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NASA-Hacker: Erneute Niederlage vor Gericht

"NASA-Hacker" Gary McKinnon darf nicht vor dem UK Supreme Court, dem neu eingerichteten höchsten Gericht Großbritanniens, gegen seine geplante Auslieferung an die USA klagen.

Dieser Rückschlag ist der nächste in einer ganzen Reihe von Niederlagen vor britischen Gerichten, aber auch dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. McKinnon und seine Anwälte zeigen sich enttäuscht über die Entscheidung. Sie hatten gehofft, sich der Klage von Ian Norris, der ebenfalls aus gesundheitlichen Gründen gegen eine Auslieferung klagt, anschließen zu können. McKinnon leidet unter dem Asperger-Syndrom, einer Form des Autismus. Seine Anwälte und Unterstützer argumentieren, dass aufgrund dieser Krankheit eine Auslieferung und damit der Verlust der gewohnten Umgebung eine extreme Belastung für den früheren Hacker darstellen würde.

"Der Effekt dieser Vorgänge auf Gary war und ist verheerend. Er ist ein sehr verletzlicher Mann in einem instabilen Zustand und dies ist ein heftiger Schlag für ihn und seine Familie," erklärte McKinnons Anwältin Karen Todner in einer Stellungnahme. "Die Entscheidung des High Court kam zu dem Schluss, dass die beeindruckenden medizinischen Fakten, die dort vorgestellt wurden, bei den Richtern keinen Zweifel übrigließen, dass eine Auslieferung für ihn [McKinnon] sehr schwierig sein wird, dass seine geistige Gesundheit darunter leiden wird und dass ein Selbstmordrisiko besteht."

Die verfügbaren Rechtsmittel scheinen langsam weitgehend ausgeschöpft zu sein. Auch Innenminister Alan Johnson weigerte sich, zugunsten McKinnons, der in mehrere US-amerikanische Regierungs-Systeme, darunter die der NASA und verschiedener Militär-Organisationen, eingebrochen sein soll, einzugreifen.

McKinnon konnte allerdings zahlreiche Unterstützer, darunter Journalisten, IT-Experten, Prominente, Bürgerrechtler und auch Interessenverbände von Autisten auf seine Seite ziehen. "Die IT-Community war stets auf Seiten der McKinnon-Kampagne und die heutigen Neuigkeiten werden viele Leute schockieren," sagte Mark Harris, Direktor der SophosLabs, "Der Konsens ist, dass es vielleicht unpassend ist, an einem UFO-Verschwörungstheoretiker ein Exempel zu statuieren, wenn noch immer schwere Straftaten von finanziell motivierten Hackern stattfinden wie Identitätsdiebstahl, Spamversand und der Aufbau von Botnets." Worte, die viele Menschen, die sich mit IT-Sicherheit befassen, als sehr vernünftig empfinden werden. Es sieht allerdings nicht so aus, als würden sich die Verantwortlichen für McKinnons Schicksal dieser Sichtweise anschließen. (Annika Kremer)

(via The Register, thx!)

(Bildquelle: CNET News, thx!)

News Redaktion am Freitag, 09.10.2009 17:20 Uhr

Tags: großbritannien nasa-hacker autismus gb hacking johnson mckinnon todner uk asperger auslieferung

 
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8 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • DonBart am 13.10.2009 22:13:49

    wenn jmd ne Straftat begehn kann,kann er auch sitzen Setzen 6 !!! :rolleyes: ...

  • re-aktor am 12.10.2009 12:09:52

    wenn jmd ne Straftat begehn kann,kann er auch sitzen Du kleiner Troll. Jemand der Asperger-Syndrom hat ist ein höchst sensibler, um nicht zu sagen, instabiler Mensch. Nicht auszudenken was passiert wenn sie ihn einsperren. Es geht hier nicht um Recht oder Unrecht (das er sich ...

  • TRON2 am 10.10.2009 07:20:32

    eine Auslieferung und damit der Verlust der gewohnten Umgebung eine extreme Belastung für den früheren Hacker darstellen würde. hat der etwa schon immer im britischen Knast gelebt?:eek: ...

  • Gueri1la am 10.10.2009 00:58:04

    wenn jmd ne Straftat begehn kann,kann er auch sitzen ach was,warum nicht gleich todesstrafe ?:rolleyes: ...

  • Polish am 09.10.2009 23:59:50

    Naja, die Ammi's können ihn und seine "Fähigkeiten" sicherlich gut gebrauchen ;), Das könnten die Briten aber auch, zudem kann er ihnen auch mal zeigen, wie sichere Passwörter auszusehen haben, angeblich soll er ja im Zuge seiner Aktionen ca. 950!!! davon geknackt haben. :D ...

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