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Bayerische Polizei ermittelt in sozialen Netzwerken

Auch die bayerische Kriminalpolizei nimmt sich US-amerikanische Strafverfolger zum Vorbild und setzt bei der Verbrecherverfolgung auf soziale Netzwerke. Dies bestätigte eine Pressesprecherin des bayerischen Innenministeriums.

Erst vor einigen Tagen brachte die Electronic Frontier Foundation (kurz EFF) ans Tageslicht, dass US-amerikanische Strafverfolger auf soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter oder MySpace zurückgreifen, um sich die Fahndungsarbeit zu erleichtern (gulli:News berichtete). Dabei stellte sich heraus, dass die Verdächtigen gezielt mit gefälschten Profilen ausgespäht werden. Das US-Justizministerium zeigt bei dieser Art von Ermittlung keine klaren Grenzen auf. Lediglich die Steuerbehörde begrenzt ihre Mitarbeiter diesbezüglich klar - und das, obwohl die Strafverfolger der anderen Behörden im Rahmen der Polizeiarbeit offensichtlich gegen geltendes Recht verstoßen. So verbietet der Microblogging-Dienst Twitter in den Geschäftsbedingungen, täuschende oder unwirkliche Information zu veröffentlichen und auch das soziale Netzwerk MySpace fordert "wahrheitsgemäße" Daten der Nutzer. 

Nun ist der Trend dieser Polizeiarbeit teilweise auch nach Deutschland übergeschwappt. Wie es eine Pressesprecherin des bayerischen Innenministeriums gegenüber CHIP Online Business offenbarte, nutze die bayerische Polizei soziale Netzwerke für ihre Arbeit, um Fahndungsarbeiten zu vereinfachen. Die Pressesprecherin betont jedoch, dass unbegrenzte Freiheiten bei den Ermittlungen nicht gegeben seien: "Allerdings nutzen die Ermittler die Netzwerke nur bei konkreten Ermittlungsverfahren, also in Einzelfällen und auf Anfrage. Es findet keine breite, prophylaktische Nutzung statt."

Trotz der Zusicherung wird nicht genau deutlich, inwieweit die Verbrecherjagd in sozialen Netzwerken eingeschränkt ist. So ist es noch unbekannt, ob auch die bayerische Polizei verdeckte Ermittlungen durchführt und Internetnutzer mit falschen Profilen beschattet. Welche Portale oder sozialen Netzwerke im Rahmen der Polizeiarbeit durchstöbert werden, gab die Sprecherin nicht bekannt.

(via business.chip.de, thx!)

Sener Dincer am Sonntag, 21.03.2010 15:33 Uhr

tagsTags: polizei

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27 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • wolfkid am 24.03.2010 06:01:49

    Nein, du etwa? Vielleicht verstehst du deshalb ja nicht den Begriff "überspitzt". ;) ich verstehe deine argu nicht. Warum wundert mich das nicht, nachdem ich dein Posting gerade gelesen habe? :rolleyes: Ich weiß jetzt leider nicht, wie ich dir erklären soll, was ich meine. Ein Bi ...

  • rockmachine am 24.03.2010 04:41:30

    Das kommt mir so vor, wie "Das haben wir immer schon so gemacht.". Du willst doch sicherlich solche Ermittlung- bzw. Überwachungsmaßen nicht damit rechtfertigen, dass es "normal" ist. Wenn schon, dann bring wenigstens eine echte Begründung. Leicht überspitzt (damit das a ...

  • wolfkid am 24.03.2010 04:07:55

    Das kommt mir so vor, wie "Das haben wir immer schon so gemacht.". Du willst doch sicherlich solche Ermittlung- bzw. Überwachungsmaßen nicht damit rechtfertigen, dass es "normal" ist. Wenn schon, dann bring wenigstens eine echte Begründung. Leicht überspitzt (damit das auch jeder bemerkt): Ich ...

  • rockmachine am 24.03.2010 03:53:38

    hmm also für mich ist das keine neue info... das liegt doch in der natur der dinge, dass ermittelt wird, wo die meisten infos zu finden sind. von daher ist dies keine schreckensmeldung für mich. die polizei ist nichts böses, sie schützt uns vor verbrechen und guckt, dass die gesetze eingehalten ...

  • SmokeTooMuch am 24.03.2010 03:45:38

    Es findet keine breite, prophylaktische Nutzung statt. Zitat Walter Ulbricht: Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten. ...

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