Dabei macht Obama geltend, dass die USA im internationalen Vergleich einen Rückstand in der Bildung hätten. Die Lösung? Weniger Video-Spiele, weniger Fernsehen, mehr Schule. Bei ars technica meint man, dass dies in diesen Tagen keine umstrittene Erklärung sei. Sie ist notwendig. Bei seiner Rede am 15. Juni bei der American Medical Association (AMA) in Chicago erwähnte der Präsident Video Spiele im Zusammenhang mit der Tatsache, dass sie für einen ungesunden Lebensstil mit verantwortlich seien. Nicht das Herumhocken vor dem Computer ist gefragt, sondern das in der Turnhalle herumspringen. Die Staaten haben nicht nur eines der schlechtesten Gesundheitssysteme der westlichen Welt, dessen Leistungen sich die Mittelschicht gerade noch leisten kann, sondern auch einen großen Bevölkerunganteil, der übergewichtig ist. Die New York Times räumt in ihrem Artikel über die Rede Obamas bei der AMA, der mächtigsten Gesundheitsorganisation des Landes, ein, dass die Umgestaltung des Gesundheitssystems mindestens 1 Milliarde Dollar über mehr als 10 Jahre kosten würde, während noch Dutzende von Millionen von Menschen nicht versichert sind. Obama sagte im Zusammenhang Videospiele folgendes. "Der zweite Punkt, in dem wir alle übereinstimmen ist, dass wir mehr in die präventive Gesundheit investieren müssen, um Krankheiten vorzubeugen. Das beginnt damit, dass jeder von uns mehr Verantwortung für seine Gesundheit übernimmt und für die Gesundheit unserer Kinder. Das bedeutet mit dem Rauchen aufzuhören, das Teilnehmen an Vorsorgeuntersuchungen wie Mammographie und Darmkrebsvorsorge. Es bedeutet zu laufen oder ins Fitnessstudio zu gehen und die Kinder so zu erziehen, dass sie weg von den Videospielen kommen und mehr Zeit darauf verwenden draußen zu spielen." Der gesamte Text der Rede findet sich im Wall Street Journal's Health blog.
Es ist nicht das erste mal, dass Präsident Obama Video-Spiele in einer Rede erwähnte und gleichzeitig indirekt dazu aufforderte etwas abstinenter zu werden. Bei einer Sitzung im Rathaus in Wisconsin wurde er mit den Worten zitiert, dass die Chinesen und die Inder ins Land drängen würden und dass die sich dafür "krumm machen" und buckeln. Deren Kinder würden viel weniger TV sehen als die amerikanischen Kinder, sie würden weniger Video-Spiele spielen und dadurch wären sie um Klassen besser.
Das Zitat von der jährlichen Sitzung der AMA oben erregt nun die Gemüter und verbreitet sich schnell in den amerikanischen Blogs, aber letztendlich, was ist dagegen zu sagen? Worum geht es dem Präsidenten? Mehr Schule und weniger Video-Spiele? Das ist nur eine verkürzte Formel. Es geht um die Konkurrenzfähigkeit der Staaten. "[Die USA] überragte die anderen Nationen um einen Kopf, wenn es um die Bildung ging.", sagte Obama. "Das ist vorbei. Wir sind nun in der Mitte gelandet, zwischen anderen reichen, fortgeschrittenen Industrieländern." Nur wegen ein paar Video-Spielen? Wahrscheinlich nicht. Eher wegen exzessiven Daddelns? Aber ohne gesunde, gut ausgebildete Fachkräfte wird Amerika in Zukunft weiter absacken. Auch in Deutschland zählt dieses Argument, dass die Bildung über allem steht.
Amerika hat - und das ist Obama bewußt - die Vormachtstellung verloren und er sucht Gründe dafür. Sein Aufruf zur Mäßigung, bedeutet nicht, dass man nun die Videospielkonsolen bei der Post abgibt, damit sie in andere Konkurrenz-Länder geschickt werden. Er fordert einen verantwortlichen Umgang, der anscheinend verloren gegeangen ist. Die Wettbewerbsfähigkeit in der globalen Wirtschaft kann man nur duch Leistung aufrecht erhalten. Während in Kalifornien "Mister Universum" Schwarzenegger auf mehr Internet und weniger Schulbücher setzt, muss sich der Präsident eine Lösung für das ganze Land einfallen lassen, die nicht zu teuer wird. Da kann man immer mal an eine körperliche Ertüchtigung erinnern.
Am Rande sei erwähnt, dass, wenn in der jüngsten Vergangenheit ein amerikanischer Präsident vor einer Gesundheitsorganisation sprach, dann hatte das manchmal schon etwas Komisches:
Die letzten amerikanischen Präsidenten hatten alle ein Drogenproblem. Bush ein Ex-Trinker (seine beiden Töchter hatten wohl auch Probleme mit dem Alkohol), Bill Clinton hat "geraucht aber nicht inhaliert" - ein Kiffer also, Obamas Drogenkarriere legte dieser schon selbst in seiner Autobiografie "Dreams From My Father: A Story of Race and Inheritance", 1994" offen. "Ich habe viel gefeiert, viel getrunken und Drogen genommen. Kokain und Marihuana."
Drogen sind scheinbar ok. Solange man Präsident werden und bleiben will, muss man eben auf facebook beichtet, um gar nicht erst im Nachhinein über die Drogenkarriere zu stolpern. Vielleicht wird der nächste Präsident ja ein geheilter Zocker. (Christian Schmidt-David alias double screening)
(via arc technica Danke!)
(Bildquelle ars technica und filmmogul Danke!)
Das Video zeigt Obamas Rede in der Town Hall, Green Bay, Wisconsin (Quelle: Health Care Action Center):
News Redaktion am Dienstag, 16.06.2009 22:30 Uhr
Die Meisten definieren doch Bildung als "angeeignetes und selbst erweitertes Wissen". Und im Prinzip ist es doch auch ... Äh, pardon. Damit meine ich Lernen, was ein Teil von der Bildung ist. Okay, das überzeugt mich. Unter diesem Hintergrund hat VorpeXx natürlich Recht. Danke ...
Die Meisten definieren doch Bildung als "angeeignetes und selbst erweitertes Wissen". Und im Prinzip ist es doch auch ... Äh, pardon. Damit meine ich Lernen, was ein Teil von der Bildung ist. ...
Wenn einer z.B. bei nem Browserspiel Alliananzführer ist und sagen wir mal ein 50 köpfiges Team leitet... Highscoreführen ist und die Sache gut läuft mit Koordination, Aufgabenteilung usw. dann wage ich mal zu behaupten dass so einer auch "locker" im Stande wäre ein Unternehme ...
Wie hat mal wer gesagt?! Komische Satzkonstruktion. :) Wenn du solche Thesen in den Raum stellst, wäre es angebracht, wenn du diese auch begründen könntest. Ja ist nur ein Zitat von Vin Diesel... :D dass gut klingt :rolleyes: hehe Ich sehe in ...
hi leut´s, ich behaupte mal das es auch das soziale umfeld ist, das einen vor dem pc hält, eventuelle folgen wären: keine freunde, ärger mit den eltern, mobbing, totale desinteresse seinem umfeld gegenüber, etc.,...... vielleicht sollten die eltern an ihrer erziehung den kindern gegenüber mal ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.