus wurde BT wenig später von Vodafone übernommen. Die "vereinbarten Maßnahmen" drehen sich primär um eine Three-Strikes-Regelung. Bis zu drei Verwarnungen ergehen an einen Anschlussinhaber, wenn über dessen Internetzugang urheberrechtlich geschützte Werke illegal verbreitet werden. Beim vierten Verstoß wird die Internetleitung für ein volles Jahr gekappt.

Die Majorlabels haben bereits im Vorfeld einen "48-Stunden-Scan" des UPC und BT Netzwerks durchgeführt. Dabei will man ermittelt haben, dass monatlich 37.500 Urheberrechtsverletzung über deren Netzwerke begangen werden. Neben UPC und BT hat man bereits weitere Provider ausgewählt, gegen die man vorgehen will.

Quelle: ireland
Bild: reelbox

Klaus Müller am Samstag, 19.06.2010 11:26 Uhr

tagsTags: upc

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14 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • ottaku am 20.06.2010 11:19:46

    Man, die Provider sollen den Büros der Majors einfach die Leitung kappen. Vielleicht sind'se dann einfach mal ruhig die Spacken. Da fällt einem ja nichts mehr ein xD ...

  • vga am 19.06.2010 16:24:07

    Frage: "Dürfen die einfach so ein ganzes Netzwerk überwachen?" Gibts kein Gesetz gegen diese Man in the Middel Taktik ;) Für mich hört sich das so an als versuchen sie die Inernetsperre jetzt über die ISP's einzuklagen, weil sie bisher recht erfolglos bei den regierungen in europa sind, welche ...

  • siggraph am 19.06.2010 16:15:14

    contentindustrie & lernfähigkeit ? werdn wir das noch zu lebzeiten erleben ? ...

  • Juuichi am 19.06.2010 16:08:41

    Das hat mich doch spontan zu einem gedicht inspiriert: Filesharing Keine ahnung, maul weit auf So hört man bullshit nur zuhauf Von politik und industrie Kapieren werden die es nie. So ziehn unsere recken in die schlacht Sie haben den anwalt mitgebracht Zum kampfe der hydra, die allseits b ...

  • GBK666 am 19.06.2010 12:51:57

    Das war mir klar, aber Politiker scheinen darin eine Lösung zu sehen. Weniger die Politiker als die Medienindustrie ...

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