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US-Verteidigungsminister kritisiert WikiLeaks-Video

US-Verteidigungsminister Robert Gates äußerte sich am vergangenen Dienstag zum von WikiLeaks geleakten Video über die Tötung von Zivilisten - darunter zwei Reuters-Journalisten - im Irak. Gates bezeichnete die Veröffentlichung des Films als "unverantwortlich".

Der Film wurde von der Bordkamera eines Apache-Helikopters aufgenommen und zeigt, wie die Besatzung auf Zivilisten am Boden schießt, bei denen sie Waffen vermutet (gulli:News berichtete). Bei dem Angriff wurden auch zwei Angestellte der Nachrichtenagentur Reuters, der Fotograf Namir Noor-Eldeen und sein Assistent Saeed Chmagh, getötet. Zwei Kinder wurden schwer verletzt, als der Minivan ihres Vaters beschossen wurde, als dieser versuchte, den Verletzten des ersten Angriffs zu helfen. Das Video sorgte bei vielen Zuschauern für Empörung. Zahlreiche Zeitungen und Fernsehsendungen berichteten über die Vorfälle, kamen allerdings teilweise zu widersprüchlichen Interpretationen.

Nun meldete sich auch US-Verteidigungsminister Robert Gates zu Wort. Er erklärte, die Veröffentlichung des Videos sei "unverantwortlich" und das Video zeige lediglich einen sehr eingeschränkten Blickwinkel des Krieges. Gates verteidigte außerdem die "Rules of Engagement" des US-Militärs, die die Regeln für Gefechte festlegen. Man tue alles, um zivile Opfer zu vermeiden, aber manchmal seien Todesfälle unvermeidlich, so der US-Verteidigungsminister. "Wir müssen der Wahrheit ins Gesicht sehen: Wir sind im Krieg und unsere Gegner… benutzen Zivilisten. Sie bringen Zivilisten absichtlich in Gefahr," erklärte er.

WikiLeaks (Logo)

WikiLeaks (Logo)

Gates sagte, die kürzlich bekannt gewordenen Fälle ziviler Todesopfer im Irak und in Afghanistan würden die Position der USA in Bezug auf Menschenrechte nicht untergraben. Er erinnere sich in Afghanistan an keinen einzigen Fall, in dem US-Truppen absichtlich Zivilisten getötet hätten. "Wo es zivile Opfer gab, waren das tragische Vorkommnisse" bei denen Zivilisten unabsichtlich ins Schussfeld geraten seien.

In Bezug auf das Video kritisierte Gates, bei diesem fehle der notwendige Kontext. "Leute können veröffentlichen, was sie wollen, und nicht zur Verantwortung gezogen werden. Es gibt kein Vorher und kein Hinterher, nur die Gegenwart," erklärte er. Man habe "keinen Kontext und keine Perspektive". 

Quelle: Associated Press

Annika Kremer am Donnerstag, 15.04.2010 22:20 Uhr

tagsTags: irak irakkrieg wikileaks

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66 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • rextav am 04.02.2011 15:49:48

    wieder lustig wie hier jeder die soldaten nieder macht solange ihr selbst nichts an der situation ändern könnt hört auf zu flamen.... wäre ich nu da und kameraden von mir wären schon wegen zivil ausehenden feinden gestorben würde ich auch bei verdachtsfall erst schie ...

  • Mordechai am 18.04.2010 23:53:42

    Kontext: http://i42.tinypic.com/4jnslv.jpg Was ich dabei am meisten vermisse, ist das Suchen nach der Ursprungsquelle; bei fast allen Medien. Die ursprungsquelle für das - im übrigen massiv bearbeitgete Video - dürfte doch diese sein: [URL=http://le ...

  • Sempralon am 18.04.2010 15:24:14

    Cool ... und bedauerlich, das eine Zeichnungsrolle als Raketenwerfer missdeutet wird ... tja, was Bildung so ausmacht ... ...

  • Dieter85 am 17.04.2010 21:20:32

    Kontext: U.S. officials say the Reuters employees were in the same vicinity as armed men walking toward a firefight, where ground troops had requested air support. http://i42.tinypic.com/4jnslv.jpg And we will -- and we investigate every single one of these incident ...

  • CoffeMaker am 17.04.2010 20:54:57

    Genial, das einzige was hier irresponsible ist, ist die sogenannte Berichterstattung von gulli. Und die leichtgläubige Meute stürzt sich auf diese Unwahrheiten wie ein Pack Wölfe auf ein Stück Fleisch. Konnte mich nicht weiter als bis zur zweiten Seite durchkämpfen, mir ...

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