
Mit aller Gewalt wurde die Digital Economy Bill durch das britische Parlament gepresst. Einstimmiges Ziel: Die Contentindustrie stärken, die Verbreitung urheberrechtlich geschützter Werke in Tauschbörsen unterbinden. Verbindungskappungen soll es vorerst nicht geben. In den kommenden 18 bis 24 Monaten gilt es, durch Warnbriefe die Zahl illegaler Downloads in Tauschbörsen um 70 Prozent zu minimieren.
Danach steht es der britischen Regierung frei, technische Maßnahmen durchzusetzen. Neben einer Drosselung der Surfgeschwindigkeit zählt dazu auch die Trennung der Internetverbindung für einen bestimmten Zeitraum. Der Vorsitzende der British Phonographic Industry, Geoff Taylor, will sich damit jedoch nicht unbedingt zufrieden geben. Im Gespräch mit Billboard erklärte dieser, welche Schritte er im Kampf gegen Piraten noch geplant habe.
Sollten die 70 Prozent Reduzierung nicht erreicht werden, so müsse man Klagen gegen die Urheberrechtsverletzer in Betracht ziehen. Insbesondere gegen die Schlimmsten. Dass dies besonders einfach wird, ermöglicht die Digital Economy Bill. Jede gemeldete Urheberrechtsverletzung eines Anschlussinhabers muss vom Provider nämlich protokolliert werden.
Erhält jemand während des anfänglichen "Belehrungszeitraums" viele Briefe, so ist er später ein heißer Kandidat für mögliche Klagen. Mit diesen Listen wäre es ein leichtes, die Herausgabe der Anschlussinhaberdaten vor Gericht zu erwirken. Danach wäre der Weg für jedwedes zivilrechtliche Verfahren frei. Wie Taylor erklärt, müsse man diese Methode eventuell auch in der Anfangsphase in Betracht ziehen. Zumindest für die "ungeheuerlichsten Täter".
Selbstredend hätte man eine technische Lösung des Problems - also Verbindungstrennungen - bevorzugt. Diese seien aber nicht zustande gekommen. "Die Regierung hat uns bedauerlicherweise nicht zugestimmt und entschieden, dass die technischen Maßnahmen nicht sofort eingesetzt werden. Stattdessen erwarte man von uns, dass wir einige Fälle vor Gericht bringen. Anhand dessen wolle man später messen, ob technische Maßnahmen überhaupt eingeführt werden oder nicht", so Taylor.
Wirklich neu wären Klagen selbstverständlich nicht. Diese sind bereits seit geraumer Zeit möglich. Erstmalig offen präsent wurde die British Phonographic Industry (BPI) damit im Jahr 2004. Wie Taylor jedoch erklärte, hätte man damals nicht die Mittel besessen, um eine Abschreckung der breiten Masse zu bewirken. Nun sei man jedoch wenigstens in der Lage, die massivsten Rechtsverletzer zu belangen.
Quelle: torrentfreak
Bild: tourdates
Klaus Müller am Samstag, 17.04.2010 22:17 Uhr
wo dann der ganze Laden von vermummten Leuten leer geräumt wird Falsch dann verbieten sie Kopftücher :D ...
... hier haste wenigstens schon 'mal 'ne Liste was alles abgemahnt wird: --> Initiative Abmahnwahn-Dreipage: Wer mahnt was ab Im Grunde also eine "Anti-shopping-Liste", sprich: Kein Geld mehr für DIESE sog ...
Ich frag mich welche Musikstücke da immer geladen werden hat jemand eine Top10? ...
Was würden die ganzen Troll-Industrien nur machen wenn es keine Piraterie mehr gäbe und trotzdem rote Zahlen geschrieben werden? Hm? Sündenbock? ...
von Moep2k7Ich glaub eher man kommt billiger weg, wenn man sein Zeug einfach im Laden klaut. :D das habe ich mir auch schon gedacht^^ irgendwann gibt es dann Diebstahl-Flashmobs wo dann der ganze Laden von vermummten Leuten leer geräumt wird, weil uns das Internet abgedreht wurde ;) ...
Julian Wolf am 27.05.2012, 21:08 Uhr
Die amerikanische Fluglinie „American Airlines“ muss sich aktuell gegen Vorwürfe wehren, das Unternehmen benachteilige Kunden mit bestimmten moralischen Ansichten. Weil eine Passagierin auf ihrem T-Shirt den Spruch „If I wanted the government in my womb, I’d f*ck a senator“ trug, konnte sie nicht an Bord ihres Anschlussfliegers.
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