Der unabhängige IT- und Tech-Kanal!
internet.board.entertainment.games.hardware

Scareware-Betrüger in den USA angeklagt

Nicht nur Viren richten Schaden an, auch vermeintliche Anti-Viren-Software ist eine Bedrohung. Einen Nutzen davon haben nur die Betreiber: mehr als 100 Millionen $ sollen drei Männer eingenommen haben. Ihnen wird jetzt der Prozess gemacht.

Sich vor den Gefahren, die im Internet lauern, wirksam zu schützen, ist der berechtigte Wunsch eines jeden Internetnutzers. Selbst wenn man regelmäßig seine Daten auf externen Festplatten sichert, ist der Aufwand, einen einmal eingefangenen Virus wieder loszuwerden und den Schaden zu begrenzen, oft sehr groß: das dauert, das kostet und das nervt. Wie schön, wenn man beim Surfen im Netz selbständig mit einem Pop-Up darauf aufmerksam gemacht wird, dass der Computer sich mit einem Virus infiziert hat. Mit der Problem-Diagnose wird dem Nutzer dann auch gleich die Problem-Lösung angeboten. Und damit fangen die wahren Probleme an.

Denn Warnungen, die nicht von einer eigenen installierten Software ausgegeben werden, sind meistens getürkt, barer Unsinn, mit dem den Ahnungslosen eine Anti-Viren-Software verkauft werden soll. Wenn man Glück hat, ist diese 30 bis 70 Dollar teure Software wirkungslos, hat man - wie so häufig - Pech, richtet die vermeintliche Hilfe noch mehr Schaden an - und man wird den lästigen "Helfer" auch kaum mehr los.

Das Geschäft mit der Angst ist profitabel, das wissen nicht nur die Politiker. Auch clevere Geschäftsleute können so zu einigem Reichtum gelangen. Die Betrugsbranche boomt im Netz, gerade die Pseudo-Software ist ein regelrechter "Renner". Das nun vom FBI wegen Betrugs angeklagte Trio aus zwei US-Bürgern und einem Schweden hatte weltweit mehr als 100 Millionen Dollar mit seinen betrügerischen Machenschaften "erwirtschaftet". Dabei macht der Erlös aus dem Verkauf nur einen Bruchteil der Gewinne aus, der Löwenanteil stammt aus der Flut von Werbeanzeigen, mit der die Betroffenen überschwemmt werden. Dieser Fahndungserfolg der US-Behörde dürfte aber angesichts der weitverzweigten Schattenwirtschaft nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein. Auch sitzen findige Betrüger immer wieder an neuen digitalen "Erlösmodellen", mit denen sie ihren Opfern Schaden zufügen können. So konnten auch E-Mail-Schädlinge wie "Conficker" vom Nutzer unbemerkt solche "scareware" installieren und mit ständigem Virenalarm viele zur Verzweiflung bringen und Weißglut treiben.

Ob Scareware, Abofallen oder - neuester Streich - falsche Abmahnungen per E-Mail wegen angeblicher copyright-Verletzungen: im Netz gibt es viele Gefahren, vor denen man sich auch als aufgeklärter Nutzer vielleicht nicht immer schützen, sich aber immer dagegen wehren kann.

Quelle: pressetext.at

Joachim Losehand am Samstag, 29.05.2010 19:24 Uhr

tagsTags: scareware symantec computerbetrug online-betrug

Bookmark and Share
Rating Rating Rating Rating Rating
vgwort
 
Weitere interessante News
9 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • eliveo am 31.05.2010 16:06:59

    Nein, es gibt noch mehr "Scareware-Betrüger" als diesen hier. Vor allem haben die ja praktisch mehr oder weniger aus solchen Urteilen gelernt und machen das immer geschickter. ...

  • Hasron am 30.05.2010 12:33:41

    100 mio kann ich mir kaum vorstellen als Einnahme. Das würde ja bei $20 bedeuten dass sie 5 Mio leute abgezockt haben. Das ist einfach zu hoch für eine einzelne Bande. Lesen hilft! 30-70$ steht bereits in der News. Dann evtl. auch mal in die Quelle schauen. Die h ...

  • Suddel am 30.05.2010 12:03:30

    Das Geschäft mit der Angst ist profitabel, das wissen nicht nur die Politiker. Schöne Analogie :) ...

  • z0xy am 30.05.2010 11:49:44

    Nicht schlecht, jedoch kann ich nicht glauben das der Betrag so hoch ist. Naja ein bisschen spannender machen. ...

  • Duckmichweg am 30.05.2010 11:04:20

    Ich bin dafür, diese Personen auszuzeichnen! Anstatt jemanden um Hilfe (sei es aus der Nachbarschaft, Familie oder Freundeskreis) zu bitten, zahlt man lieber für irgendeinen Müll Geld - in der Hoffnung, dass es die Probleme aus der Welt schafft. Hatte vor kurzem bei meiner Tante den Fall, dass ...

weitere Kommentare lesen     Nachricht kommentieren

 
Fotostrecke
News [Kurioses]

Apple filterte den Begriff "Jailbreak" im iTunes Store

Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr

befreit: ipad 3 & iphone 4s

Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.

mehr mehr lesen...

Browsergames
Gondal World

TOPTIPP: Gondal World

Kämpfe als Held in diesem einzigartigen Fantasy Game. Viele Gefahren und Abenteuer erwarten dich! Escaria spielen

Escaria

Escaria

Erschaffe deine eigene Insel und erobere die Welt. Krieg oder Wachstum - deine Strategie entscheidet! Escaria spielen

Artyria

Artyria

Werde Gladiator und kämpfe im antiken Zeitalter um Ruhm und Ehre. Gehe Bündnisse mit anderen Spielern ein und kämpft gemeinsam gegen die schrecklichen Barbaren. Artyria spielen

Gondal

Gondal

Ziehe als einsamer Waldläufer oder an der Seite von Kampfgefährten in einem Fantasy-Spiel von Abenteuer zu Abenteuer. Gondal spielen

Last Emperor

Last Emperor

Tritt gegen legendären Samurai aus Japan des 19. Jahrhundert an und werde der gefürchtetste aller Samurai. Last Emperor spielen

Nightcreeps

Nightcreeps

Tritt in eine epische Schlacht zwischen Werwölfen und Vampiren, in der nur die Stärksten überleben werden, ein. Nightcreeps spielen

gulli:picsArtikel empfehlengulli RSS News Feedsgulli RSS NewsPresso Feedsgulli:Newslettergulli twittertgulli bei facebookgulli:news im AppStoreSeitenanfang