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USA will Attentäter zukünftig im Voraus erkennen

Was klingt wie eine Utopie aus einem bekannten Kinofilm soll von Homeland Security in die Tat umgesetzt werden. Durch Informationsverknüpfung sollen Attentäter im Voraus erkennbar sein - ein zielführendes Projekt?

Technisch ist es durchaus möglich, die Körpersignale einer Person in einer Menschenmenge zu erkennen. Am einfachsten lässt sich dies durch biometrische Sensoren in der Umgebung bewerkstelligen. Doch bedeutet das, dass auf diese Weise auch potentielle Attentäter ganz einfach auszumachen sind?

Ein aktuelles Forschungsprojekt des US-amerikanischen Heimatschutzministeriums (Department of Homeland Security, DHS) soll genau dies erreichen. Ein Wissenschaftlerteam soll daher feststellen, ob es möglich ist, mit High-End-Geräten Personen mit böswilligen Absichten in Menschenansammlungen auszumachen. Das Projekt, das von derselben Behörde geleitet wird, die auch den Stealth Bomber entwickelte, lief bereits 2007 an. Es basiert auf der immer noch unbewiesenen Ansicht, dass Technologie Körper- und Verhaltenssignale sowie unterschwellige Veränderungen der Stimme etwa durch Stress sowohl identifizieren als auch interpretieren kann, wodurch das arglistige Vorhaben einer Person im Voraus berechenbar wäre. Aus deterministischer Sicht ist diese Idee sicherlich reizvoll, aus realistischer jedoch extrem unwahrscheinlich.

Doch tatsächlich ließ Bob Burns, der stellvertretende Leiter der damit betrauten Homeland Security Advanced Research Project Agency (HSARPA), dazu verlauten, man konzentriere sich auf die Voraberkennung terroristischer Akte.

Die zuständigen Forscher verknüpfen dazu hochauflösende Kameras mit schwachen Lasern und Geräten zur Überwachung biometrischer und Standortveränderungen. Diese messen unter anderem die Erweiterung der Pupillen, Körpertemperatur, Herzfrequenz und Unruhe der Bewegung. Dadurch sollen Vorhersagen möglich werden.

Die Forschungsarbeit an der Erkennung negativer Absichten hat bis heute etwa 20 Millionen US-Dollar verschlungen und zeigt, wo die Zukunft der Screening-Technologie liegt: Das Ziel, das es künftig zu identifizieren gilt, ist nicht mehr ein explosiver Gegenstand oder ähnliches, sondern die Person hinter dem Vorhaben.

Doch die Forschungsarbeit hat bisher noch kaum Früchte getragen. Trotz hohen technischen Aufwands ist es nur allzu oft nicht gelungen, Personen, die direkt mit fehlgeschlagenen Anschlägen in New York  oder Virginia in Zusammenhang standen, schon bei der Einreise zu erkennen. Aber das Heimatschutzministerium will sich so schnell nicht geschlagen geben und forscht weiter. Und solange der "Kampf gegen den Terror" nicht endet, sind die Forschungsgelder sicher.

Quelle: Fudzilla

Julia Klein am Donnerstag, 03.06.2010 19:44 Uhr

tagsTags: homeland security anschlag usa terroranschlag überwachung verhaltenserkennung

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34 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • MonKei am 04.06.2010 21:05:50

    Verängstigte Spinner an der Macht. Und das meine ich bei der zweiten Ecke des Gedankens. ...

  • wolfkid am 04.06.2010 20:37:10

    jedoch hat auch user124 nicht ganz unrecht Nicht nur das. Ein Anschlag, Attentat oder bspw. Piraterie ist natürlich prinzipiell nicht zu rechtfertigen. Aber wie Volker Pispers schon sagt. Ich hoffe Sie können eine Begründung von einer Rechtfertigung unterscheiden. Wenn Menschen per ...

  • Shodan_v2-3 am 04.06.2010 20:20:42

    Das ist doch totaler Schwachsinn, so eine Technik ist noch für Jahrzehnte viel zu ungenau, da schlüpfen einige durch und andere werden fälschlich erkannt. Wir sollten anfangen jeden Menschen wöchentlich einem Lügendetektortest zu unterziehen in dem er Fragen zu allen Freunden, Verwandten und Mi ...

  • unpolitisch am 04.06.2010 18:55:00

    Ich gucke auch gerade "Lie to me". Ich kann jetzt auch schon Attentäter erkennen und sehen, ob jemand was zu verbergen hat. Man sollte dafür ein Schulfach einführen und jeden reisenden Menschen an jeder Grenze der Welt erst einmal eingehend überprüfen. Wartezeiten von einer Woche muss man dann ...

  • TRON2 am 04.06.2010 17:45:35

    Passt schon. Dafür bekommt man heutzutage den Friedensnobelpreis. Mit den richtigen Foltermethoden kann man auch wenn man mal falsch lag, es wieder richtig stellen. Passt also auf jeden. http://s.gullipics.com/image/h/l/c/hq2x3b-6yd89-21nu/img.jpeg ...

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