
In vielen Ländern ist die Situation für Journalisten noch immer kritisch. "Immer noch verdienen aus unserer Sicht 40 Politiker, Regierungsvertreter, paramilitärische und terroristische Organisationen, kriminelle Netzwerke und Führer radikal-religiöser Gruppen den Titel 'Feinde der Pressefreiheit'. Sie verfolgen kritische und unabhängige Journalisten, greifen dabei auf Mittel wie willkürliche Verhaftungen zurück und wenden Gewalt an", so ROG.
Schon zum wiederholten Male stehen beispielsweise der Präsident von Eritrea und Südamerikanische Rebellengruppen und Drogenkartelle auf der Liste. Ebenfalls schon oft auf der Liste und dieses Jahr erneut aufgeführt: die Regierung der Volksrepublik China. Dem Land wird von ROG eine "repressive Politik gegenüber Medien" vorgeworfen. So werden aus Anlass der aktuellen Weltausstellung werden etwa in Shanghai mehrere Dutzend Menschenrechtsaktivisten von der Polizei überwacht. Auch den Regierungen Nordkoreas und Turkmenistans werden extreme Einschränkungen der Pressefreiheit vorgeworfen.
Neu auf die "Liste der Feinde der Pressefreiheit" hat ROG philippinische Milizen genommen. Die bewaffneten Gruppen verüben häufig im Auftrag von Clanchefs oder korrupten Politikern Attentate auf Journalisten. Seine verstärkten Repressionen gegen kritische Journalisten haben ebenfalls dem jemenitischen Präsidenten Ali Abdallah Saleh den Titel "Feind der Pressefreiheit" eingebracht. Seine Regierung versucht Medienmitarbeiter an einer Berichterstattung über die Militäroperationen gegen Rebellen im Norden und über separatistische Bestrebungen im Süden des Landes zu hindern.
Der in Pakistan und Afghanistan operierende Talibanchef Mullah Omar führt seinen „Heiligen Krieg“ unter anderem ausdrücklich gegen die Presse. Im vergangenen Jahr verübten die Anhänger des islamischen Fundamentalisten rund 40 Angriffe und Anschläge gegen Journalisten und Medien. Im westafrikanischen Land Nigeria ist der Titel „Feind der Pressefreiheit“ vom Geheimdienst auf die Polizei unter Ogbonna Onovo übergegangen. Der Oberinspektor der Polizei ermutigt seine schlecht ausgebildeten Männer, Gewalt gegen Journalisten anzuwenden, die versuchen über die häufig brutalen Einsätze der Polizei zu berichten.
Vorerst nicht mehr gelistet ist unter anderem der somalische Geheimdienstchef Mohamed Warsame Darwish, ehemals verantwortlich für bewaffnete Überfälle auf Medien, willkürliche Festnahmen von Reportern und Erschießungen von Journalisten: Im Dezember 2008 wurde er aus dem Amt entlassen.
Diese Extrembeispiele zeigen, dass es in vielen Ländern der Welt noch immer lebensgefährlich ist, über bestimmte Ereignisse zu berichten. Und auch in westlichen Demokratien könnte die Pressefreiheit oftmals besser sein - zwar haben Journalisten hier nicht den Tod zu befürchten, aber rechtliche Schikanen und das Unterdrücken von Informationen sind, je nach Land mehr oder weniger häufig, ein großes Problem für die Berichterstattung. Es ist also zu hoffen, dass der internationale Tag der Pressefreiheit das Bewusstsein für diese Probleme stärkt.
Annika Kremer am Montag, 03.05.2010 12:57 Uhr
Selbstzensur beim ZDF? ... http://www.imagebanana.com/img/oa6vkeor/mm.gif ...
Ob Absage von Markus Lanz - Medien - Tagesspiegel auch hier reinpaßt? ...
Keine Quelle und kein Link zur Liste? :( Hat jemand die offizielle Liste? Würde mich auch sehr interessieren. google?!! :) Artikel: http://en.rsf.org/predators2010-03-05-2010,37235.html Liste: http:// ...
Keine Quelle und kein Link zur Liste? :( (...) Würde mich auch sehr interessieren. ...
Keine Quelle und kein Link zur Liste? :( Hat jemand die offizielle Liste? ...
Lars Sobiraj am 10.05.2012, 13:17 Uhr
Zoe.Leela ist Sängerin und eine engagierte Kritikerin der GEMA, die sich aus ihrer Position als Kreative heraus in der Urheberrechtsdebatte zu Wort meldet. In ihren "vier Thesen" behandelt sie unter anderem die mangelnde Transparenz, den undemokratischen Aufbau und die ungerechte Verteilung der Einnahmen der GEMA. Künstler, kleine Labels und Käufer seien die Verlierer, kritisiert sie.
Lars Sobiraj am 10.05.2012, 17:25 Uhr
Der Anbieter "TIME for kids" bezeichnet sich selbst als "langjähriger Vorreiter im Kinder- und Jugendschutz in Deutschland". Die Software des Unternehmens blockiert derzeit an diversen Schulen von Nordrhein-Westfalen den Zugang zum Wahlprogramm der Piraten. Die Webseite wurde von der automatischen Filtersoftware als möglicher Marktplatz illegaler Drogen ausgemacht und gesperrt.
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