Erst vor wenigen Wochen hat der Bundesgerichtshof geklärt, ob der Anschlussinhaber eines offenen WLANs zivilrechtlich zur Verantwortung gezogen werden kann. Dies scheint jedoch nicht die einzige bedeutende Entscheidung im europäischen Raum zu bleiben. Das finnische Justizministerium arbeitet nach aktuellen Angaben an einem neuen Gesetzesentwurf. Dieser soll die strafrechtlichen Sanktionen für die Nutzung eines offenen WLANs beseitigen.
Aus einer Überreaktion heraus hatte man die Benutzung (nicht das Aufsetzen!) eines offenen WLANs als strafrechtlich relevant betrachtet. Wer eine Verbindung zu einem offenen WLAN herstellte, beging praktisch eine Straftat. Aufgrund der enorm zunehmenden Verbreitung solch offener Funknetze wurden dadurch jedoch zahlreiche Menschen kriminalisiert, obwohl diese keinerlei schlechten Absichten hatten.
Inzwischen hat man erkannt, dass es kaum möglich ist, die "Täter" festzustellen. Darüber hinaus sei es inzwischen ein Leichtes geworden, WLAN-Netzwerke abzusichern. Auch der tatsächliche Schaden, der durch die unbefugte Nutzung durch Dritte entstanden sei, wäre minimal. Die Menge der Ungereimtheiten übersteigt also den tatsächlichen Nutzen um ein Vielfaches.
Für den Endnutzer ist es darüber hinaus nicht immer möglich zu unterscheiden, mit welchem Zweck das WLAN aufgesetzt wurde. Soll es offen verfügbar sein? Oder war es vielmehr ein Versehen? Fragen, die sich nicht ohne weiteres abklären lassen. Tatsache ist, dass die Zahl offener und zugleich öffentlicher WLANs drastisch zugenommen hat. Eine weitere Kriminalisierung der Bürger sei somit abwegig und nutzlos.
Quelle: techdirt
Bild: flicky by nicolasnova unter CC-BY
Klaus Müller am Samstag, 12.06.2010 12:23 Uhr
Warum sollten die Hersteller den Kunden einschränken? Das käme denen sicherlich nicht in den Sinn. Passiert doch mittlerweile. Zum Glück bieten die meisten aktuellen Router mittlerweile eine Setuproutine an in der eine WLAN Verschlüsselung gleich mit eingerichte ...
Warum sollten die Hersteller den Kunden einschränken? Das käme denen sicherlich nicht in den Sinn. ...
Ich finds nur lächerlich, warum kann man denn die Verschlüsselung bei Routern ausschalten, da sind doch die Hersteller gefragt, das unverschlüsseltes WLan einfach nicht möglich sein darf/kann. Und davon ab, wenn ich von einer Telefonzelle zb. bei einem Krankenhaus ne Bombendrohung mache, kann auch ...
Bei offenen WLAN Netzen würde ich zumindest ein Contenfilter einschalten, ähnlich wie es viele Firmen handhaben. Auch eine Beschränkung der Bandbreite wäre sinnvoll. Hierzulande wäre das aus Eigenschutz auch zwingend notwendig. Ich sehe das in etwa so wie mit einem Telefonanschluss, wenn ich da jede ...
Die skandinavischen Länder haben tatsächlich noch eine am Gemeinwesen orientierte Demokratie. Wirtschaftsverbände und Geldaristrokatie konnten die politische Landschaft bislang nur eingeschränkt beeinflussen. :T ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Sener Dincer am 14.06.2013, 11:47 Uhr
Bezugnehmend auf die anhaltende Protestbewegung gegen Ministerpräsident Erdogan hat nun auch der StudiVZ-Gründer Ehssan Dariani seine Ansichten offenbart. Via Facebook-Mitteilung teilt er mit, dass möglicherweise die Zeit für einen bewaffneten Kampf gegen die türkische Regierung gekommen sei – und zwar „Stauffenberg-like“.