
"Ich hab heut Nacht vom Tod geträumt
es gibt kein ewig Leben
für Mensch und Tier und Halm und Strauch und Baum"
sang Mitte der 90er Jahre die Neofolk-Band Subway To Sally. Dank Social Media wie Facebook und Dienstleistern, die den Trend der omnipräsenten Kommunikation erkannt haben, können Tote auch aus dem Grab noch mit ihren Hinterbliebenen kommunizieren. Ein solcher Pietätsdienstleister, der die Relevanz der 'ewigen Kommunikation' erkannt hat, ist die Firma Objecs aus Phoenix, Arizona. Ihre modernste Erfindung ist das sogenannte Memorial RosettaStone Tablet, das Friedhofsbesuchern Nachrichten in Form von Texten, Bildern oder Videos auf ihr Handy schickt. Auf diese Weise können die Toten sprechen statt nur zu ruhen.
Der Grabstein-Bildschirm in iPod-Größe wird entweder direkt in den Stein integriert oder an ihm befestigt und versendet die gespeicherten Nachrichten des Toten per near-field-communication (NFC), einer Unterform der bekannten RFID-Technik. Sie können durch Berührung des ebenfalls am Grabstein angebrachten Senders mit dem eigenen internetfähigen Endgerät, zum Beispiel einem Mobiltelefon, empfangen werden.
Das Unternehmen bewirbt das sprechende Grabstein-Feature aus langlebigem Granit mit dem Slogan "Be Discovered--3,200 Years From Today" und möchte damit eine Art 'Service gegen das Vergessenwerden' anbieten. Auf der Tafel selbst können persönliche Informationen über den Verstorbenen als Piktogramme, die mit "alten Hieroglyphen" verglichen werden, von dem kleinen Bildschirm abgelesen werden.
In Japan ist diese Grabsteinerweiterung schon lange in Form der "Stimme des Steins" (Ishinokoe) erhältlich. Allerdings wird dabei ein Strichcode, der sich auf dem Stein befindet, mit dem Handy fotografiert und ermöglicht so den Zugang zu Fotos und Profilen des Verblichenen. Gleichzeitig wird ein Gästebuch angelegt, das registriert, wer wann das Grab besucht hat. Dies ermöglicht dann auch den komfortablen virtuellen Besuch der Begräbnisstätte per Handy. Schöne neue Welt...
Quelle: cnet.com
Bilder: RosettaStone
Julia Klein am Sonntag, 21.03.2010 23:37 Uhr
Diese Glückchen und sowas für die Toten hat man damals verwendet, als der Tod noch nicht immer sehr sicher festgestellt werden konnte. Der Sinn war das sich fälschlich beerdigte bemerkbar machen konnten. Das ist heutzutage natürlich unnötig, da die Medizin eher schon Tote noch am Leben erhält ...
Gab es nicht schon ähnliche Experimente/Durchführungen, wo dem/der Toten eine Kommunikationsmöglichkeit in den Sarg beigelegt wurde? Quasi für den Fall, dass der/die Verstorbene alles Andere als tot ist. Vage kann ich mich daran erinnern, aber ich hab keine Ahnung, wo ic ...
Na, ich weiß nicht, wer zu viel Geld hat, kann es auch an die ganzen Obdachlosen in Haiiti oder sonstwo schicken.Wenn man nicht in Vergessenheit geraten will, sollte man was großes vollbringen, damit die Schüler in 3000 Jahren in Geschichte wissen wer du warst.Und mit was großem vollbringen mein ...
Gab es nicht schon ähnliche Experimente/Durchführungen, wo dem/der Toten eine Kommunikationsmöglichkeit in den Sarg beigelegt wurde? Ja, Papier, Bleistift und ein frankierter Briefumschlag. Ist kein Witz (auch wenn es einen dazu gibt), diese morbide Sitte gab es t ...
Also, dass Informationen in einem Grabstein gespeichert werden ist evtl noch nichtmal so schlecht was die Nachwelt betrifft ... Gibt es doch schon heute. Erledigt jeder guter Steinmetz. Was einem hindert ist höchstens ein falscher Umgang mit dem Tod bzw. dt. Fr ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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