
Wunder gibt es immer wieder. Zum Beispiel, wenn ein Politiker sich zu etwas bekennt, das eigentlich eine Straftat darstellt, wenn er für eine gute Sache eintritt oder wenn er vernünftige Vorschläge macht. Umso erfreulicher, wenn alle drei Dinge zusammenkommen. Geschehen ist dies bei Roberto Maroni, dem Innenminister Italiens. Maroni, der selbst Musiker ist, gab zu, dass er Musik illegal aus dem Internet herunterlädt.
Er hatte dies 2006 schon einmal zugegeben, seitdem hat sich für ihn nichts geändert, ja, er sieht sein öffentliches Bekenntnis und das fortgeführte File-Sharing als einen Akt der Provokation. Denn für ihn sei diese Art, sich Musik zu beschaffen, keinesfalls so, als ob man im Laden eine CD stehlen würde. "Es ist so, als ob der Besitzer des Computers, von dem ich die Musik nehme, eine Kopie der CD angefertigt hätte und sie mir geben würde, etwas, was üblicherweise passiert, wenn man sich eine CD kauft und Kopien für seine Freunde anfertigt", so der Minister.
Maroni gibt aber nicht nur zu, File-Sharing zu betreiben, er spricht sich auch offen gegen drakonische Strafmaßnahmen für File-Sharer, wie zum Beispiel die "3-Strikes"-Lösung von Frankreich, aus. "Die Einführung schwerer Strafen wie jene in Frankreich, um Menschen vom Internet zu trennen, sind falsch und funktionieren nicht". Er sehe eine Lösung eher in einer kreativeren Herangehensweise. "Einen Vorschlag, den ich schon seit einiger Zeit mache ohne gehört zu werden, ist die Schaffung einer großen nationalen Seite, wo die Menschen Musik legal und kostenlos herunterladen können", die entstehenden Kosten sollten durch Sponsoren und Werbung gedeckt werden.
Die Federazione Industria Musicale Italiana (FIMI), der italienische Ableger der International Federation of the Phonographic Industry (IFPI), reagierte enttäuscht auf die Aussagen Maronis. "Der Minister sollte die Risiken für Beschäftigung und den Verlust an Einnahmen für den Staat aufgrund von digitaler Piraterie bedenken", so die FIMI. Inwiefern diese Argumente aber überhaupt der Wirklichkeit entsprechen, muss wohl äußerst zurückhaltend bewertet werden. Denn der aktuelle Bericht der Communications Regulatory Authority geht davon aus, dass die wirtschaftlichen Schäden durch File-Sharing nicht das Ausmaß besitzen, wie es von der Unterhaltungsindustrie immer wieder behauptet wird, dass die Gegenmaßnahmen aber ebenso verfassungswidrig und schädlich wie unnötig sind.
Quelle: torrentfreak.com
Bild: Retaggio under CC-BY-SA
Christian Maxheimer am Dienstag, 13.04.2010 19:58 Uhr
ja nee is klar... man schaue sich unsere finanzwelt an... wer kohle hat, kommt nicht in den knast ;) Das mag für den ungebildeten Beobachter so aussehen und ein beliebter Spruch unter Neidern sein, die der Ansicht sind, dass jeder mit einem höheren Jahreseinkommen ...
So ein Unsinn, wenn ein Bettler einen Fernseher klaut, dann ist das genauso ein Diebstahl, wie wenn dies ein Bankier tut. ja nee is klar... man schaue sich unsere finanzwelt an... wer kohle hat, kommt nicht in den knast ;) ...
nicht nur das, auch ist die qualität der musik in den jahren immer schlechter geworden Das ist aber kein Argument dafür, sich die Musik herunterzuladen anstatt sie zu kaufen. Denn du lädst schließlich nur Musik runter die nach deinem subjektiven Empfinden qualitativ hochwertig ist ...
HFazit: Nennt mir einen Menschen auf diesem Planeten der nichts illegales im WWW gemacht hat. (Die Urwaldbewohner ohne DSL ausgeschlossen....:D) och mist ... hmm wird schwer bis unmöglich, ne? ...
über 6 Millionen Deutsche bekommen Hartz 4 oder unterstützte Leistungen, -tendenz Steigend Benzin 1,50€ pro Liter Strom, Gas, Wasser, scheiße wird auch immer teurer. Viele Menschen können ihre Kinder nicht mehr richtig ernähren und sind auf unterstützen von Wohlfahr ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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