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Micropayment: PayPal will die Preise drastisch senken

Die eBay-Tochter PayPal will im Laufe des Jahres die Preise für Zahlungen unter 10 US-Dollar drastisch senken. Für kostenpflichtige Inhalte im Web oder bequemere Downloads von digitalen Inhalten wäre der Weg demnächst frei.

PayPal-CEO Francesco Rovetta kündigte an, dass man das System für Kleinstüberweisungen demnächst umstellen will. Der Dienst war in die Kritik geraten, weil gerade bei kleinen Beträgen die anfallenden Kosten unverhältnismäßig hoch ausfielen.

Wie businessweek berichtete, soll in Zukunft nicht mehr jede einzelne Überweisung abgerechnet werden. Die Kosten fallen dann erst ab einem bestimmten Budget an. Francesco Rovetta hat bisher nicht verlauten lassen, wie hoch dieses ausfallen wird. Damit will das Unternehmen auf die gestiegenen Umsätze bei digitalen Downloads reagieren und deren Durchführung vereinfachen. Die neue Struktur soll die Anbieter in die Lage versetzen, ihre Waren profitabler abzusetzen. Oftmals würde die Zahlung per Kreditkarte nicht zur Verfügung stehen. Vorabüberweisungen vom Girokonto erscheinen heute wenig zeitgemäß. Bisher musste man für jede Überweisung via PayPal fünf Prozent des Transfers plus mindestens fünf US-Cent bezahlen. Beim Kauf einer MP3 für unter einem Dollar fallen also stolze 10 Cent an, für Kunden wie auch für die Firmen eine untragbare Situation. In Zukunft sollen die Gebühren erst beim Umsatz von 10 oder 20 Songs anfallen, die Gebühren sollen sich dann nach Aussage des Geschäftsführers stark im Rahmen halten. PayPal erwartet dadurch die Eröffnung eines zusätzlichen Marktes mit einem Volumen von 30 Milliarden US-Dollar. In den USA hat der Anbieter bei Online-Transfers die Nase vorn, Konkurrenten Visa und Mastercard haben das Nachsehen.

Bei Peter Sunde, besser bekannt als brokep von The Pirate Bay, dürfte diese Nachricht Missfallen auslösen. Eigentlich wollte er mit seinem Dienst Flattr künftig diesen Sektor bedienen. Flattr befindet sich derzeit aber noch immer im Betastatus. Wer auch immer die geringfügigen Transfers realisieren wird - die Murdochs dieser Welt wird es freuen zu hören, dass sie den Inhalt ihrer Webseiten bald bequem verkaufen können, sollte sich diese Geschäftsidee tatsächlich erfolgreich umsetzen lassen. Die meisten Surfer im Netz wollen ihre News und Interviews noch immer umsonst beziehen, sie bevorzugen das werbefinanzierte Modell.

Für den Erwerb digitaler Werke (MP3s, E-Books, Hörbücher etc.) im Web ist eine Preissenkung aber sehr von Vorteil. Bei den alten Konditionen war der Kauf wenig attraktiv.

(Grafik: urbanbarbarian.com)

Lars Sobiraj am Dienstag, 16.03.2010 19:49 Uhr

tagsTags: micropayment brokep flattr

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5 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • dosenbrot am 17.03.2010 09:41:42

    Jup, Finde es super. Es mosern natürlich nur die Leute rum die über Ebay viel verkaufen. Für mich als ab und zu mal User finde es einfach ideal. ...

  • DeSohnVomVadda am 17.03.2010 08:38:46

    Gebührensenkung bei Minimalbeträgen hin oder her: PayPal ist und bleibt ein Drecksladen. Wer PayPal immer nur als "Käufer" benutzt hat wird diese Aussage allerdings vermutlich nicht nachvollziehen können. ...

  • RatRex am 16.03.2010 23:58:09

    Die Geschäftspraktiken dieses "Dienstes" sind mir immer noch sehr ungeheuer. Hier und da wird mal ein Konto spontan eingefroren, andere bekommen ohne Auskunft von Gründen gar kein Konto und so weiter ... Ich hatte nie eins und bin froh mich noch darum drücken zu können! Und so einen Laden will ...

  • dj-doclx am 16.03.2010 20:22:13

    Endlich... Denn dann würd auch ich auf Paypal umsatteln! ...

  • pattyland am 16.03.2010 20:20:11

    Find ich gut! Gerade solchen Sachen fand ich immer blöd: http://board.gulli.com/thumbnails/53118-1268767127/preview-upload?stc=1 Damit ist dann wohl hoffentlich jetzt Schluss ;) ...

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