
Der Name und das Geburtsdatum genügte und schon bekamen mehr als 4000 außenstehende Handelsvertreter der Postbank Zugriff auf die Kontobewegungsdaten des jeweiligen Postbankkunden. Ohne jegliche Rücksprache oder Zustimmung der betroffenen Kunden konnte man einsehen, wie viel Geld die Person auf dem Konto hat und was die Einnahmen oder Ausgaben sind. Mit der Offenlegung dieser Kontodaten hat die Postbank nach Auffassung des nordrhein-westfälischen Datenschutzbeauftragten Ulrich Lepper bewusst gegen die Datenschutzbestimmungen verstoßen. Nun muss die Bank mit Sitz in Bonn tief in die Tasche greifen. Er verhängte ein Bußgeld in Höhe von 120.000 Euro.
"Die Postbank ist eindeutig zu weit gegangen. Ich frage mich, was das Bankgeheimnis noch wert sein soll, wenn rund 4.000 freiberufliche Außendienstmitarbeiter weit über eine Million Kontodatensätze von Kundinnen und Kunden abrufen können", so Lepper. Der Datenschutzbeauftragte von NRW betont, dass es sich bei Kontobewegungen um sehr sensible Daten handle.
So könne man beispielsweise herausfinden, wer sein Einkommen von der Sozialbehörde bekomme, wer eine Rechnung an eine auf Herzkrankheiten spezialisierte Klinik überweise oder wer welche Zeitung abonniert hat. "Diese Daten dürfen weder von Banken und erst recht nicht von Handelsvertretern für Werbezwecke ausgewertet werden", schlussfolgert er.
Kurz nachdem der Datenskandal im Herbst 2009 aufgedeckt wurde, hat die Postbank den Zugriff der Handelsvertreter auf die Girobewegungsdaten technisch unterbunden.Wie es ein Vertreter der Postbank am heutigen Freitag mitteilte, werde das Geldinstitut auf die Zahlung des Bußgeldes keinen Widerspruch erheben.
Quelle: futurezone.orf.at
Sener Dincer am Freitag, 07.05.2010 12:25 Uhr
wow....120000€ für eine Million Kundendaten....also 12Cent pro Datensatz. Für ein Unternehmen, das im ersten Quartal 2010 131Millionen Gewinn gemacht hat([URL="http://www.postbank.de/-snm-0184304830-1273304567-0119900010-0000000268-1273311042-enm-postbank/pr_presseinformation.html?newsid=1272270 ...
120.000 € ist für ne Bank so, als müssten wir 1c fürs gebliutzt werden Zahlen ^^ ...
Beim nächsten Mal sind se Wiederholungstäter und dann ist die Strafe höher. ...
Wieso? Ist doch super... Für eine 120.000€-Gebühr darf man Daten verkaufen, die man sonst nicht verkaufen dürfte... ...
120k sind wirklich weniger als nichts für ne Bank. 2 Autos Da sind deren Rundungsfehler wohl größer :confused: Bilanzsumme 226,61 Mrd. Euro Unser Datenschutzgesetzte sollten wirklich mal dringendst überarbeitet werden. ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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