
Die vergangenen Monate waren nicht leicht für das Unternehmen hinter dem Portal gulli.com sowie die dazugehörige Newsredaktion. Im Zuge der Medienkrise ist der Werbemarkt massiv eingebrochen. Die Suche nach alternativen Finanzierungsquellen scheiterte bedauerlicherweise kläglich. Infolge dessen konnte die Redaktion bereits seit Anfang des Jahres keine schwarzen Zahlen mehr erwirtschaften.
Die Folge waren tiefrote Zahlen, deren Auswirkungen die Geschäftsleitung nun bedauerlicherweise ausbremsen muss. Auch wenn sich der Werbemarkt langsam erholt, so sind die Einnahmen nach wie vor viel zu gering. Ein wirtschaftliches Arbeiten ist nicht möglich. Im Zuge dieser Entwicklung hat die Geschäftsleitung zum 28.3.2010 beschlossen, der gesamten Newsredaktion ihre Zeitverträge aufzukündigen.
Aufgrund unserer Bindung zu den Lesern hat man uns wenigstens die Chance gegeben, unseren treuen Lesern die Mitteilung selbst zu überbringen. Wir wollen auch auf die daraus resultierenden Folgen für den Newsbereich eingehen.
In Anbetracht der momentanen Situation wird das letzte Licht in der Newsredaktion bis spätestens Anfang Mai ausgehen. Zu diesem Zeitpunkt dürfte der letzte verbleibende Kollege die letzte News veröffentlichen. Das Newsangebot wird ab diesem Zeitpunkt aber nicht komplett eingestellt! Auch wenn die Redaktion wenig von Artikeln ohne Journalisten hält, so wirkt die Idee doch finanzierbar.
Aus diesem Grunde wird das Portal dem Vorbild der Netzzeitung nachfolgen. Diese mussten auch vor wenigen Monaten ihre gesamte Redaktion entlassen. Das Newsangebot wird dort inzwischen automatisch befüllt. Einerseits durch das Einblenden der Meldungen anderer Portale. Andererseits durch die Wiedergabe von Agenturmeldungen. Ein ähnliches Angebot wird sich ab Mitte Mai auch hier etablieren.
Wir möchten darüber hinaus mitteilen, dass wir für unsere Leser gekämpft haben. Es ist zwar nicht der Sieg geworden, den wir erwartet hatten, aber besser als die seitens der Geschäftsführung vorgeschlagene Lösung. Angedacht war zur Refinanzierung des Newsbereichs eine vollständige Umstellung auf Paid-Content. Für eine Monatspauschale von 14,99 Euro wäre der Zugang zu den News frei möglich gewesen.
Wir bedauern diese Entwicklung und möchten uns an dieser Stelle von all unseren Lesern verabschieden. Man liest sich immer 2x im Leben.
Bild: subhub
Klaus Müller am Donnerstag, 01.04.2010 12:12 Uhr
Ich denke man muss das nicht weiter kommentieren. April April. ...
Absolut episch war ja auch die Unix- / Linux-Shell auf http://xkcd.com gestern :D saugeil! ...
Die Grafik :D :beer: ...
Leider ist es wohl nur ein Aprilscherz. Konnte man aber sofort an der Begründung erkennen. Qualitativer Tiefflug und folgerichtig ein Ausbleiben der Leser wäre glaubwürdiger gewesen. Dann frag ich mich doch, warum du diesen "qualitativen Tiefflug" überhaupt ansc ...
R.I.P gulli news edit: lol -.- ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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