
Indie-Labels als auch die größeren Unternehmen sollen zusammen jährlich fünf Milliarden US-Dollar in die Vermarktung und den Aufbau ihrer Künstler investieren, so die Studie der IFPI. Das sei der größte Posten auf der Ausgabenseite. Es sei zudem üblich, dass man eine Million Dollar in einen Act steckt, bevor dieser populär wird.
Der „Investing in Music“ Report streicht zudem heraus, die Musikwirtschaft hätte wellenförmig positive Auswirkungen auf viele andere Wirtschaftsbereiche wie Konzertagenturen, Radiostationen, HiFi-Geräte, Hersteller von Musikinstrumenten und Zubehör etc. Die International Federation of the Phonographic Industry (IFPI), der Weltverband der Phonoindustrie, rechnet diesen positiven Effekt mit jährlich 160 Milliarden US-Dollar hoch. Zwischen dem Musikgeschäft und den Kreativen zu vermitteln sei nicht selten wie durch ein Minenfeld zu laufen, so Alison Wenham von WIN (World Independent Music) Die Künstler würden das Management gerne jemand anderem abgeben. Sie interessieren sich nur selten für die Verwaltung und die Details des Geschäfts.
IFPI-Geschäftsführer John Kennedy streicht in diesem Zusammenhang nur zu gerne heraus, dass die Musiker ganz ohne Labels nicht auskommen können. Es sei ein Mythos, dass sich die Künstler im Internetzeitalter ohne Plattenfirma selbst vermarkten könnten. Die Ausgaben splitten sich wie folgt auf: 20% der Einnahmen würde man vorab in die Acts investieren, weitere 20% in die Kosten für die Aufnahmen. Die geschätzten Aufwendungen für durchschnittlich drei Videos belaufen sich auf weitere 20%, der Toursupport schlägt mit 10% zu Buche. Fehlen zur Gesamtsumme der Investitionen noch Promotion und Marketing mit einem 30%igen Anteil.
Auch BVMI-Geschäftsführer Stefan Michalk hatte im Verlauf des Fachgesprächs die Ausgaben seiner Verbandsmitglieder herausgestrichen. Der Verkaufserfolg sei hier weit schlechter kalkulierbar als in vielen anderen Wirtschaftsbereichen. "Ein Grundprinzip dieser Branche ist es, dass die Investitionen die dort getätigt werden, hochgradig risikoreich sind." Einer von 10 Künstlern würde die anderen 9 mittragen. Bis vor einigen Jahren funktionierte dieses System gut. Jetzt könnte man längst nicht mehr so viel Geld mit den bekannten Acts verdienen wie früher. Stefan Michalk hatte auch die Wichtigkeit betont, dass man in der Öffentlichkeit die ökonomischen Zusammenhänge deutlich machen müsse, das hätte die Branche über Jahre hinweg versäumt. Der aktuelle Bericht der IFPI scheint exakt in diese Richtung gehen zu wollen.
Eva Kiltz vom Verband unabhängiger Tonträger (VUT) sieht die Angelegenheit zwar aus einem ganz anderen Blickwinkel, die Schlussfolgerung ist aber die gleiche: Egal ob die Künstler das eigenhändig tun oder einen Dienstleister beschäftigen: „Das ist ein Investment, welches du gar nicht in Zahlen ausdrücken kannst, denn wenn das nach normalen Sätzen bezahlt werden würde, würden unglaubliche Summen dabei herauskommen.“ Die Aufwendungen einen unbekannten Künstler populär zu machen seien im Laufe der Jahre ungefähr die gleichen geblieben. Die Einnahmen seien aber seit diesem Jahr auch für die Independents rückläufig.
Lars Sobiraj am Freitag, 12.03.2010 13:54 Uhr
Hier ist wieder das geballte, aber gefährliche Halbwissen unterwegs... ...
Warten wir mal noch eine Weile ab, bis mal jeder von den Verbraucherschafen gemerkt hat, dass sich viele neue Bands mit Potential via Internet selbst vermarkten und schauen uns dann mal an, welcher Industriezweig als erstes wegbricht. Mein Tip geht in Richtung der Wirt ...
Der „Investing in Music“ Report streicht zudem heraus, die Musikwirtschaft hätte wellenförmig positive Auswirkungen auf viele andere Wirtschaftsbereiche wie Konzertagenturen, Radiostationen, HiFi-Geräte, Hersteller von Musikinstrumenten und Zubehör etc. Was ist das denn für ...
Bei den Independents ist es noch Nachvollziehbar ... bei den Großen Labels jedoch nicht! Dort kann man davon ausgehen, das es wie bei den "forschenden Pharmafirmen" abläuft ... 900 Millionen in die Forschung und 25 Milliarden in das Marketing! ... ...
Die britische IFPI hat kürzlich zum globalen PR-Rundumschlag ausgeholt. Laut einer Studie würden die Plattenfirmen rund 30% ihrer Einnahmen in den Aufbau und die Vermarktung von Künstlern stecken - fünf Milliarden US-Dollar sollen so jährlich weltweit investiert werden. [url=http://www.gulli.c ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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