Am 25. März erklärten Moderatoren des Support-Forums des Hardware-Herstellers MSI 97.000 registrierten Nutzern, das "verdammte Handbuch" zu lesen. Die Begründung der MSI-Mitarbeiter war die angebliche Frustration über ständig wiederkehrende Fragen zu Details und Inhalten, die sehr schnell im Handbuch zur entsprechenden Hardware zu finden seien, sofern man einen Blick hineinwerfe.
Weiterhin behaupteten die offensichtlich genervten Supporter, man habe einen sogenannten 'RTFM-Chip' (Read The Fucking Manual!) auf der Hardware installiert, der feststellen könne, ob Nutzer ihre Handbücher gelesen hätten oder nicht. Jedem, der sie laut dem Chip nicht gelesen habe, werde ab sofort der Support verwehrt.
In einer E-Mail, die scheinbar an alle Nutzer des Support-Forums - darunter Kunden, Verkäufer und Presse - ging, hieß es: "Das MSI-Forum und das MSI-Support-Team haben genug davon, Ihnen das zu erklären, was auch im Handbuch zu finden ist. (...) Ich meine, wie schwer ist es schon, ein Handbuch zu lesen. Sie werden auf Papier gedruckt, so dass Sie sie sehen können."
Die E-Mail sagt, der RTFM-Chip habe "seit einiger Zeit" das Verhalten von Usern beobachtet, deshalb habe MSI entschieden, Personen von Support, RMA und Forum auszuschließen, die entweder ihre Hardwareschäden selbst verursacht oder bis zum kommenden Monatsersten nicht das Handbuch gelesen hätten. Letztlich heißt es auch: "Wir wissen, wer ihr seid und wir haben genügend Informationen über unseren RTFM-Chip gesammelt."
Mit der Aussage "Read The Fucking Manual!" machten die MSI-Angehörigen zwar den Traum vieler Administratoren und Supporter wahr, stießen aber bei diversen Nutzern der Support-Dienstleistungen auf wenig Gegenliebe. Die offizielle Erklärung der Administratoren lautete, man habe damit die Tradition des alljährlichen Aprilscherzes fortführen wollen und sei nicht davon ausgegangen, dass die E-Mail als etwas Anderes denn ein solcher Witz aufgenommen werden würde. In Form eines Foreneintrags spricht der zuständige Systemverwalter eine Entschuldigung dafür aus, dass der Spaß nicht als solcher erkannt wurde und Verärgerung verursachte. Die Forennutzer reagierten teils amüsiert, teils brüskiert - letzteres vor allem aufgrund der Tatsache, dass der sogenannte April-Scherz bereits am 25. März auf offiziellen Mailinglisten, die auch Geschäftskunden beziehen, erschien und so weder aufgrund des Datums noch des Adressatenkreises als scherzhaft empfunden werden konnte.
Diese Episode aus dem Community Management zeigt sehr deutlich, dass mit Nutzern und vor allem Kundenbeziehungen nicht zu spaßen ist und nicht alle, die einen Rechner benutzen, diese Art von Humor amüsant finden.
Quelle: theregister.co.uk
Julia Klein am Sonntag, 28.03.2010 23:56 Uhr
-deleteme- versehentlicher Doppelpost ...
@LoL-O_Mat: Unterschrieben. Wer das Handbuch nicht lesen kann, sollte sich die Teile von MSI besser vom Fachmann einbauen lassen. Das kostet zwar mehr, aber spart erheblich an Nerven beim Support. @StaTiC: Spielst du nun explizit auf das Treiben im Einsteigerforum an? ;) Sicher ist es auch in den a ...
ich kann es gut nachvollziehen. selbst bei kleinen stickies hier im forum wird man immer mit den selben fragen bombardiert und bei nem hardwarehersteller ist es wahrscheinlicn noch weitaus schlimmer. ...
Du bist dazu da, um ihm zu helfen. Dafür wirst du bezahlt. Richtig. Ein Supportmitarber ist dazu da, dir durch sein hoffentlich vorhandenes Fachwissen zu helfen. Allerdings ist er nicht dazu da, dir das Handbuch vorzulesen (oder in eine Mail abzutippen). D ...
Da muss ich einfach nur widersprechen. Das Hauptgeschäft macht MSI wohl mit PC Komponenten. Wer meint, dass er davon keine Ahnung hat und haben muss der kauft sich bitte einen Komplettpc oder ein Notebook. Am besten noch mit vorinstalliertem Betriebssystem. Wer aber mein ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.