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BSA: Schonfrist für Raubkopierer?

Der Interessenverband Business Software Alliance (BSA) verzichtet im Mai darauf, Hinweisen auf illegale Software in Firmen nachzugehen. Allen Unternehmen, die bereits registriert sind und gegen die nicht ermittelt wird, will man eine 30-tägige Schonfrist zugestehen.

Innerhalb der dreißig Tage sollen die Firmenchefs die "Software-Lizenzsituation" in ihren Abteilungen überprüfen. Natürlich möchte man damit auf die Geschäftsleitungen einwirken, dass diese ihre Produkte bei den Softwarehäusern käuflich erwerben. In den vergangenen Wochen und Monaten versuchte man bereits mit TV-Spots zunehmend Druck auf Firmen auszuüben. Die Reaktionen hätten die Raubmordkopierjäger überrascht, so gab man bekannt. Man sei erneut davon überzeugt worden, dass viele Manager eine deutliche Erinnerung an ihre Pflichten in Bezug auf die korrekte Softwarelizenzierung bräuchten, um endlich aktiv zu werden. Die Schonfrist im Mai soll ihren Teil dazu beitragen. Es bleibt natürlich abzuwarten, ob der eine oder andere Geschäftsführer lieber auf kostenlose wie offene Softwarelösungen wie Openoffice.org wechseln wird, anstatt eine Lizenz für jeden einzelnen Arbeitsplatz zu kaufen. Der Verband konnte alleine im Jahr 2006 in den USA 13 Millionen US-Dollar an Einnahmen für sich verbuchen. Die meisten Gelder stammten aber von kleinen Firmen. Die Lizenzbestimmungen für Software wurden vom Gesetzgeber oft so komplex gestaltet, dass diese nur größere Unternehmen im Detail befolgen können. Von daher ist es kein Zufall, dass es meist die Kleinen trifft.

Wer den Verein noch nicht kennen sollte - die BSA ist im Firmensektor quasi das Pendant zur GVU im privaten Bereich. Im Gegensatz zur Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) konzentriert man sich ausschließlich auf die illegale Anwendung von Software in Unternehmen.

Im aktuellen BSA-Spot "Es gibt gute Gründe, illegale Software zu melden" (siehe unten) werden frustrierte Angestellte und Freiberufller dazu ermuntert, unfaire Chefs anzuzeigen. Wer sich auch immer von seinen Vorgesetzten schlecht behandelt fühlt, könnte sich mit einer Anzeige dafür rächen, so die Message des kurzen Videos. Man hat zu diesem Zweck sogar eine eigene Telefonhotline geschaltet. Auch den Piraterie-Hinweis auf der Website der BSA soll man dazu nutzen, um Endanwender, Distributoren oder jegliche böse Stellen im Netz zu denunzieren. Die angekündigte Schonfrist gilt natürlich nicht für IRC-Kanäle, Websites, FTP-sites, bulletin board systems (BBS), Personen im Chat oder Binärbereiche im Usenet.

Quelle: GamesMarkt
Bild: bsa.org

Video: BSA Spot Deutschland: "Es gibt gute Gründe, illegale Software zu melden"

Lars Sobiraj am Freitag, 30.04.2010 17:25 Uhr

tagsTags: bsa

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20 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • RealFlyingHorse am 12.05.2010 09:01:43

    MMhh...selbst ich habe etwas in der Grundschule gelernt: Petzen mag keiner und haben auch keine Freunde! :D ...

  • petziatwork am 12.05.2010 08:40:05

    Aber die alte hat in dem Spot so´ne geile Anscheisserfresse... :D:T:p ...

  • Psycho Mantis am 03.05.2010 15:41:00

    wenn petzen nicht so saumässig assi wäre, würde ich auf meine ehemaligen arbeitgeber aufmerksam machen. nur so aus spass an der rache. aber denunzieren ist das letzte, also lass ichs. ...

  • wawnorden am 03.05.2010 15:17:26

    Find den Chef net so schlimm....die alte ist schlimmer. Hat mal nen Monat gepusht und will gleich ne Gehaltserhöhung und dann noch den Chef Erpressen....so behält sie ihren Job bestimmt. Der Chef hat doch Recht mit der Krise etc. Aber es ist ja nur nen Spot den es eigentlich schon recht lange ...

  • tulpenhaus am 02.05.2010 12:28:53

    Nicht weil ich umbedingt jemanden denunzieren will, sondern weil der Typ ein Arschloch ist und auf anderer Leute kosten Gewinne einstreicht inkl. mir (Keine Gehaltserhöhung). Haha, wie alt bist du bitte? Das nennt man SPOT, das ist nicht in echt passiert. :rol ...

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