
Jemand hatte den Mitarbeitern des Newsportals EarSucker den Ablaufplan von Lady Gaga zukommen lassen, die sich bis vor kurzem in Australien aufhielt. Die Geschäftsführerin einer Anti-Piracyorganisation verlangte von der Geschäftsleitung von EarSucker, alle Informationen zum Terminkalender nebst den gelakten Dokumenten sofort zu löschen. Der Vorwurf von Music Industry Piracy Investigations Pty Limited (MIPI) : Die Journalisten hätten gegen das Urheberrecht des Landes verstoßen.
Die Artikel inklusive der gescannten Dokumente wurden natürlich nicht entfernt. Schon deshalb nicht, weil eine US-amerikanische Website nicht unter das australische Recht fällt. In der Abmahnung, die dem Portal per E-Mail zugestellt wurde, drohte man ihnen an, die Angelegenheit könnte für sie sehr unangenehm und teuer werden. EarSucker antwortete, sie seien aber nicht die Ersten, die über den Leak berichtet haben. Daneben fallen sie unter das Presserecht der USA, was sie von derartigen Forderungen freistellt. Der Sprecher von EarSucker nennt das Vorgehen der australischen Raubkopierjäger von MIPI schlichtweg Zensur. Er befürchtet, dass nach der Unterzeichnung des ACTA-Abkommens derartige Aufforderungen auch länderübergreifend durchgeführt werden können.
Earsucker-Vizepräsident VanDyke spricht gegenüber TorrentFreak von einem Streisandeffekt, von dem die Piratenjäger offenbar keine Ahnung hätten. Durch deren aggressives Vorgehen würden zahlreiche andere Blogs und Webseiten geradezu dazu motiviert werden, über die Angelegenheit zu berichten. Anstatt die Scans der absolut harmlosen Papiere aus dem Netz zu bekommen, werden sie so nur noch mehr unters Volk gebracht. Sabiene Heindl, der Managerin von MIPI, dürfte es nicht sonderlich gut gefallen, in einem solch unangenehmen Zusammenhang im Web genannt zu werden. Auch für Lady Gaga selbst gibt es sicherlich angenehmere Schlagzeilen, mit denen man auffallen könnte.
Bild: seamine.deviantart.net
Lars Sobiraj am Sonntag, 11.04.2010 14:52 Uhr
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z.B. weil dann jeder weiß wo du (der "Star") sich aufhält. (...) Findest du den Widerspruch? Star - Privatssphäre ...
z.B. weil dann jeder weiß wo du (der "Star") sich aufhält. Ok hier ist ja das interessante gecleant. ...
Allerdings haben die sogenannten Stars auf so was keinen Einfluß. Doch, wenn da statt Lady Gaga Bushido gestanden hätte, hätte das keiner gesagt.:D Ich wüsste jetzt nicht was an einem Ablaufplan so schlimm sein sollte. ...
Was ist ein Ablaufplan? wird wohl sowas wie ein schaltplan sein, in dem steht, wo man draufdrücken muss ,damit geräusche rauskommen und das ding anfngt zu zappeln, vielleicht ist es so problematisch, weil da auch steht, wo der versteckte kleidung entledigen kn ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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