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Rapidshare: Fakemails sorgen für Panik

Seit gestern Abend verunsichert eine Meldung zahlreiche Rapidshare-Nutzer. Es geht um E-Mails, die angeblich vom One-Click-Hoster verschickt werden. Darin wird erklärt, dass der Account wegen Urheberrechtsverletzungen gesperrt worden sei.

Gestern Abend veröffentlichten die Kollegen von TorrentFreak einen Artikel, der die User des beliebten File-Hosting Dienstes Rapidshare erschrecken ließ. Das Unternehmen würde gezielt Accounts von Uploadern sowie Downloadern sperren, die urheberrechtlich geschütztes Material herunterladen oder verbreiten. Darüber hinaus würden die IP-Adressen der entsprechenden Konten gespeichert.

Als Beweis für diese Behauptungen zitierte man aus einer E-Mail. Diese soll von Rapidshare an die User gesperrter Accounts geschickt worden sein. Darin heißt es:

"Uns ist zur Kenntnis gekommen, dass illegale Uploads auf unseren Servern durchgeführt wurden, die die Urheberrechte von Dritten verletzen und zu einem Prozess führen können. Dies verletzt unsere Geschäftsbedingungen. Wir haben die Dateien entdeckt und auf Anfrage der Rechteinhaber von unseren Servern entfernt. Gegenwärtig löschen wir Konten, die diese Materialien heruntergeladen oder gespeichert haben, um eine weitere Verbreitung und Urheberrechtsverletzung zu unterbinden."

Besonders heftig diskutiert wurde jedoch eine andere Formulierung in den E-Mails: "Eine Log-Datei all ihrer Login-IP-Adressen und herauf- bzw. heruntergeladenen Dateien wird aus rechtlichen Gründen aufbewahrt."

Dies wäre widersprüchlich zu allen bisher getätigten Äußerungen über das Logverhalten der Rapidshare AG. Wie das Unternehmen bis heute mehrfach betonte, wird nicht gespeichert, wer welche Datei herunterlädt. Egal ob Premium oder Free-User.

Bei Premiumnutzern wird lediglich der verbrauchte Traffic protokolliert. Ein Vergleich mit den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Rapidshare AG hätte eigentlich bereits Klarheit schaffen müssen, dass hier etwas faul ist. Wir haben die Rapidshare AG kontaktiert und um eine Stellungnahme gebeten, die uns soeben erreicht hat.
Die Pressesprecherin der Rapidshare AG bestätigte unsere Vermutungen.

Bei den zitierten E-Mails handelt es sich um Fakemails. Die Rapidshare AG ist nicht der Absender. Die in den Mails festgestellten Behauptungen sind nicht korrekt. Wie man uns erklärte, versucht man gegenwärtig eine Korrektur zu erwirken.

Bild: techbucket

Klaus Müller am Mittwoch, 24.03.2010 11:01 Uhr

tagsTags: rapidshare

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19 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Feuchtbeule am 31.03.2010 09:10:43

    Wenn wir durch Rechteinhaber darauf aufmerksam gemacht werden, dass einzelne Kunden offensichtlich wiederholt oder in grossem Umfang Raubkopien über unseren Service verbreiten, behalten wir uns das Recht vor, die betreffenden Accounts fristlos zu kündigen. "einzelne Kunden", der war ...

  • Destiny666 am 30.03.2010 14:00:51

    Also doch wieder irgendwelcher Fake Mist bzw. Rufschädigungs-Kampagnen der Konkurrenz. ...

  • melmac am 30.03.2010 13:20:18

    Falschmeldungen verunsichern RapidShare-Kunden März 29, 2010 In den letzten Tagen sorgten E-Mails für Aufregung, die dem Empfänger illegale Aktivitäten unterstellten und behaupteten, RapidShare würde zahlreiche Daten entgegen der geltenden Datenschutzerklärung als Beweismittel sichern. ...

  • Tourgott am 24.03.2010 19:46:08

    Löschen und fertig. Fakemails, welche mein Bankkonto betreffen, tangieren mich mehr. ...

  • liany am 24.03.2010 18:39:21

    Da will wohl jemand am Image von Rapidshare kratzen. Konkurrenz? Musikindustri? Filmindustrie? Illuminati? ...

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