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UK: Lizenzeinnahmen der Musikindustrie steigen

Die britische Verwertungsgesellschaft PRS for Music hat Grund zum Feiern. Zum ersten Mal seit einigen Jahren sind die Lizenzeinnahmen von Künstlern wieder gestiegen. Insbesondere digitale Musikdownloads haben ihren Anteil daran.

In letzter Zeit scheint es fast so, als ob immer mehr positive Meldungen aus der Contentindustrie dringen. Meistens werden diese nicht so euphorisch betont. Doch nach Jahren der negativen Entwicklung sollte man auch ein kleines Pluszeichen würdigen. In eben jener bescheidenen Zurückhaltung übt sich aktuell auch die britische Verwertungsgesellschaft PRS for Music.

Zum ersten Mal seit Jahren sind die Einnahmen durch Lizenzgebühren wieder gestiegen. Im Jahr 2009 erhielten Songtexter, Komponisten und Labels satte 623 Millionen Britische Pfund (ca. 684 Millionen Euro). Dies sind 2,6 Prozent mehr als im Jahr 2008. Das Bemerkenswerte an dieser Entwicklung ist insbesondere der digitale Musikmarkt. Dessen Zuwachs an Einnahmen überstieg erstmalig die Verluste durch CD und DVD Verkäufe.

Der Chief Executive Officer von PRS for Music, Robert Ashcroft, bremste die Begeisterung jedoch etwas aus: "2009 war das erste Jahr, in dem die Einnahmen durch den legalen digitalen Markt die sinkenden Einnahmen durch traditionelle CDs und DVDs überschritten haben. Wir sind aber nach wie vor zurückhaltend, ob dies ein wahrer Wendepunkt ist." Natürlich lässt sich aus einem einzelnen Wert nicht ableiten, ob sich ab sofort alles positiv entwickelt.

Die Musikindustrie dringt jedoch immer tiefer in den digitalen Markt ein und versucht dort ihre Geschäftsmodelle zu etablieren. Kritisch betrachtet hat es Jahre gedauert, bis man hier vorankam. Aber nur wenige Dinge entwickeln sich über Nacht zu einem Hit. So gesehen erhält die Branche vielleicht jetzt langsam die Entlohnung, die man schon viel früher hätte bekommen können.

Robert Ashcroft versucht sich dennoch leicht optimistisch: "Das nächste Jahr verspricht weitere Zuwächse bei den Einnahmen durch den legalen digitalen Musikmarkt sowie durch die Nutzung britischer Musik in Übersee." Ob der digitale Markt alles auffangen kann, lässt sich bedauerlicherweise noch nicht feststellen. Fakt ist, dass die Online-Einnahmen im Jahr 2009 um 73 Prozent im Vergleich zu 2008 gestiegen sind. Also von 14 Millionen Euro auf 33,4 Millionen Euro. Wirklich bedeutsam war außerdem der Export britischer Musikwerke ins Ausland. Hier konnte ein Zuwachs der Einnahmen von 19 Prozent verzeichnet werden. Es scheint also aufwärts zu gehen.

(via billboard, thx!)
(Bild via musically, thx!)

Klaus Müller am Dienstag, 16.03.2010 10:12 Uhr

tagsTags: prs prs for music

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vgwort
 
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4 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • choppx am 16.03.2010 21:07:23

    Dann wirds ja doch noch was mit dem zweiten Aston Martin in der Garage. Das Modell von letztes Jahr ist ja auch schon wieder "alt". ...

  • weTTexFry am 16.03.2010 16:17:20

    Wenn sie sich freuen würden, dann würde das ja ihrem Image schaden (arme arme Contentindustrie macht kein geld wegen den illegalen downloads) :mad: ...

  • DasFragezeichen am 16.03.2010 11:11:39

    Ich gönne es ihnen von Herzen nicht ...

  • kleini75 am 16.03.2010 10:34:38

    Los, jetzt müsst Ihr alle ganz schnell loslegen und Euch einreden, dass Downloaden somit völlig ok ist. Wenn BMW das nächste Mal einen neuen Rekordgewinn ausweist, geh ich direkt zu nem Händler und klau mir ein Auto! ...

  • Firebird77 am 16.03.2010 10:12:03

    Die britische Verwertungsgesellschaft PRS for Music hat Grund zum Feiern. Zum ersten Mal seit einigen Jahren sind die Lizenzeinnahmen von Künstlern wieder gestiegen. Insbesondere digitale Musikdownloads haben ihren Anteil daran. [url=http://www.gulli.com/news/uk-lizenzeinnahmen-der-musikindustrie- ...

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