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Brennerstudie 2010 veröffentlicht

Auch 2009 befragte das Marktforschungsunternehmen GfK 10.000 Menschen. Teile der aktuellen Brennerstudie legte heute der Bundesverband Musikindustrie vor. Der Abmahnwahn zeigt Wirkung: Die Zahl der illegalen Downloads soll von 316 auf 258 Mio. in 2009 gesunken sein.

Der typische Filesharer ist demnach männlich und 20 bis 39 Jahre alt. Von den rund 4,5 Millionen Deutschen, die sich illegal mit Musik, Filmen, Games oder (Hör-) Büchern oder anderen digitalen Inhalten aus dem Internet versorgen, sind in der Altersgruppe der 20-29jährigen Männer mit 25 Prozent und bei den 30-39jährigen Männern mit 17 Prozent die meisten Filesharer vertreten. „Die Studie widerlegt die weitverbreitete Auffassung, dass es sich bei Tauschbörsennutzern überwiegend um Kinder und Jugendliche handelt, die sich die begehrten Produkte nicht leisten können“, kommentierte Stefan Michalk, Geschäftsführer des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI) die Ergebnisse der Erhebung. Unter den 10-19jährigen nutze noch nicht mal jeder zehnte Jugendliche (9 Prozent) die illegalen Angebote. Für die „Brennerstudie“ hat das Marktforschungsunternehmen GfK 10.000 Deutsche ab 10 Jahren zu ihren Gewohnheiten bezüglich Musikkopien und Musikdownloads befragt.

Musik war und bleibt legal wie illegal der begehrteste Inhalt im Netz. Allerdings ist die Zahl der Internet-RaubMordKopierer von 3,8 Millionen im Jahr 2008 auf 2,9 Millionen in 2009 deutlich zurückgegangen. Auch hier ist die Altersgruppe der 20-39jährigen Männer und Frauen mit 50 Prozent überproportional vertreten. Die Zahl der illegalen Musikdownloads sank von 316 Millionen in 2008 auf 258 Millionen in 2009, dem Abmahnwahn in Deutschland sei es gedankt! „Der Versand von Abmahnungen zeigt hier eindeutig Wirkung. Zwar würden wir viel lieber flächendeckend zunächst Warnhinweise versenden. Das ist aber ohne die Kooperation der Internet Service Provider nicht möglich“, so Michalk weiter. Das ist auch der Grund, warum sich der BVMI bis heute für das Three-Strikes-Modell ausspricht.

Die Studie zeigt auch, dass die Deutschen über Recht und Unrecht beim „Musiktausch“ im Internet gut informiert sind. Jeweils über 90 Prozent der Befragten gaben an, dass das Anbieten bzw. zugänglich machen über P2P-Netzwerke, Sharehoster, Newsgroups oder Blogs und Foren verboten ist. Für die meisten Befragten ist der Musiktausch im Internet sogar mit Diebstahl gleichzusetzen. Der Aussage: „Herunterladen ist kein Diebstahl, der Song ist ja nicht weg, auch wenn ich ihn habe“ stimmten nur 10 Prozent der Befragten zu, während 65 Prozent verneinten und 25 Prozent dazu keine Meinung hatten.

Dem Widerspruch zwischen dem Wissen um die juristischen Gegebenheiten und der Nutzung illegaler Tauschbörsen begegnen die Musikdownloader nach Annahme der Musikwirtschaft mit einer Vielzahl an psychologischen Rechtfertigungsmechanismen.

Ab sofort ist die Brennerstudie in Ausschnitten auf der Website des BVMI verfügbar. Wer es ganz genau wissen will, darf auch 149 Euro ausgeben, um die Vollversion käuflich zu erwerben.

Schild: ranXeroX/board.gulli.com

Lars Sobiraj am Freitag, 23.04.2010 15:43 Uhr

tagsTags: bvmi

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29 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • grafs0n am 24.04.2010 21:46:51

    glaube keiner statistik die du nicht selber gefälscht hast. :beer: ...

  • elvith am 24.04.2010 14:37:33

    Personen, die bei Frage 7b angegeben haben, Musikdownloads von Tauschbörsen / Sharehostern / privaten Websites / Blogs / Foren / ftp-Servern / Newsgroups getätigt zu haben Da muss es der Freien Musik aber schlecht gehen - die wird demnach ja auch weniger genutz ...

  • Kampfmelone am 24.04.2010 13:55:10

    Habt ihr euch mal die Definition von "Illegal" angesehen? http://www.heise.de/newsticker/meldung/Brennerstudie-2010-Zahl-der-illegalen-Musikdownloads-geht-zurueck-985604.html?view=zoom;zoom=1 unten links, etwas schwer zu lesen. Hier wird alles in einen gros ...

  • getyourkicks am 24.04.2010 11:40:49

    Habt ihr euch mal die Definition von "Illegal" angesehen? http://www.heise.de/newsticker/meldung/Brennerstudie-2010-Zahl-der-illegalen-Musikdownloads-geht-zurueck-985604.html?view=zoom;zoom=1 unten links, etwas schwer zu lesen. Hier wird alles in einen grossenTopf geworfen, was nicht z ...

  • BlauerHecht am 24.04.2010 10:11:25

    Dies sind 22% weniger. Gerne wird auch behauptet, der Schaden durch die Filesharer ist 1 zu 1 zum Umsatz zu sehen. Wenn dies also stimmen sollte, muss die Musikindustrie 22% mehr Umsatz gemacht haben und es muss ihr gut gehen. ...

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