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Explosion bei Demo war keine Splitterbombe

In Bezug auf die Explosion bei der Demonstration in Berlin am vergangenen Samstag gibt es neue Erkenntnisse. Berlins Innensenator erklärte am heutigen Donnerstag, dass es sich nicht - wie von einigen Seiten zunächst angenommen - um eine Splitterbombe handelte.

Bei der Demonstration, bei der gegen die Sparpläne der Bundesregierung demonstriert wurde, kam es zu einer Explosion, die mehrere Polizeibeamte verletzte. Nach der Explosion herrschte zunächst Verwirrung. Obwohl schon bald mehrere Videos im Internet auftauchten, widersprachen sich die Berichte teils extrem. Auch die Verletztenzahlen wurden je nach Quelle höchst unterschiedlich angegeben. Aktuell wird die Zahl mit zwei schwer- und zehn leichtverletzten Polizeibeamten angegeben, die mittlerweile alle aus dem Krankenhaus entlassen wurden. Einige Quellen berichteten, bei dem Explosivkörper habe es sich um eine Splitterbombe gehandelt, während andere Beobachter dies bezweifelten (gulli:News berichtete).

Nun brachte Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) gegenüber dem Berliner Abgeordnetenhaus zumindest teilweise Licht ins Dunkel. Er erklärte, es habe sich laut kriminaltechnischer Untersuchung um Pyrotechnik für Berufsfeuerwerker gehandelt. Diese darf in Deutschland nicht an Privatpersonen ohne entsprechende Ausbildung verkauft werden. Körting berichtete, es gebe keine Hinweise darauf, dass der Feuerwerkskörper in irgendeiner Form manipuliert worden sei. Die Verletzungen der Beamten kamen nach Körtings Bericht durch den Druck der Explosion zustande, der dafür sorgte, dass "Pappstücke sowie Teile der Schutzbekleidung tief in die Beine der Beamten eingedrungen seien.

Drei junge Männer im Alter zwischen 21 und 33 Jahren werden der Tat verdächtigt. Sie sind momentan auf freiem Fuß, da der Tatverdacht nicht für eine Untersuchungshaft ausreichte. Medienberichten zufolge gehören die drei zum "linksextremen Spektrum".

Körting nahm die Tat zum Anlass, um eine härtere Bestrafung von Gewalt gegen Polizeibeamte - oder andere Einsatzkräfte - zu fordern. In diesem Zusammenhang sprach er sich für die Einführung eines separaten Straftatbestandes für derartige Taten aus. 

Quelle: ddp/taz

Annika Kremer am Donnerstag, 17.06.2010 18:17 Uhr

tagsTags: demo demonstration berlin

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55 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • qna am 22.06.2010 11:05:52

    Genau, Steine, Flaschen und Knallkörper fliegen ja auch immer erst nachdem Polizisten die Masse zerprügelt haben. Meine Fresse, mach die Augen auf. Die Stressaktionen auf Demos liegen nicht an den Polizisten sondern an der zu geringen Hirnmasse einiger (Ich betone: Einiger ...

  • wizard2k am 21.06.2010 21:11:52

    Ich habe nur diese Grafik gefunden. Da geht es aber um politisch motivierte Straftaten (also auch das Tragen/Besitzen von Hakenkreuzen). Wie gewaltbereit die einzelnen Gruppen in Bezug zu ihrer Mitgliederanzahl ...

  • Hasron am 21.06.2010 21:02:05

    Gewälttätiger sind Rechte mit Sicherheit. Das hätte Bild.de in dem Zusammenhang vielleicht mal erwähnen sollen :rolleyes: Mit Sicherheit? Gibts da aktuelle Zahlen für? Also ich kenne aus beiden Lagern "Anhänger" die friedfertiger als meine Großmutter sind ...

  • wizard2k am 21.06.2010 20:48:36

    2009 gab es rund 60 Prozent mehr Gewalttaten von Linksextremisten als im Vorjahr Warte mal... hat da nicht die Regierung gewechselt? Ein Statistiker würde wahrscheinlich eine statistische Korrellation entdecken :D Rechte begehen übrigens wesentlich mehr Straftaten als Lin ...

  • MrDraco am 21.06.2010 19:31:08

    Nein. Das ist einer der Rechtsfreien Räume von denen immer geredet wird.:T (Du kannst dich an den Sendebeirat http://www.presserat.info wenden... Was du von denen bekommst ist dir aber hoffentlich klar:rolleyes:) P.S.: War das schon dran? [ ...

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