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Studie:Internetpiraterie verursacht Milliardenverluste!

Eine Studie zahlreicher Industrie- und Handelsverbände hat sich mit der Thematik illegales Filesharing in Europa befasst. Die Ergebnisse zeigen eine Schätzung des entstehenden Schadens bis zum Jahr 2015 auf.

Piraterie hat nach Ansicht der Contentindustrie einen katastrophalen Einfluss auf die Weltwirtschaft. Um dies zu belegen, hatte man jüngst eine Studie über die Internationale Handelskammer in Auftrag geben lassen. Das Unternehmen TERA Consultants hat sie durchgeführt und dabei Ergebnisse ans Tageslicht befördert, die jeden Vorstellungsrahmen sprengen.
Die Verluste der deutschen Kreativindustrie lagen im Jahr 2008 nach Schätzungen der Studie bei 1,2 Milliarden Euro.

Hochgerechnet auf die gesamte EU gelangt man zu einem Spitzenbetrag von 9,9 Milliarden Euro. Darüber hinaus hätten im Jahr 2008 34.000 Menschen in Deutschland dadurch ihren Arbeitsplatz verloren. Die Betroffenen sollen alle in der kreativen Branche tätig gewesen sein. Europaweit geht man von 186.400 Personen aus.

Der Bericht basiert dabei auf Datensätzen der EU-Mitgliedsstaaten, der World Intellectual Property Organization (WIPO) sowie Eurostat. Fairerweise gesteht man in der Studie, dass es sich hier um ein "Worst-Case" Szenario handelt. Dies bedeutet, dass man von einem jährlichen Zuwachs an Webtraffic von 24 Prozent ausgeht. Die Kalkulationsbasis stellt das Jahr 2008 dar. Hier erwirtschaftete die europäische Kreativindustrie 860 Milliarden Euro. Rund 14,4 Millionen Menschen waren in der Branche beschäftigt. Anhand dieser Werte sowie der kalkulierten Verluste aus dem Jahr 2008 errechnete man eine Prognose, die die Entwicklung bis zum Jahr 2015 wiedergeben soll.

Die nüchternen Entwicklungszahlen bis 2015:

  • Die Contentindustrie wird durch illegales Filesharing 1,2 Millionen Arbeitsplätze abbauen müssen
  • 240 Milliarden Euro an Einnahmen werden durch illegales Filesharing "vernichtet"

Es ist unnötig zu erwähnen, dass man ein Vorgehen gegen diese Entwicklung fordert, zumal die Contentindustrie beträchtlich zum Bruttoinlandsprodukt beiträgt. In Deutschland liegt ihr Anteil laut der Studie bei 6,2 Prozent. Wer sich für weitere Details der Erhebung interessiert, kann diese hier herunterladen.

Quelle: bbc

Klaus Müller am Donnerstag, 18.03.2010 08:53 Uhr

tagsTags: piraterie wipo

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53 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • yongsai am 19.03.2010 21:42:12

    Ich finde es echt bemerkenswert die letzten 50 Posts zu lesen, und zu sehen, wie sehr die Leute komplett widersprüchliche Argumentationen akzeptieren, solange sie nur vordergründig ihren Standpunkt untermaueern. Tja, das ist aber auch ein Ding, 50 Leute und j ...

  • bullyh am 19.03.2010 17:39:50

    Argument 1: Die Zahlen sind falsch, und die Kreativwirtschaft "schraubt" sich eine Studie zusammen. Argument 2: Die Zahlen stimmen, aber die Kreaitivwirtschaft veröffentlicht flächendeckend überwiegend Scheisse, deswegen kauft den Kram auch keiner. Müssen sich als ...

  • Brother-John am 19.03.2010 15:46:59

    Ebenfalls fällt keinem auf, dass diese Studie von einer europäischen Industrie- und Handelskammer finanziert wurde und nicht von einem Interessenverband. Von neutralerer Stelle kann man schon fast keine Aussagen über den Bereich finden. Wie du auf die I ...

  • StefanHerwig am 19.03.2010 14:59:13

    Die Realitätsabwehrmaschinerie der Gulli Filesharing Community ist mal wieder im vollen Gange. Ich finde es echt bemerkenswert die letzten 50 Posts zu lesen, und zu sehen, wie sehr die Leute komplett widersprüchliche Argumentationen akzeptieren, solange sie nur vordergründig ihren Standpunkt unt ...

  • psylock am 19.03.2010 11:31:15

    immer wieder die kreative Argumentation der CI DL = Verkauf. Nehmen wir mal ein Beispiel : MS Office Wie viele nutzen gesaugte Versionen ? Richtig - unheimlich viele !!! Warum : Weils bequem ist und man MS Office im großen und ganzen kennt. Was wäre wenn nix mehr gesaugt würde ? Alle rennen z ...

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