
Wenn es um geistiges Eigentum geht, hört man seitens der Contentindustrie regelmäßig ein bestimmtes Wort. Diebstahl. Ob es nun eine illegal heruntergeladene MP3 ist oder aber ein ausführlicher Newsartikel zu einem bestimmten Thema. Im Kreuzzug gegen News-Aggregatoren stellt Rupert Murdoch mit seiner News Corp den Kämpfer an erster Front dar. Google wird von ihm blockiert, weitere Nachrichtenportale verstecken sich hinter einer sogenannten "Paid-Wall". Also einer Bezahl-Mauer, die den Konsum kostenloser Inhalte verhindern soll.
Dass das Wort "klauen" jedoch in beide Richtungen funktioniert, musste sich Murdoch bereits im vergangenen Jahr eingestehen. Ende 2009 hatte die britische Times einen Blogpost veröffentlicht. 1:1. Ohne Bearbeitung. Ohne Nennung des eigentlichen Autors. Die britische Times gehört ebenfalls zu Murdochs Firmenimperium. Wenige Tage vor dem "Zwischenfall" hatte man noch für bezahlte Webinhalte geworben. Schließlich müssten Artikel online vergütet werden. Der Leser müsse bezahlen. Der Blogger war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht bezahlt worden.
Hinzu kam, dass wenig später ein Reporter der New York Post (ebenfalls der News Corp. zugehörig) eine interessante Äußerung tätigte. Die internen Richtlinien würden es verbieten, Blogger als Quelle für eine Story zu nennen. Man bestritt dies vehement. Nun scheint jedoch genau das erneut passiert zu sein. Michael Masnick von Techdirt berichtet von einem Blogger, dessen Artikel offensichtlich als Inspiration für einen New York Post Artikel diente.
Er schrieb über einen Kindergeburtstag bei ChuckECheese. Dabei handelt es um ein "Family Entertainment Centre". Familien können dort die Geburtstage ihrer Kinder feiern. Neben einem Restaurant ist eine gigantische Spiellandschaft für die Kleinen angeschlossen, die kaum Kinderwünsche offen lässt.
Irritiert war der Blogger von einem Schild im Eingangsbereich (siehe Bildstrecke unter diesem Artikel). Er verfasste einen kritischen Blogpost darüber. Wie es in der Blogosphäre üblich ist, werden interessante Themen weiterverbreitet. Dabei ist die Nennung der Quelle für viele oberste Priorität. Der Eintrag war offensichtlich für viele spannend und wurde zahlreich verbreitet und verlinkt.
Scheinbar gefiel er auch der New York Post. Diese präsentierte wenige Tage später einen Artikel, der sich ebenfalls mit dem Warnschild auseinandersetzte. Natürlich könnte wie immer alles Zufall sein. Oder ein New York Post Redakteur hat sich von dem Blogeintrag inspirieren lassen. Wie es bei so vielen Bloggern der Fall ist, wenn sie Artikel renommierter Nachrichtenagenturen lesen. Es gäbe dann nur einen Unterschied: Die Blogger nennen ihre Quelle(n).
(via techdirt, thx!)
(Bild via afinecompany, thx!)
Klaus Müller am Samstag, 06.03.2010 16:52 Uhr
Unwahrscheinlich. Seit wann ist Lachschon für lustige Bilder gedacht? ...
wow. ein Blog über ein witziges/sinnloses Hinweisschild. ist lachschon schon informiert???! ...
Warste schonmal in den USA??? Weisste nicht wies da abgeht?? Dat ist nicht dieses Deutsch-Hiphop-Ghetto-rumgetue... da wirste umgelegt ,wenn de mit den falschen Klamotten im falschen Viertel auftauchst,da isses dann wirklich verständlich,wenn man einen Kinderspielplatz indir ...
Warste schonmal in den USA??? Weisste nicht wies da abgeht?? Dat ist nicht dieses Deutsch-Hiphop-Ghetto-rumgetue... da wirste umgelegt ,wenn de mit den falschen Klamotten im falschen Viertel auftauchst,da isses dann wirklich verständlich,wenn man einen Kinderspielplatz indirekt als neutralen Ort de ...
Hä? Was ist so schlimm an dem Schild da von diesem Restaurant? :confused: Schlimm nicht unbedingt, aber die Bedingungen insgesamt sind schon merkwürdig. Etwa so, als wenn du mit bestimmten T-Shirt oder Schuhen nicht bei MC Donals rein kommst. Also Alles Gangegehabe ...
Lars Sobiraj am 04.02.2012, 11:32 Uhr
Während Die Linke zur Teilnahme an einem europaweiten Aktionstag gegen ACTA aufruft und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger die Kritik am internationalen Handelsabkommen zurückweist, führte der Jurist Jens Ferner eine ausführliche Analyse jedes einzelnen Artikels durch. Wir fragten ihn, wie gefährlich ACTA tatsächlich ist. In welchem Rahmen bedroht dieses Abkommen unser aller Freiheit?
Lars Sobiraj am 09.02.2012, 11:40 Uhr
In der südenglischen Grafschaft Sussex ereignete sich letzten Monat ein Fauxpas der besonderen Art. Statt einen Einbrecher zu fassen, jagte ein Polizist mit Hilfe von Kameras für etwa 20 Minuten sich selbst. Sein Kollege an den Monitoren hatte ihn nicht erkannt und fand sein Verhalten sehr auffällig. Der beobachtete Mann habe auf heißen Kohlen gesessen, weswegen er dringend tatverdächtig sei.
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