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2015: 56 Mrd. Euro Verlust und 1,2 Mio. Kündigungen?

Die Studie des Beratungsunternehmens Tera Consultants malt für die Industrie einen regelrechten Piraterie-Teufel an die Wand. EU-weit soll es 2015 zu einem Schaden von 56 Milliarden Euro und 1,2 Millionen verlorenen Arbeitsplätze durch Filesharer kommen.

Die Firma Tera Consultants hatte den Auftrag im Rahmen einer Studie die negativen Auswirkungen von illegalen Downloads in Hinblick auf die europäische wie auch deutsche Kreativwirtschaft zu erfassen. Die illegale Nutzung urheberrechtlich geschützter Inhalte im Internet soll allein in Deutschland im Jahr 2008 bei Produktion und Vertrieb von Spielfilmen, TV-Serien, Musik und Software einen Schaden von 1,2 Milliarden Euro verursacht und damit rund 34.000 Arbeitsplätze gekostet haben. Für alle 27 EU-Staaten zusammen kalkulierte man für 2008 einen Verlust von 10 Milliarden Euro und 186.000 Jobs. Ohne konkrete Gegenmaßnahmen könnten es bis zum Jahr 2015 EU-weit 56 Milliarden Euro Verluste und rund 1,2 Millionen verlorene Arbeitsplätze werden.

Was man dabei bedenken sollte: Auftraggeber der Erhebung war die Anti-Piracy Initiative BASCAP (Business Action to Stop Counterfeiting and Piracy). Von daher dürfte die Bedrohung durch Filesharer deutlich schwärzer an die Wand gemalt worden sein, als sie wirklich ist. Die Studie zeigt auf, dass die gesetzeswidrige Benutzung des Internet zu einer massenhaften Piraterie von kreativen Werken in Europa geführt hätte, so Jeffrey Hardy, Koordinator von BASCAP. Scheinbar rechnet man dabei gerne zu den eigenen Gunsten hoch. So wird jeder illegale Download als entgangener Kauf eines Werkes behandelt. Dies ist allerdings fern jeder Realität, wie auch Henry Steinhau von der Freitag feststellte.

Doch wer ein hartes Strafrecht, die Überwachung des Webs, Three-Strikes, permanente Sperren von Webseiten oder eine legitime Verletzung des Datenschutzes fordert, muss mit harten Bandagen kämpfen. Es scheint, werden gefährdete Arbeitsplätze ins Argumentationsfeld gebracht, so hören die Gehirne vieler Zuhörer - vor allem der Politiker - augenblicklich auf zu arbeiten. Wegen der Berechnungsmethoden distanzierte sich bereits ver.di-Vertreter Heinrich Bleicher-Nagelsmann von der aktuellen Studie. Er regte stattdessen weitere Untersuchungen zu diesem Thema an.

Die Studie kann als Zusammenfassung oder komplett von der Website des BVMI bezogen werden.

Bild: luciferrebirth

Lars Sobiraj am Mittwoch, 28.04.2010 16:51 Uhr

tagsTags: bvmi brennerstudie

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25 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • king lui* am 29.04.2010 12:54:18

    Ich finde es ja immer bedenklich das es nie für erwähnenswert gefunden wird das das Geld, sofern vorhanden, nicht verschwindet, sondern in anderen Bereichen ausgegeben wird. Sollten alle RaubMordkopierer wirklich alles kaufen dann freut sich zwar mal die Kreativwirtschaft(naj ...

  • DEAlll am 29.04.2010 12:20:56

    ich hab neulich mal ne doku von roland emmerich gesaugt, die hiess 2012. wieso machen die sich also um 2015 sorgen? :D:D:D:D:T Glaube keiner Studie, die du nicht selbst gefälscht hast..:beer: ...

  • Tyche am 29.04.2010 12:00:30

    Ich finde es ja immer bedenklich das es nie für erwähnenswert gefunden wird das das Geld, sofern vorhanden, nicht verschwindet, sondern in anderen Bereichen ausgegeben wird. Sollten alle RaubMordkopierer wirklich alles kaufen dann freut sich zwar mal die Kreativwirtschaft(naja), dafür wundern sic ...

  • Lebenshelfer am 29.04.2010 09:13:47

    Ich will hier keine Verleumder und Lügner! TBuktu ...

  • grafs0n am 29.04.2010 00:37:48

    da hat wohl jemand den tag mit kaffeesatzlesen verbracht. so lange es für vergangene jahre keine fundierten statistiken gibt, ist das alles kalter kaffee ;) eigentlich ist es müßig über solch ein bullshit nachzudenken... ...

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