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Hypponen will Internetnutzern die Adminrechte entziehen

Wie könnte man das Internet sicherer machen? Mikko Hypponen, Leiter der Forschungsabteilung bei der IT-Sicherheitsfirma F-Secure, hat einen Vorschlag: allen Benutzern mit Internetzugriff sollen die Administrator-Rechte entzogen werden.

Ohne Administrator-Rechte würde ein Großteil der Malware nicht funktionieren - so die Logik hinter diesem Vorschlag. "Es hätte längst getan werden sollen," ist Hypponen überzeugt. Der Sicherheitsexperte zieht als Vergleich gängige Smartphone-Plattformen heran. Diese hätten ein völlig anderes Sicherheitsmodell - viele Plattformen lassen nur vom Hersteller signierte Software zu - und würden damit Angriffen vorbeugen. Dagegen "kann beim Internet jeder jederzeit neue Software hinzufügen". Dies, so Hypponen, sei zwar gut für Bastler, aber schlecht für die Sicherheit. Daher schlägt Hypponen vor, bei PCs ein ähnliches Modell wie bei Smartphones einzuführen.

Als zunehmend attraktiven Angriffsvektor sieht Hypponen vor allem Social Networks und ähnliche Dienste. Über den sozialen Aspekt und den Missbrauch des vom Benutzer aufgebrachten Vertrauens könne man am effektivsten angreifen, so der Sicherheitsforscher. Er ist daher überzeugt, dass Angriffe über diese Dienste weiterhin ein Problem darstellen und in ihrer Häufigkeit eher noch zunehmen werden.

Mikko Hypponen

Mikko Hypponen

Als weiteres Problem bei der Sicherheit im Internet sieht Hypponen die Tatsache, dass sich eine effektive Strafverfolgung oftmals sehr schwierig gestaltet. Die Möglichkeiten, Kriminelle international zu verfolgen, seien begrenzt, die Möglichkeiten, seine Spuren zu verwischen, hingegen um so größer, kritisiert Hypponen.

Neben diesen Problemen erfüllt den Sicherheitsexperten auch die oftmals fehlerhafte Risiko-Einschätzung der Benutzer mit Besorgnis. "Die Internet-Revolution ist nicht so alt. Unser Sinn für Risiko und Kriminalität hat sich komplett in der realen Welt entwickelt," gibt er zu bedenken. So sei es für den Durchschnitts-Internetnutzer oftmals schwierig, zu begreifen, dass auch sehr weit entfernte Kriminelle eine Bedrohung darstellen. Zudem komme es vor, dass einige Menschen Sympathien für Cyberkriminelle in armen Ländern entwickeln würden, die "reiche, dumme Menschen aus dem Westen" bestehlen. 

Quelle: The Inquirer

Bilder: Foto von Mikko Hypponen von gohsuket @ Flickr unter CC-BY, "Become An Administrator" by Kn0p3XX @ DeviantArt

Annika Kremer (g+) am Montag, 03.05.2010 19:35 Uhr

Tags: cyberkriminalität cybercrime f-secure hypponen

 
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83 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • overnight6785 am 04.05.2010 18:22:06

    Was hat der Typ geraucht.... Das Zeug scheint ja echt gut zu sein. Gut das ich solch einer Firma kein Gelg in den Rachen geworfen habe. Sonst können die noch mehr von dem guten Zeug kaufen und noch mehr gute Ideen ausbrüten. ...

  • LoL-O_Mat am 04.05.2010 16:19:36

    Da lob ich mir doch mein Linux, da kann ich alles machen, sogar ohne Adminrechte surfen Geht sonst natürlich nirgends :rolleyes: wie wärs mit dem prinzip was es wahrscheinlich schon seit jahren bei unix/linux und sogar apple gibt?! ic ...

  • agrarbayer am 04.05.2010 16:05:25

    ...Auch das ständige updaten der Virenscanner ist total das falsche. ...Immer wieder zerstören diesen Virenscanner absolut virenfreie System hier mal eins der zahllosen Beispiele. ... Zähl doch bitte noch ein paar diese ...

  • ATMega8 am 04.05.2010 15:30:55

    Wie läuft das eigendlich auf Linux: Muss man da für die kommerziellen Spiele auch immer einen Kernel-Treiber mit Root-Rechten installieren? Ich kenne nur ein kommerzielles Spiel für Linux (nativ): Unreal Tournament 2004, das hatte aber auf Linux ausser der Serial gar ke ...

  • Farzi am 04.05.2010 14:55:20

    @Farzi Du vergisst nur leider die netten Beigaben bei Spielen. Der Kopierschutz landet nämlich oft woanders. Die Kopierschütze(r) wurden explizit erwänt. Mit "Eins ist natürlich klar: spielehersteller werden darauf verzichten müssen, komische Kopierschutztreiber ...

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