Über 270 Unterstützergruppen und rund 80 regionale Aktionsgruppen unterstützen den bundesweiten Bildungsstreik. Schüler und Studenten wollen eine Woche lang die Schulen und Hochschulen bestreiken und mit zahlreichen Aktionsformen mediale Aufmerksamkeit für ihre politischen Forderungen erhalten. Dazu gehören die Abschaffung von Zentral- und Turboabitur, mehr Investitionen in die Bildung, die Abschaffung von Studien- und Kita-Gebühren und die Abschaffung der Bachelor/Master-Studiengänge. Heute haben in mehreren Städten bereits Aktionen stattgefunden. Viele Schüler und Studenten fürchten jedoch Repressionen.
In einzelnen Universitätsstädten haben heute bereits Proteste stattgefunden. Die ganze Woche über sollen lokal und regional Aktionen stattfinden. Zentrale Veranstaltungstage sind aber Mittwoch und Donnerstag. Am Mittwoch planen die Initiatoren in über 20 Universitätsstädten wie Berlin, Hamburg, Düsseldorf und München Großdemonstrationen. Am Donnerstag sollen in München und Würzburg symbolische Banküberfälle stattfinden. Hierzu sollen Studenten scharenweise in Banken gehen und dort versuchen, einen Studienkredit aufzunehmen. Dadurch sollen die Banken lahm gelegt werden. In Berlin, Potsdam, Hamburg, Heidelberg, Wuppertal und Bochum haben Studenten heute außerdem Universitätsgebäude besetzt. Selbst studienwillige Studenten haben es dort schwer, an den Vorlesungen teilzunehmen.
Viele Studierende und vor allem Schüler fürchten allerdings Repressionen durch die Behörden oder die (Hoch-)Schulleitungen. Diese erwarten möglicherweise unentschuldigte Fehlstunden auf den Zeugnissen. Das trifft teilweise auch Schulabgänger, die dadurch erheblich geringere Chancen bei einer Bewerbung erhalten würden. Die nordrhein-westfälische Schulministerin Barbara Sommer stellte klar: "Schülerinnen und Schüler haben kein politisches Streikrecht, das sie legitimieren könnte, während der Unterrichtszeit ihre Unzufriedenheit durch eine Teilnahme an Kundgebungen zu dokumentieren." Auch der Deutsche Lehrerverband kritsiert die Bildungsstreiks. "Wer mit Unterrichtsboykott und fingierten Banküberfällen operiert, der stellt sich damit ins Abseits", meint Lehrerverbandspräsident Joseph Kraus. Er fürchtet "ein nach unten nivelliertes Bildungswesen, in dem die Prinzipien Leistung und Eigenverantwortung einer Gleichmacherei und einer Vollkaskomentalität geopfert werden". Um die häufig eingeschüchterten Schüler dennoch zum Streik auf die Straße zu kriegen, haben das Bündnis Bildungsstreik einen Antirepressions-Arbeitskreis eingerichtet, der verängstige Schüler beraten soll und sich mit ihnen solidarisieren will. Wie viele Schüler und Studenten in dieser Woche insgesamt protestieren werden und wie viele sich von den Lehrern und Schulleitungen einschüchtern lassen ist bisher jedoch noch unklar. (Malo)
(via BR-Online, ksta.de & Bildungsstreik 2009, thx!)
News Redaktion am Montag, 15.06.2009 18:01 Uhr
also ich hab mein Abi in Sachsen gemacht und wir haben Zentralabitur und 12 Jahre Gymnasium. Muss sagen, das war echt gut und ich kenne keiner der das blöd fand. Aber was zur zeit an deutschen Hochschulen abgeht, ist echt unter aller SAU! Man kann es allerdings leider auch nicht verallgemeinern. ...
Das ist auch wahr. Das Studentenleben war früher schon bereits im Studium sehr schön, weil es noch nicht so verschult war und man sich die Zeit freier einteilen konnte, weil es erst nach 8-10 Semetern einen Abschluss gab. Jetzt sind es gerade mal noch 6 Semester, bis man seinen Abschluss hat und jed ...
Also ich halte den Streik für blödsinnig... Sehe ich auch so - UND ich muss sagen, dass viele sich einfach nur ausruhen wollen. ich für meinen Teil habe keinerlei Probleme meine Abschlüsse in 3 bzw. 2 Jahren zu schaffen - und ich gehe nebenbei noch an drei verschiedenen S ...
Wer war bei der Demo dabei? Heidelberg war echt erste Sahne, vor allem die Uni-Besetzung! :D Davon haben die Sprecher bei unserer Demo in Berlin auch berichtet. War bestimmt toll! :) Wir hatten angeblich 30.000 Leute bei unserem Umzug durch Berlins Mitte. Wirklich verdammt vie ...
Wer war bei der Demo dabei? Heidelberg war echt erste Sahne, vor allem die Uni-Besetzung! :D ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.