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US-Geheimdienste - Ermitteln im Web 2.0

US-Geheimdienste ermittelten offenbar in großem Umfang in Sozialen Netzwerken. Entsprechende Dokumente wurden am heutigen Mittwoch von der US-Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) veröffentlicht.

Eines der Dokumente, dass die Aktivisten als besonders interessant einstufen, ist eine ausführlicher Trainings-Kurs. Dieser soll Beamte der Steuerfahndung darin Schulen, mit Hilfe von Web 2.0-Tools wie Social Networks und Google Streetview Steuerzahler auszuforschen. Die EFF bemerkt, dass dieser Kurs auch genau die Einschränkungen festlegt, die bei der Benutzung dieser Tools gelten. Andere Behörden, so kritisieren die Aktivisten, nähmen es damit offenbar nicht so genau.

In Bezug auf die persönliche Nutzung sozialer Netwerke werden die Mitarbeiter in den nun veröffentlichten Dokumenten zur Vorsicht aufgefordert. So dürfen sie diese Netzwerke nicht vom Dienstrechner besuchen und werden nachdrücklich aufgefordert, bei privater Kommunikation nicht den Eindruck zu erwecken, dass sie für ihre Behörde sprechen. Mit diesen Maßnahmen will man offenbar schlechter PR durch ungeschickte Kommunikation vorbeugen - und den bekannten Sicherheitsrisiken in Sozialen Netzwerken (gulli:News berichtete).

Zudem wurde eine Präsentation des Justizministeriums mit dem Titel "Beweise aus Sozialen Netzwerken erlangen und Nutzen" veröffentlicht. Dabei geht es unter anderem um die Datenschutz-Bestimmungen und die Kooperationsbereitschaft einiger bekannter Sozialer Netzwerke. So soll Facebook sich bereits mehrfach kooperativ gezeigt haben. Twitter dagegen wird aufgrund seiner kurzen Speicherdauer diverser Daten und seiner Weigerung, diese Daten ohne die Einhaltung des Rechtsweges herauszugeben, kritisiert. Kurz wird in der Präsentation auch der Nutzen Sozialer Netzwerke für Undercover-Operationen angesprochen.

Quelle: EFF

Annika Kremer am Mittwoch, 17.03.2010 23:37 Uhr

tagsTags: eff social network

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7 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Dukat11 am 18.03.2010 14:27:29

    Es wird oft von Datenschutz gefaselt und dem Nutzer suggeriert, dass er die alleinige Macht über seine Daten hat. Zahlreiche Datenskandale und rigorose staatliche Stellen pfeifen da aber einen drauf und besorgen sich die Daten ohne Wahrung jeglicher rechtstaatlicher Rechte. Wir regen uns in D zwar ...

  • Chummer am 18.03.2010 10:30:50

    Also wenn ich mich auf die Straße stelle und persönlichen Infos herausschreie, will ich mich beschweren wenn sie jemand hört und bei Interesse auch mitschreibt? ...

  • Prom_Killer am 18.03.2010 08:59:22

    Für manche Behörden scheint es wirklich das Schlimmste zu sein, wenn sich Andere an geltendes Recht halten. MfG Andy tja für gerechtigkeit müssen opfer gebracht werden :) ...

  • titus_shg am 18.03.2010 08:55:15

    Twitter dagegen wird aufgrund seiner kurzen Speicherdauer diverser Daten und seiner Weigerung, diese Daten ohne die Einhaltung des Rechtsweges herauszugeben, kritisiert. Für manche Behörden scheint es wirklich das Schlimmste zu sein, wenn sich Andere an geltendes Recht ha ...

  • Prom_Killer am 18.03.2010 08:52:36

    wer solche soziale netzwerke nutzt, muss natürlich damit rechnen. :confused: nennt sich übrigens ermittlungsarbeit :rolleyes: TRON2 hat bereits alles geschrieben. ich verstehe mal wieder die aufregung nicht :rolleyes: wenn ich persönliche daten usw. online präsentiere, dann will ich doch, dass m ...

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