
Das Video wurde vorgestern - am Ostermontag - durch die Whistleblowing-Website WikiLeaks veröffentlicht (gulli:News berichtete). Es zeigt den Beschuss einer Gruppe Zivilisten, von denen einige mutmaßlich Waffen tragen, durch einen Apache-Helikopter der US-Armee. Als ein Minivan auf der Bildfläche erscheint und die Insassen sich um die Verletzten zu kümmern versuchen, wird der Minivan ebenfalls beschossen. Bei dem Angriff kamen mehrere Zivilisten ums Leben, darunter zwei Angestellte der Nachrichtenagentur Reuters. Weitere Zivilisten wurden verletzt. Unter den Verletzten befanden sich auch zwei damals vier und zehn Jahre alte Kinder, die im Minivan saßen. Diese wurden zudem nicht, wie ursprünglich erwogen, auf schnellstem Wege ins US-Militärkrankenhaus gebracht, sondern den irakischen Behörden übergeben und anschließend in ein irakisches Krankenhaus transportiert. Neben dem eigentlichen Geschehen sorgten auch die Äußerungen der beteiligten Soldaten, die Vielen allzu gelassen und respektlos vorkamen, für Empörung.
Die US-Behörden versuchten offenbar, den Vorfall zu vertuschen beziehungsweise in den Medien kleinzuhalten. Es hieß zunächst, es habe Auseinandersetzungen gegeben - wofür es im Video keinerlei Anzeichen gibt; dort schießt niemand außer den US-Truppen - und man habe alles getan, um zivile Opfer zu vermeiden. Auch dafür finden sich keine Anhaltspunkte. Anfragen von Reuters unter dem Freedom of Information Act, das Video herauszugeben, wurden stets abgelehnt. Nachdem WikiLeaks die Veröffentlichung des Videos ankündigte, kam es nach Angaben der Website-Mitarbeiter zu einer verstärkten Überwachung durch US-Geheimdienste (gulli:News berichtete).
Apache-Helikopter
Auch der Vater des getöteten Fotografen Namir Noor-Eldeen äußerte sich mittlerweile öffentlich zu dem Video. Er sagte, dieses rechtfertige die Forderungen der Familie nach einer Anklage der Beteiligten. Endlich sei die Wahrheit ans Licht gekommen, sagte er und fragte: "Wenn ein solcher Angriff in Amerika stattfinden würde, selbst wenn ein Tier so getötet würde, was würden sie tun?" Nabeel Noor-Eldeen, der Bruder des Getöteten, warf außerdem die Frage auf, wie die USA mit ihrer High-Tech-Ausrüstung einen so "grundlegenden Fehler" hätten machen können wie eine Kamera mit einem Raketenwerfer zu verwechseln.
Die Journalisten-Organisation Iraqi Journalists' Union forderte eine Untersuchung der Vorfälle. Ein Sprecher sagte, das Video sei Beweis für eine Straftat. Dies verlange nach einer Untersuchung.
Quelle: Telegraph
Annika Kremer am Mittwoch, 07.04.2010 16:44 Uhr
Das Pentagon ist übrigens in der Tat lt. eigener Aussage nicht in der Lage das Originalvideo zu finden :D Und so ein Verein schickt neuerdings Raumfähren in das All. Wahrscheinlich sind die ganzen un ...
Heute war in BBC ein Beitrag darüber, zwei Soldaten die den Angriff vom Boden aus beobachtet haben, haben einen Entschuldigungsbrief an Afghanistan geschrieben, haben beschrieben wie sie den Betroffenen geholfen haben und kritisierten auch ihre Kollegen im Heli. Laut ihnen war der zweite Angriff l ...
Das Pentagon ist übrigens in der Tat lt. eigener Aussage nicht in der Lage das Originalvideo zu finden :D Es gibt (unbestätigte) Gerüchte aus Militärkreisen das es vorsätzlich gelöscht wurde. http://edition.cnn.com/video/#/video/international/2010/04/07/bs.julian.assange.wikileaks.int.c ...
Ich habe mir das Video also die langfassung angeschaut und muss sagen das es schon schlimm ist. Wie die Solaten sich gegenseitig anstacheln um ja nur den Highsore zu haben. Aber wie sagt schon ein altes Sprichwort .-) Krieg ist die Hölle Route 6the6 ...
Im Pentagon wird man sich wohl eher mit der Frage beschäftigen, WER das Video veröffentlicht hat und warum es nicht schon längst GELÖSCHT wurde. Das liegt wohl nicht nur an deiner verqueren Auffassung eines Rechtsstaates, nämlich von Hetzern, dass man de ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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