
Cox, Warner Cable und Comcast gehören zu den drei großen Providern, die Fördergelder für eine Anti-Piraterie Software freigegeben haben. Der Name der neuen Wunderwaffe: BitStalker. Worum es dem Trio geht, ist letzten Endes nicht ganz klar. Will man nur die eigenen Netze gegen übermäßige Belastung durch Filesharing schützen? Oder geht es um eine Positionierung gegen urheberrechtsverletzende Kunden?
Tatsache ist, dass die Entwickler von BitStalker die Anwendung unglaublich loben. Nach ihrer Angabe ist die Software in der Lage, Millionen von Filesharern in BitTorrent-Tauschbörsen zu erfassen. Bei der Datenherhebung geht man darüber hinaus einen ganz anderen Weg. Trackingtools für BitTorrent agieren meist passiv.
Das heißt, dass sie den Datenaustausch zwar beobachten, aber praktisch nicht selbst daran teilnehmen. BitStalker ist hier anders. Es geht aktiv in den Tauschbörsen vor und beteiligt sich am Datenverkehr. Dadurch will man einen Dateiaustausch definitiv einer IP-Adresse zuordnen können.
Interessant ist in diesem Rahmen vor allem folgende Feststellung der Entwickler: Laut deren Angaben ist 1 von 10 Anschuldigungen gegen einen Downloader falsch, wenn die Software passiv agiert. Lediglich durch eine aktive Teilnahme könne man diese Fehlerquote ausschließen. Überträgt man diesen Gedanken auf die zahlreichen Filesharing-Abmahnungen, wird einem schwindelig. Die Logging-Software einiger Piratenjäger nimmt entweder gar nicht am Datenverkehr teil oder ist nur teilweise aktiv, wenn beispielsweise nur ein Probedownload durchgeführt wird.
BitStalker soll weit effizienter als bisherige Überwachungssoftware im BitTorrent-Bereich sein. Eine Totalüberwachung von The Pirate Bay sei bereits für 12,40 US-Dollar (etwa 9 Euro) möglich. Die dazugehörige Studie hält leider nicht fest, ob dies ein Monats- oder Jahresbetrag ist. Schleierhaft ist somit am Ende nur, was die drei Provider mit dieser Software wirklich erreichen wollen. Man kann es nur ahnen.
(via torrentfreak, thx!)
(Bild via citypages, thx!)
Klaus Müller am Mittwoch, 10.03.2010 20:08 Uhr
@Captain_Planet: Lies die News nochmal ;) Sie "fordern" nicht, sondern "fördern". Fein, wofür Provider Geld ausgeben :dozey: Ist ja auch klar, der verursachte Traffic der Filesharer kostet G ...
@ctvirus ... so würde ich es machen ... Ich stelle mir eine Büchse hin ... darauf rennt ein modifizierter Client ... dieser Client Spiegelt Up und Download eines oder mehrerer anderer fremder Clients ... gespeichert wird nichts, der von mir modifizierte Client "reicht" die Daten einfach "nur" dur ...
Es geht aktiv in den Tauschbörsen vor und beteiligt sich am Datenverkehr. ist dann nicht illegal? oder gibts da ne ausnahmeregelung? und: was die provider letztendlich erreichen wollen ist irrelevant, aber schaden kann es ihnen nicht. im besten fall sinkt die ne ...
Ich. HD-TV via Internet. Und seit wann profitiert ein Provider von Traffic? Traffic ist nichtmal so billig wie du denkst... Ich mein ja nicht den Traffic selber, aber die immer höheren Bandbreiten die sich die Kunden zulegen und die ja nunmal auch entsprechend mehr ...
Na dann viel Spaß beim Kunden verlieren, ob sich das rechnet wird sich zeigen, denn - ob die Diskussion um den Preis für Traffic nun gerechtfertigt ist oder nicht - es gibt verdammt viele Filesharer. :) ...
Lars Sobiraj am 04.02.2012, 11:32 Uhr
Während Die Linke zur Teilnahme an einem europaweiten Aktionstag gegen ACTA aufruft und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger die Kritik am internationalen Handelsabkommen zurückweist, führte der Jurist Jens Ferner eine ausführliche Analyse jedes einzelnen Artikels durch. Wir fragten ihn, wie gefährlich ACTA tatsächlich ist. In welchem Rahmen bedroht dieses Abkommen unser aller Freiheit?
Lars Sobiraj am 09.02.2012, 11:40 Uhr
In der südenglischen Grafschaft Sussex ereignete sich letzten Monat ein Fauxpas der besonderen Art. Statt einen Einbrecher zu fassen, jagte ein Polizist mit Hilfe von Kameras für etwa 20 Minuten sich selbst. Sein Kollege an den Monitoren hatte ihn nicht erkannt und fand sein Verhalten sehr auffällig. Der beobachtete Mann habe auf heißen Kohlen gesessen, weswegen er dringend tatverdächtig sei.
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