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Australien: Illegale Downloads nehmen zu

Laut der aktuell veröffentlichten Studie "CCi Digital Futures 2010: The Internet and Australia" laden immer mehr Australier urheberrechtlich geschützte Werke aus Tauschbörsen.

Der australische Musikmarkt entwickelt sich prächtig. Immer mehr Menschen nutzen die legalen digitalen Angebote, um an Musik zu gelangen. Allein im vergangenen Jahr wuchs der Markt um 4,3 Prozent. Nichtsdestotrotz nimmt auch ein anderer Bereich stetig zu. Gemeint sind damit illegale Musikdownloads. Die Befragung von 1.000 australischen Bürgern im vergangenen Jahr hat dies ermittelt.

Da die Mehrheit der australischen Bevölkerung inzwischen über Breitband-Internetzugänge verfügt, könne sich dieses Phänomen weiter ausbreiten. Rund 28 Prozent der Australier würden Musik aus illegalen Quellen herunterladen. Das bedeutet einen Anstieg von rund vier Prozent zur vorhergehenden Studie aus dem Jahr 2007. Rund 12 Prozent der Befragten gaben an, jede Woche Musik aus dem Netz zu laden.

Besonders interessant sind dabei vor allem die Hintergründe, wieso die Konsumenten so handeln. Zu den Hintergründen befragt, nannten diese am häufigsten die folgenden drei Punkte: Einfach, leicht zu benutzen sowie kostenlos. Rund 30 Prozent der Befragten erklärten darüber hinaus, dass die Möglichkeit, Musik kostenlos herunterzuladen ihr Kaufverhalten bei Musik beeinflusst habe. Sie würden weniger Musikstücke legal erwerben. Dieser Wert hat sich seit der vorhergehende Studie aus dem Jahr 2007 kaum verändert. In Verbindung dazu erklärten 33 Prozent der Teilnehmer, dass sie mehr Musik kaufen würden. Im Jahr 2009 waren es nur noch rund 27 Prozent.

Ein harter Rückschlag für die Musikindustrie. Doch die Studie offenbart auch einen Lichtblick. So kauften 2007 lediglich 8 Prozent der Befragten Musik in Online-Shops. Dieser Wert hat sich bis zum Jahr 2009 mit rund 19 Prozent verdoppelt. Auch scheint es fast so, als ob man den Musik-Shops nach wie vor nicht das Vertrauen entgegenbringen würde, die sie erhalten könnten. Jeder vierte Befragte erklärte, dass er nach wie vor eine physisch greifbare CD aus dem Geschäft bevorzugen würde.

Die Studie kann hier im Volltext heruntergeladen werden. Sie unterliegt einer CC-BY-Lizenz.

Quelle: billboard
Bild: apo unter CC-BY

Klaus Müller am Freitag, 21.05.2010 17:20 Uhr

tagsTags: australien

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vgwort
 
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9 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • patrick90 am 22.05.2010 01:21:09

    1000 Menschen sind als repräsentative Menge recht wenig finde ich, aber die Tendenzen sind zu erkennen. ...

  • paper_scratcher am 21.05.2010 20:34:11

    Glückwunsch, Australien ! Auf dass jeder einzelne von euch frei, individuell und selbstbestimmt seinen Weg durch die Musikwelt beschreitet. Und habt kein schlechtes Gewissen, das sollten Kreise haben, die lieber normale Bürger mit unlauteren Methoden drangsalieren, anstatt sich wirtschaftlich an n ...

  • LoL-O_Mat am 21.05.2010 19:46:11

    Das ist echt wiederlich. Widerlich mit ie ist auch, nun ja, du weißt schon. ...

  • .G.i.R. am 21.05.2010 19:40:27

    Die laden da alle torrent wie die wilden. :D Alle Altersklassen. Die kennen nix anderes^^ (persönlich er- und mitgelebt). :D:D ...

  • TRON2 am 21.05.2010 19:35:32

    Na insgesamt konsumieren sie mehr,das ist doch gut. Woran das wohl liegen kann? Um so leichter man an neue Inhalte kommt, um so mehr wird konsumiert. Das trifft natürlich auch auf Urheberverletzungen zu. Meist ist es aber immer noch leichter auf einen Link zu klicken, als sich irgendwo zu registrie ...

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