
Bei dem im Januar bekannt gewordenen Angriff - hinter dem einige Experten die chinesische Regierung vermuten, was diese aber stets dementierte - war Google Quellcode gestohlen worden. Zudem wurden die Mailboxen von Menschenrechts-Aktivisten und Medienschaffenden attackiert. Google kündigte daraufhin an, sich nicht mehr an die chinesischen Regeln zur Filterung von Suchergebnissen halten zu wollen. Man wolle entweder unzensierte Suchergebnisse anbieten oder sich ganz vom chinesischen Markt zurückziehen. Aus dieser Ankündigung entwickelte sich ein wochenlanger Machtkampf, bei dem offenbar bisher keine Einigung in Sicht ist.
Noch in dieser Woche hatte Google-CEO Eric Schmidt optimistisch verkündet, er hoffe, bald ein Ergebnis der Verhandlungen mit China über das Anbieten einer unzensierten Suchmaschine verkünden zu können. Nun aber scheinen die Zeichen auf Konfrontation zu stehen. "Wenn man chinesische Gesetze nicht respektiert, ist man unfreundlich und verantwortungslos, und man wird die Folgen zu tragen haben," erklärte ein Sprecher des chinesischen Ministeriums für Industrie und Informationstechnologie am gestrigen Freitag gegenüber Journalisten. Er deutete an, dass Google, wenn es sich an die Gesetze hält, durchaus auf dem chinesischen Markt willkommen ist. Dort erreichte der Suchmaschinen-Riese seit dem Start von google.cn vor drei Jahren bereits einen Marktanteil von rund 30%. Die Entscheidung liege nun ganz bei Google.
Momentan scheint keiner der Verhandlungspartner nachgeben zu wollen. Googles Zukunft in China - sie erscheint nach wie vor ungewiss.
(via Threat Level, thx!)
Annika Kremer am Samstag, 13.03.2010 01:51 Uhr
Google hat vor dem Start von Google.cn Abwägungen getroffen, an deren Ende das Ergebniss stand, dass den Dienst gar nicht erst anzubieten verwerflicher sei, als auf der lokalisierten Suche eine Filterung einzuführen, und dadurch den weiteren Zugang zum weiterhin ungefilterten Google.com aus dem La ...
Nunja wenn Google meint auf dem chinesischen Markt einsteigen zu müssen dann sollte man sich auch an die dortigen Gegebenheiten angleichen. Wenn man die chinesische Ideologie nicht unterstützen will dann hätte man sich bereits von Anfang an klar äußern und die Zensur durch die Regierung verurte ...
soso, google solle sich einfach an die gesetzte halten und gut ist? inb4: IBM hat Lochkartenmaschinen an Nazideutschland geliefert, für die Juden(aus)sortierung. Dafür wurde IBM Jahrzehntelang angekackt. Ob das in 50Jahren auch google blüht? ...
Meiner Ansicht nach sollte sich Google, so sehr ich auch die Einhaltung der Menschenrechte befürworte, nicht in die Politik einmischen. Wenn sie gewisse Inhalte in China zensieren so hat das nichts damit zu tun, dass sie unmoralisch handeln, sondern, dass sich Google einfach an die dortigen Gegeben ...
Kann man in DE aber umgehen wenn man google.at oder google.ch (oder gleich .com) benutzt - was in China nicht geht, da kommt man nur auf .cn Echt jetzt? Kommt mir ehrlich gesagt bekannt vor - bloss halt andersrum. Kann es gerne mal checken- Google.com eingeben - auf Google ...
Lars Sobiraj am 04.02.2012, 11:32 Uhr
Während Die Linke zur Teilnahme an einem europaweiten Aktionstag gegen ACTA aufruft und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger die Kritik am internationalen Handelsabkommen zurückweist, führte der Jurist Jens Ferner eine ausführliche Analyse jedes einzelnen Artikels durch. Wir fragten ihn, wie gefährlich ACTA tatsächlich ist. In welchem Rahmen bedroht dieses Abkommen unser aller Freiheit?
Lars Sobiraj am 09.02.2012, 11:40 Uhr
In der südenglischen Grafschaft Sussex ereignete sich letzten Monat ein Fauxpas der besonderen Art. Statt einen Einbrecher zu fassen, jagte ein Polizist mit Hilfe von Kameras für etwa 20 Minuten sich selbst. Sein Kollege an den Monitoren hatte ihn nicht erkannt und fand sein Verhalten sehr auffällig. Der beobachtete Mann habe auf heißen Kohlen gesessen, weswegen er dringend tatverdächtig sei.
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