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Neuseeland: Musikpiraten denunzieren leicht gemacht

Die Recording Industry Association of New Zealand will mit einer neuen Methode Musikpiraten an den Kragen. Eine jüngst gestartete Website ermöglicht die diskrete Meldung potenzieller "Ziele".

Denunziation ist auch im 21. Jahrhundert nach wie vor modern. Die Recording Industry Association of New Zealand (RIANZ) beweist dies. So hat man kürzlich das Webportal reportmusicpiracy.co.nz ins Leben gerufen. Dieses wendet sich in erster Linie an die einfachen Mitbürger. Mit Hilfe einer downloadbaren PDF-Broschüre werden sie in die Lage versetzt, illegale Kopien urheberrechtlich geschützter Werke sofort zu erkennen.

Die knappe Formel: Je schlechter die Qualität des Tonträgers oder CD-Covers, desto wahrscheinlicher handelt es sich um eine illegale Kopie. Dabei ist es mit Sicherheit nicht immer so einfach. Schließlich ist nicht jede gebrannte CD sofort ein Hinweis auf eine kleine "Piratenwerkstatt". Ungeachtet dessen ist es natürlich richtig, illegale Kopierwerkstätten oder Verkäufer illegaler Kopien zu melden. Schließlich bereichern sich diese massiv an den Produkten.

Bedauerlicherweise ist die Wahrscheinlichkeit nicht gering, dass auch Unschuldige in den Fokus geraten könnten. Die RIANZ hat zwar keine staatlichen Vollmachten inne, doch bekanntermaßen pflegt man gute Kontakte zu Polizei und Regierung. Den unliebsamen Konkurrenten auf der anderen Straßenseite zu melden, wird da schon fast zum verlockenden Angebot. Ob sich die RIANZ nämlich letztendlich für die persönlichen Daten des "Melders" interessiert, steht auf einem anderen Blatt.

Der Chief Executive Officer der RIANZ, Campbell Smith, sieht darin eine Chance: "Wir verfolgen, um [den Leuten] das Urheberrecht nahebringen zu können. Damit die Botschaft klar wird, dass es falsch ist, illegale Kopien herzustellen oder zu verkaufen. Die Polizei steht bei dieser Sache direkt hinter uns und sie haben einen wirklich großartigen Job gemacht, indem sie unsere Ermittlungen unterstützen und gegen die Rechtsverletzer vorgehen."

Die RIANZ geht landesweit gegen den Verkauf illegaler Kopien vor. Erst kürzlich hatte man einen Händler gefasst. Dieser soll am 12. Mai verurteilt werden. Im droht eine Geld- sowie Haftstrafe.

Quelle: billboard
Bild: reportmusicpiracy

Klaus Müller am Freitag, 16.04.2010 17:15 Uhr

tagsTags: neuseeland

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vgwort
 
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28 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Route6the6 am 18.04.2010 21:57:33

    In Neuseeland sind sie sowieso so Agressiv drauf. Am liebsten würden sie alle Mp3 von den Rechner löschen. Was ich nicht verstehen kann. Weil, auch Original Cd s klingen oft schlecht und bitte wer wird sich das antun und die Gebranten cd s melden wenn er sie eh schon gekauft hat ! Da macht er sich ...

  • Duckmichweg am 18.04.2010 17:41:19

    Ja das könnte man sicherlich in Erwägung ziehen. Aber möchte nicht jeder Mensch das tun, was er gut kann und worin er auch Spaß hat? Vielleicht sollte man es dann als ein Hobby ansehen? Wenn diese Person gut ist, kann er ja nebenberuflich ausüben (und somit Spa ...

  • mindfreakonline am 18.04.2010 15:23:54

    Aha. Wurde auch schon irgendwie nachgewiesen, dass das an den bösen Filesharern liegen soll, oder eher nicht? Es wurde nur nachgewiesen, das diese durch Filesharing oder kostenloses anbieten einger Tracks bekannt wurden. ...

  • LoL-O_Mat am 18.04.2010 14:05:55

    Zu Erstens: Natürlich handelt es sich um einen Diebstahl von geistigem Eigentum, schließlich hat er Hirnschmalz walten lassen. Diebstahl setzt vorraus, dass du jemandem etwas wegnimmst, was er vorher hatte, und danach nicht mehr hat. Wenn ich Musik kopiere, hat ab ...

  • d_dark_1 am 18.04.2010 11:51:06

    Wie wäre es mit einem Jobwechsel (welcher bezahlt wird)? Ja das könnte man sicherlich in Erwägung ziehen. Aber möchte nicht jeder Mensch das tun, was er gut kann und worin er auch Spaß hat? Ich bin mir bewusst, dass dies nur ein Wunschdenken ist, aber denn ...

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