
Musik im Netz, in guter Qualität, ohne Digital Rights Management (DRM), dazu kostenlos und legal? Eine Kombination, die vor einigen Jahren noch undenkbar war. Die Zeiten haben sich aber geändert. Seit Dezember 2009 versucht der US-amerikanische Dienst Free All Music (FAM) genau das zu verwirklichen. Die maximale Zahl an Downloads pro Tag ist bisher noch begrenzt. Dennoch hat man die Position eines Pioniers inne. Surfer aus Europa bekommen derzeit leider lediglich die Meldung "Sorry this is only for US customers" zu sehen.
Die Nutzer der Seite können sich einen beliebigen Track aus dem Musikkatalog von Free All Music aussuchen. Majorlabels gehören ebenso dazu wie kleinere Independent Labels. Sobald man das Werk herunterladen will, muss man einen Sponsor wählen. Daraufhin wird ein kurzes Werbevideo eingespielt. Ist dieses abgelaufen, erscheint der Downloadlink. Einfacher könnte es eigentlich nicht sein.
Dies bestätigen auch die Zahlen der Public-Beta von Free All Music. Dem Musiknews-Portal Billboard hat man einige Ergebnisse aus der Statistik übermittelt. Diese stammen aus dem Zeitraum Dezember bis Februar - also der Public-Beta.
Nach Erhebungen von Free All Music wurden 94 Prozent aller Videoeinblendungen komplett abgespielt. Ein äußerst positiver Wert, verglichen zum sonstigen Industriedurchschnitt. Dieser liegt laut dem YuMe Networks Metrics Report 2009 bei 64 Prozent für 30-Sekunden-Clips.
Die Videowerbung sei dabei besonders wichtig. Schließlich sei die Zahl der User, die auf simple Bannerwerbung klickt, seit Jahren massiv gesunken. Für entsprechende Werbung würde man eine sogenannte Click-Through-Rate von 0,54 Prozent erreichen. Bei der Click-Through-Rate handelt es sich um eine Berechnungsgrundlage, wie viele Klicks auf eine Anzeige pro 1.000 Einblendungen erfolgt sind.
Bemerkenswert ist an dieser Stelle die Tatsache, dass die "Landing-Pages" der einzelnen Musikkanäle bei Free All Music eine CTR von 7,29 Prozent erreichen. Bei den Landing-Pages handelt es sich hier um die Seiten, die nach Ablauf des Videoclips angezeigt werden. Dort findet sich - flankiert von Werbung - der Downloadlink für das Musikstück.
Ein besonders markantes Feature sei darüber hinaus die Nutzung Sozialer Netzwerke. Insbesondere Facebook sei sehr wichtig. Rund 77 Prozent aller FAM-Nutzer würden Tracks via einer Facebook-Anwendung weiterempfehlen, gepaart mit einer kurzen Nachricht.
Deren Freunde würden diese Empfehlung dann sehen. Sollten Sie Interesse am Track haben, können sie auch einfach auf Free All Music gehen und den Song dort - nach der Werbeeinblendung - downloaden.
Insgesamt betrachtet scheint Free All Music also ein reizvolles und scheinbar funktionierendes Projekt zu sein. Auch wenn keine Werte bei den Einnahmen veröffentlicht wurden, scheint sich der Dienst etablieren zu können. Die kommenden Monate werden es zeigen.
Quelle: billboard
Klaus Müller am Donnerstag, 15.04.2010 10:59 Uhr
Die Kontroverse verläuft in die vollkommen falsche Richtung. Der prinzipielle Gedankengang ist doch vollkommen in Ordnung: - Die Werbeeinnahmen sind wahrscheinlich geringer als der durchschnittliche Erlös beim konventionellen Onlinekauf (Amazon, Itunes und Co). Wenn diese Annahme richtig ist, d ...
Prepaid Karten? Eine Vorrauszahlung sieht jeder Händler (normalerweise) gern. (...)für 3 cent laden sich aber leute auch musik runter, welche sie wahrscheinlich nie kaufen würden. Genau das ist der Punkt!(Und die Tatsache das kein DRM mist drin ist, Maxdome* hab i ...
@ greedoch du vergisst aber das man den Kram dann nur Online bezahlen kann! Würdest du deine Kinder mit einer Kredit oder EC Karte ausstatteten damit die Legal Musik laden? Ich denke nicht. Für Kinder und Jugendliche ist dieses Werbe System Optimal! ...
Selbst wenn das betreffende Lied Platin-Status erreicht hätte, also 300.000 verkaufte Einheiten, wären mal gerade 9000€ eingenommen worden. nur das pro album ja mindestens 10 lieder vorhanden sind, was dann so 90000€ entspicht dann find ich das schon mal ganz n ...
Bei eBooks kann ich mir was ähnliches vorstellen. In den pdfs könnte einfach auf den Kontext bezogene Werbung (dezent) enthalten sein. Könnte man auch einfach so machen dass das Buch in mehrere pdfs geteilt wird und zum nächsten Teil kommste nur wenn du dir vor ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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