
Mozilla hat es sich nicht nur zur Mission gemacht, einen Browser zu entwickeln, der den Internet Explorer übertrumpfen kann. Laut Mitchell Baker, der Gallionsfigur der Mozilla Foundation, ist die eigentliche Mission, gewisse Qualitäten in das menschliche Erleben des Internets einzubringen. "Wir haben einen vernünftigen Ansatzpunkt mit dem Browser und Firefox ist für die unmittelbare Zukunft wichtig. Aber wir haben mit der Kontrolle seitens der Nutzer gerade erst angefangen." Kryptische Worte.
Laut dem Geschäftsführer der Mozilla Corporation, Mark Surman, sieht diese Mission vor, das Netz offener zu gestalten. Dies soll dadurch erreicht werden, dass technische, wirtschaftliche und kulturelle Drosseln entfernt werden und dafür mehr Otto Normalverbraucher und nicht nur Techniker sich darum Gedanken machen, wie sich das Internet in den nächsten 100 Jahren entwickeln wird.
Ein Mittel zu dieser umfassenden Veränderung soll das von Surman geleitete Projekt Drumbeat sein. Nach eigener Beschreibung handelt es sich dabei um eine globale Community von Mozilla-Anhängern, die Webtechnologie auf neue Art und Weise verwenden, um ihr online-Leben zu verstehen, an ihm teilzunehmen und die Kontrolle darüber zu haben.
Zu den Initiativen des Drumbeat-Projekts gehört ein Satz von unabhängigen Programmen, die OpenWeb-Technologien wie HTML 5 verwenden. Wenn Schüler oder Studenten damit arbeiten, soll ihre Arbeit durch ein Peer Rating System bewertet werden, das über die üblichen Microsoft- oder Cisco-Zertifikate hinausgeht, stellt Surman sich vor.
Abgesehen vom Programmieren von Anwendungen ist es aus Mozillas Sicht auch notwendig, Einverständniserklärungen zu entwickeln, die der User lesen und verstehen kann, bevor er sich bei einem Dienst anmeldet, anstatt diese einfach durchzuscrollen und auf "Ja" zu klicken. Damit sollen Menschen die Kontrolle über ihre digitale Identität erhalten und sich frei innerhalb der Cloud bewegen können. Sie sollen sich nicht einfach nur anmelden und ihre Daten an einige IT-Giganten wie Microsoft, Google, und Facebook abtreten müssen. Mozilla denkt dabei auch über ein Piktogrammsystem nach, das den Anwender schnell über die Beitrittsbedingungen des Dienstes aufklärt, damit er wirklich ein informiertes Einverständnis geben kann.
Um allerdings Anwender in dieser Form dazu zu bringen, Verantwortung für sich als User und das Internet als Kulturraum zu übernehmen, sind sowohl technische als auch nicht-technische Projekte notwendig.
Im technischen Bereich möchte Mozilla nicht nur den Kerker proprietärer Technologien im Netz aufbrechen. Man möchte auch anbieterspezifische, proprietäre Unterrichtsmethoden ablösen, die nur dafür sorgen sollen, dass geschlossene Technologien wie .NET, Flash und Cisco Router die tragenden Säulen des Internets bleiben. Damit würden andere Anwender systematisch ausgeschlossen. Surman plant deshalb Universitätskurse in HTML 5, Cascading Style Sheets und JavaScript sowie Kurse, die Mozillas Canvas näherbringen sollen. Daraufhin sollen Entwickler und ihre Arbeit dann von den Käufern und Verkäufern ihrer Technologie bewertet werden.
Das Pilotprojekt dieses noch in der Entwicklung begriffenen Vorhabens fand im vergangenen Jahr statt. Mozilla richtete für ein Semester eine peer-to-peer-Universität für 100 Studenten ein. Letzten Monat wurde ein zweites Semester angeschlossen und weitere sollen im Zweimonatstakt folgen. Die Idee erhielt Unterstützung von der US-amerikanischen Hewlett Foundation, die sich unter anderem der Bildungsverbesserung für Schüler und Studenten verschrieben hat.
Bei Mozilla ist man sich darüber bewusst, das es sich bei Drumbeat um ein Langzeitprojekt handelt. Surman gibt sich jedoch in Bezug darauf entspannt: "Es ist nicht schwierig zehntausende dazu zu bringen, sich zu beteiligen - sie klopfen bereits an die Tür. Und sie werden ihren Freunden, Nachbarn und Kollegen davon erzählen. Das wiederum wird Menschen helfen, die den Unterschied zwischen Firefox, Internet Explorer und Chrome nicht kennen. Sie sind die Anwender, die in den nächsten 5 bis 10 Jahren dazukommen und das wird das nächste Level im Spiel werden."
(Via theregister.co.uk, thx! Bild: izarbeltza unter CC-BY-SA, thx!)
Julia Klein am Samstag, 06.03.2010 20:14 Uhr
Weia, es tut wirklich weh, wie ihr hier über Mozilla herzieht. Denkt mal zurück: Bevor der Phoenix/Firebird/Firefox seinen Höhenflug bekommen hat, waren Webseiten für den IE kaputt-optimiert und funktionierten in anderen Browsern teils nichtmal. Wenn doch, dann sehr eingeschränkt. Bevor ich mit ...
bäh, der lebt ja auch noch ;) Ich war schon immer beim Opera und werde dabei bleiben. Im gegensatz zu Mozilla arbeitet Opera nämlich an ihrem Browser und baut nicht jeden Tag 3 neue Luftschlösser. ...
klingt alles sehr nach sollte/müsste/könnte.... ich seh das noch nicht. die idee mit den piktogrammen.. nunja.. es dürften von mir aus gern auch ein paar geschriebene worte dabei sein, etwas greifbares. wenn irgenwann alle nur noch auf bildchen klicken können und keine texte mehr lesen (so wie h ...
Wer hat denn hier mit sonnem Religionsdreck angefangen? Ach glaub du doch woran du willst und lass anderen ihren Glauben. Chrome wurde nicht angegriffen, du brauchst ihn also nicht verteidigen. ...
Nu mach hier mal nicht den Missionar. Es ist mir egal, ob du an Chrome glaubst. Ich tu es nicht. Wer hat denn hier mit sonnem Religionsdreck angefangen? ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
Kämpfe als Held in diesem einzigartigen Fantasy Game. Viele Gefahren und Abenteuer erwarten dich!
spielen
Erschaffe deine eigene Insel und erobere die Welt. Krieg oder Wachstum - deine Strategie entscheidet!
spielen
Werde Gladiator und kämpfe im antiken Zeitalter um Ruhm und Ehre. Gehe Bündnisse mit anderen Spielern ein und kämpft gemeinsam gegen die schrecklichen Barbaren.
spielen
Ziehe als einsamer Waldläufer oder an der Seite von Kampfgefährten in einem Fantasy-Spiel von Abenteuer zu Abenteuer.
spielen
Tritt gegen legendären Samurai aus Japan des 19. Jahrhundert an und werde der gefürchtetste aller Samurai.
spielen
Tritt in eine epische Schlacht zwischen Werwölfen und Vampiren, in der nur die Stärksten überleben werden, ein.
spielen