
Obama strich im Rahmen seiner Rede in Washington heraus, Innovationen und die Kreativität seien das größte Kapital des amerikanischen Volkes. Das landeseigene Wirtschaftsministerium würde das „volle Arsenal mit allen Mitteln ausschöpfen“, um der Piraterie zu begegnen. Das geplante internationale Handelsabkommen ACTA sei ebenfalls Teil der Strategie im Kampf gegen die Filesharer. Angeblich soll dabei auch der Name des Filehosters Megaupload gefallen sein. Nationen wie China und solche im Osten Europas sollen den Westen bei ihren Bemühungen unterstützen, findet Obama. Craig Winter von der MPAA beklagte laut CNET die lasche Einstellung vieler Regierungen in Bezug auf die Einhaltung der Urheberrechte. Noch immer würden über Megaupload zahlreiche Filme ohne Einwilligung der Filmstudios ihren Besitzer wechseln.
Letzte Woche sollen geheime Unterredungen mit Vertretern der Content-Industrie stattgefunden haben, um eine gemeinsame Marschrichtung abzustecken. Geplant sei in den USA auch die Einführung der Warnbriefe und die Trennung der Internetverbindung, besser bekannt als die Three-Strikes-Gesetzgebung. Beobachter nehmen an, dass dies möglicherweise zu heftigen Auseinandersetzungen mit weniger einsichtigen bzw. kooperativen Internet-Anbietern führen könnte.
Bei den Gesprächen war auch James Murdoch, der Sohn des Medienmoguls Rupert Murdoch, anwesend. Seiner Meinung nach gibt es keinen Unterschied zwischen einem Handtaschendiebstahl in einem Laden und dem illegalen Herunterladen einer Datei. „Das sind keine verrückten Jugendlichen, bestraft sie!“, sagte er. Die Regierung müsse jetzt den Ball spielen, damit das nicht mehr passieren kann. Die Anbieter müssten nicht kundenfreundlich sein, solange sich die Kunden einfach so bedienen. Es gäbe keine neue Klasse von Konsumenten. Digitale Inhalte müssten seiner Meinung nach so unverletzlich wie physische Gegenstände sein, weswegen er sich ebenfalls für härtere Gesetze aussprach. Seine Drohgebärden wendeten sich aber auch an Google und deren Geschäftsführer Eric Schmidt. Es könne nicht angehen, wenn Anbieter wie Yahoo oder Google mit fremden Informationen Geld verdienen würden, berichtete der Guardian.
Manche Amerikaner hatten im Vorfeld gehofft, dass ausgerechnet der technikaffine Barack Obama eine andere Einstellung in Hinblick auf diese Thematik haben könnte. Scheinbar können die Drohgebärden der Murdochs dieser Welt erste Erfolge für sich verbuchen.
(Grafik von mexianpryde2000, thx!)
Lars Sobiraj am Sonntag, 14.03.2010 11:52 Uhr
Es ist halt schwierig zu akzeptieren, dass man 30 Euro für z.B. eine Serienstaffel ausgeben soll, obwohl diese DVD, die man sich kauft einen Warenwert von vielleicht 15ct hat. Wenn man hört, dass Schauspieler für eine Episode mal eben ne halbe Million Dollar bekommen ...
Es ist halt schwierig zu akzeptieren, dass man 30 Euro für z.B. eine Serienstaffel ausgeben soll, obwohl diese DVD, die man sich kauft einen Warenwert von vielleicht 15ct hat. Wenn man hört, dass Schauspieler für eine Episode mal eben ne halbe Million Dollar bekommen, dann erklärt das zwar den h ...
Keine Käufer => Kein Geld => Keine Industrie. Das kann man noch weiter spinnen: Keine Käufer => Kein Geld => Keine Industrie => KEINE NEUE MUSIK, FILME, SOFTWARE etc. Mal drüber nachgedacht? Die Selbstvermarktung kann nicht klappen, da die Labels/Rechte ...
Das amerikanische Gefängnissystem ist nicht umsonst Rekordhalter, nirgendwo sonst sitze pro 100.000 Bürgern so viele hinter Gittern. Da hat es sicher noch Platz für ein paar hunderttausend Piraten. Zur Not geht es eben in rosa Unterwäsche in eine Zeltstadt. ...
hehe, du bist einer der wenigen, dem ich DIE OFFENBARUNG zutraue.. Ja,schon sehr anspruchsvoll diese "Dokumentation",die verbindung von Obama zu Bush ist so gut erklärt das man sich direkt den original BBC ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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