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Japan: Filesharer verhaftet

In Japan ist es laut einer Pressemeldung der Motion Picture Association (MPA) zur ersten Verhaftung eines Filesharer gekommen, der mit einem neuen P2P-Überwachungssystem ermittelt wurde.

Das High-Tech Crime Control Office der Polizei von Kyoto feiert gemeinsam mit der Motion Picture Association (MPA) einen großen Erfolg. Am 31. März hat man einen Filesharer in Susono im Bezirk Shizuoka festgenommen. Der 62-jährige (!) Seiji Sato steht unter Verdacht, zahlreiche urheberrechtlich geschützte Filmwerke über eine P2P-Tauschbörse verbreitet zu haben.

Mithilfe eines neuen P2P-Überwachungssystems ermittelte die Polizei den Internetanschluss von Sato. Über diesen soll das Filmwerk "Avatar" verbreitet worden sein. Dazu wurde die Filesharing-Software "Share" benutzt. Dass es sich bei dem Betroffenen Uploader um einen "professionellen Filesharer" handelt, darf bezweifelt werden. Dieser erklärte gegenüber der Polizei, dass er den Film selbst bloß aus einer P2P-Tauschbörse heruntergeladen hätte.

Neben der Verbreitung des Films Avatar wird Seiji Sato verdächtigt, den Film "Percy Jackson: Diebe im Olymp" verbreitet zu haben. Am 22. März soll dies geschehen sein, wie die Software der Polizei ermittelt hat. Gegenüber den Polizeibeamten gestand der 62-jährige Mann, insgesamt mehr als 500 Filme in den vergangenen vier Jahren heruntergeladen zu haben. Die Polizei ermittelt diesbezüglich noch.

Der Präsident der Motion Picture Association im asiatischen Raum, Mike Ellis, beglückwünschte die Polizei zu ihrem harten Vorgehen. Nach Angaben der Polizei sowie der MPA handelt es sich um die erste Verhaftung, die aus der Datenerhebung durch die neue Überwachungssoftware resultiert. Seit Januar 2009 befindet sich die Software bereits im Einsatz und sammelt Daten zu Filesharern.

Die Polizei sowie MPA sehen diesen Zugriff als großen Erfolg. Vermutlich hat man jedoch nur einen Filesharer aus der Menge abgezogen. Ob sich somit von einem Sieg sprechen lässt, ist eine völlig andere Frage.

Quelle: billboard
Bild: wikimedia

Klaus Müller am Mittwoch, 07.04.2010 13:02 Uhr

Tags: filesharing japan

vgwort
 
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24 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • kleini75 am 14.04.2010 10:29:03

    Du hast es gecheckt, Warez sind nur Kopien von Medien, kein Diebstahl. Warez gehört sowieso komplett legalisiert oder wenigstens eine Kulturflatrate muss her :T Würdest Du denn für eine Kulturflatrate zahlen? Würde überhaupt einer zahlen wollen? Und wer verwalte ...

  • SkyLiner_360 am 08.04.2010 13:59:16

    Er kann doch einfach fernsehen???!! Oder Radio hören... Versteh ich auch nicht das Argument. Kein Geld = Erlaubnis zu klauen? Ach ja, ich vergass. Das ist ja gar kein klauen. _______________________ Du hast es gecheckt, Warez sind nur Kopien von Medien, kein Diebst ...

  • kleini75 am 08.04.2010 13:23:27

    Und warum hat er das gestanden ? Unter welchen Umständen ? :rolleyes: Er wurde gefoltert! Was ist denn das für eine bescheuerte Frage? nen 62 jährigen opi verhaften. ganz grosses kino. fein gemacht.und das nach so einer langen zeit.[/QUOT ...

  • am 08.04.2010 00:56:56

    Der Besitz von KiPo ist dort legal, nicht die verbreitung. Lolicon hingegen dürfen auch verbreitet werden da sie keine Kinderpornos sind. Stimmt soweit, mit der Ergänzung, dass dort auch Modelbilder hergestellt und verbreitet werden dürfen, sofern diese nicht nackt sind ...

  • TalkToFrank am 07.04.2010 23:58:08

    wer sagt denn, dass er nicht verdient hat? Ich habe auch das Geld und kaufe mir deswegen nicht alles (Assassins Creed 2 z.b. :P) ...

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