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Test beweist Datenspionage von Computerspielen

Ein Test der Fachzeitschrift Computerbild Spiele hat nun ans Tageslicht gebracht, dass vielzählige Publisher das Internet dazu nutzen, um versteckte Datenspionage zu betreiben. Dazu hat man elf Spiele für PC, Playstation 3, Xbox 360 und Wii unter die Lupe genommen.

Denkt man beim Gaming an den Internetanschluss von Konsolen und Computern, verbindet man in der Regel nur positive Aspekte mit diesem Phänomen. Denn hierbei ist die Rede vom Multiplayer-Gaming, dem Herunterladen von Patches bzw. Updates oder der Benutzung von wichtigen Tutorials, die im Internet zum Download angeboten werden. Seitdem die sogenannten Next-Generation-Konsolen Nintendo Wii, Playstation 3 und Xbox 360 vor einigen Jahren den Markt eroberten, gehört das Internet auch in der Welt der Konsoleros zu einem grundlegenden Bestandteil des Gamings. Sprach man bisher nur positiv über diese neue Erfahrung, wird nun im Rahmen eines Tests  der Computerzeitschrift Computerbild Spiele die Kehrseite dieses fortschrittlichen Elements näher gebracht.

Im Rahmen der Mai-Ausgabe der Zeitschrift nehmen die Tester den Datenverkehr 11 zeitgemäßer Computer- und Konsolentitel unter die Lupe und kommen zum Entschluss, dass bei der Nutzung der Internetverbindung Vorsicht geboten ist: Wer auf seinem Computer oder auf den Konsolen Playstation 3, Xbox 360 oder Nintendo Wii über einen Internetanschluss verfügt, muss mit der Übertragung persönlicher und privater Daten an die jeweiligen Publisher rechnen. Sogar dann, wenn der Nutzer im Singleplayer-Modus spielt und nicht im Online-Modus eingeloggt ist, sollen sich die Spielehersteller private Daten zuspielen.

Da der Datenaustausch zwischen Spieler und Publisher in den meisten Fällen verschlüsselt ablaufe, sei das Vorgehen sehr undurchsichtig. Nur bei der Spieleschmiede Electronic Arts fanden die Tester von Computerbild Spiele heraus, dass die Datenabfrage nicht verschlüsselt wird. Im Falle von EA spähe man die MAC-Adresse des Netzwerkadapters und persönliche Daten des Nutzers aus. In Fachkreisen ist man sich sicher, dass die Publisher problemlos alle möglichen Daten wie Name, Geschlecht, Alter, E-Mail-Adresse oder Informationen zur Spieldauer oder zum Konsumverhalten mit Leichtigkeit herausfinden können.

Laut Computerbild Spiele wollten die betroffenen Publisher sich nicht zum Vorfall äußern. Um die Datenspionage zu umgehen, bleibt wohl nichts anderes übrig, als den Internetstecker zu ziehen. Doch angesichts der Tatsache, dass Hersteller wie Ubisoft und Electronic Arts neuerdings auf einen neuen Kopierschutz setzen, welcher eine permanente Internetverbindung erfordert, könnte sich auch diese Maßnahme als sehr problematisch ergeben.

Quelle: derstandard.at, lokalrunde.wordpress.com
 

Sener Dincer am Mittwoch, 07.04.2010 01:53 Uhr

tagsTags: datenspionage

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41 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Farzi am 09.04.2010 05:46:43

    Da kann also drinstehen was will, wenn Du vor dem Kauf nicht bereits darüber informiert wurdest. Ich hatte vermutet, dass es so ist. Vermutlich wär vieles aber auch, wenn man es vor dem Kauf lesen könnte, immer noch "überraschend" und damit dann trotzdem für E ...

  • Lokalrunde am 08.04.2010 22:53:54

    @Farzi: Wikipedia sagt: In Deutschland sind EULA zu Standardsoftware nur dann Vertragsbestandteil, wenn sie zwischen Verkäufer und Erwerber der Software bereits beim Kauf vereinbart wurden. Dem Kä ...

  • Chummer am 08.04.2010 09:40:49

    Mal wieder ein faules Ei von BILD & CO und alles regt sich darüber auf. Was genau wird hier angegeben was die ComputerBILD- Redakteure herausgefunden haben wollen? Im Rahmen der Mai-Ausgabe der Zeitschrift nehmen die Tester den Datenverkehr 11 zeitgemäßer Computer- und Konsolentitel unter ...

  • Farzi am 07.04.2010 23:41:27

    ja das könnte ich mir auch vorstellen, ich habe glaub ich noch nie eine eula durchgelesen. wer weiss wa da alles drinsteht ;) Sind Vertragsbestandteile, die erst nach Zustandekommen des Vertrages einsehbar sind, überhaupt zulässig? Die EULA bekommste ja eigendlich ...

  • awichai am 07.04.2010 20:19:29

    @choppx: Irgendwie werden die Hersteller schon dafür gesorgt haben, auf der sicheren Seite zu sein. Da bin ich mir relativ sicher. ja das könnte ich mir auch vorstellen, ich habe gla ...

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