Mit einer Mehrheit von 8 zu 1 Stimmen kamen Kanadas höchste Richter zu dem Schluss, dass im Zeitalter von Blogs, Twitter und anderen neuen Medienformen die Medienlandschaft chaotisch ist, um ein grundsätzliches Recht auf Quellenschutz einzuführen und verantwortlich umzusetzen. "Letzendlich kann kein Journalist einer Quelle totale Vertraulichkeit versichern. Alle derartigen Arrangements beinhalten notwendigerweise das Risiko, dass die Identität der Quelle am Ende aufgedeckt wird," so die Richter. Es sei "grob vereinfachend", Journalisten allein entscheiden zu lassen, ob sie einer Quelle Vertraulichkeit zusichern.
Die Richter stuften die vorgeschlagene Art des Quellenschutzes als allzu große Einschränkung von "Kriminalitätsbekämpfung und anderen verfassungsmäßig anerkannten Rechten wie der Privatsphäre" ein. Die Privilegien von Journalisten seien "sehr vom Kontext abhängig", auch wenn das Interesse der Öffentlichkeit an freier Information bei der Abwägung stets eine große Rolle spiele, heißt es in der Urteilsbegründung.
Im Einzelfall ist es durchaus möglich, dass zu Gunsten der Vertraulichkeit der Quelle entschieden wird. Jedoch wollen die Richter verhindern, dass es allzu einfach ist, Vertraulichkeit zu erlangen, da dies in ihren Augen einen Missbrauch begünstigen würde. "Das öffentliche Interesse an der Meinungsfreiheit ist von immenser Bedeutung, aber es ist nicht absolut und muss, unter Umständen wie den momentanen, gegen andere wichtige Interessen abgewogen werden - darunter die Untersuchung und Unterdrückung von Straftaten," so einer der Richter.
Einige Beobachter vermuten, dass kanadische Journalisten künftig sehr viel vorsichtiger mit vertraulichem Material sein werden und dieses unter Umständen sogar zerstören könnten, statt es zu archivieren. Auch mögliche Informanten könnten angesichts des neuen Urteils davon Abstand nehmen, mit ihrem Wissen zur Presse zu gehen.
Quelle: The Globe and Mail
Annika Kremer (g+) am Samstag, 08.05.2010 00:01 Uhr
Manchmal ist Gulli echt schlimm!! Nicht nur das sämtliche Interessenverbände alles überdramatisieren müssen,nein jetzt auch hier. Ein Sack Reis in China fällt um >>> Drohende Nahrungsknappheit lässt Preise an der Börse explodieren,wird die Menschheit untergehn?? ...
Naja so schlimm ist das Urteil nun nicht: The court recognized that many vital public issues have been enhanced by investigative reporting and that confidential sources in these sort of cases will very possibly win court approval in future for confidentiality arrangements. In manchen ...
Ein Urteil des kanadischen höchsten Gerichts wird von vielen Beobachtern als harter Schlag für die Pressefreiheit eingestuft. Der Versuch, umfassenden Quellenschutz für alle Formen von Medien durchzusetzen, wurde von den Richtern abgelehnt. [url=http://www.gulli.com/news/kein-uneingeschr-nkter-quel ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.